{"id":1102,"date":"2014-04-26T15:28:43","date_gmt":"2014-04-26T14:28:43","guid":{"rendered":"http:\/\/abicyclediary.com\/?p=1102"},"modified":"2014-04-26T15:28:43","modified_gmt":"2014-04-26T14:28:43","slug":"tag-82-85-plotzlich-zu-dritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abicyclediary.com\/?p=1102","title":{"rendered":"Tag 82-85: Pl\u00f6tzlich zu dritt"},"content":{"rendered":"<h2>Tag 82 &#8211; 23.April<\/h2>\n<p>Minudasht &#8211; 5km vor Bash Kalateh: 118km; 6:20h im Sattel; 15 &#8211; 32 Grad, Sonne \/ Wolken \/ Regen<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>Bereits am Vormittag war die Temperatur \u00fcber 25 Grad geklettert. Es schien ein hei\u00dfer Tag zu werden. Nachdem im Golestan Nationalpark relativ wenige Siedlungen anzutreffen sind, habe ich bereits gestern meine Essens- und Wasservorr\u00e4te aufgestockt. Bei strahlendem Sonnenschein ging es wieder los. Zuerst verlief die Strecke noch einige Kilometer in der Ebene entlang der Bergr\u00fccken, doch dann ging es endlich in Richtung Nationalpark. Es stand ein Anstieg von knapp 200 auf ca. 1500m bevor. Die Steigung war aber dieses Mal sehr moderat.<br \/>\nEndlich tauchte die Stra\u00dfe ein in dichten Wald. Die gef\u00fchlte Temperatur sank sofort um einige Grad ab. Ich war umgeben von dichtem Ahornwald. Der Verkehr hatte gl\u00fccklicherweise etwas nachgelassen und so konnte man ganz gem\u00fctlich unter dem Bl\u00e4tterdach entlang pedalieren. Hin und wieder erblickte man Wildschweine am Stra\u00dfenrand. Nachdem die Iraner einen Gro\u00dfteil ihres M\u00fclls nach dem Picknick stets zur\u00fccklassen, gehe ich davon aus, dass das f\u00fcr die Wildschweine eine ganz gute Nahrungsgrundlage darstellt.<br \/>\nGenau nach einer Umgebung wie dieser hatte ich mich seit gut 1000km gesehnt. Die Stra\u00dfe schl\u00e4ngelte sich gem\u00e4chlich in die H\u00f6he, links und rechts davon erhoben sich steil dicht bewaldete Felsw\u00e4nde. Nach und nach ging die Vegetation allerdings zur\u00fcck und schlussendlich wurde ich in ein steppenartiges Hochplateau entlassen. Just zu diesem Zeitpunkt braute sich dann auch ein Gewitter zusammen. Hier in der Gegend ist es ja nicht ungew\u00f6hnlich, dass es immer wieder mal zu kurzen Schauern kommt. Ich hoffte, dem Ganzen noch entkommen zu k\u00f6nnen, doch irgendwann holte mich der Regen dann ein. Ein Warteh\u00e4uschen einer Bushaltestelle und eine Tankstelle boten mir zweimal Unterschlupf vor dem st\u00e4rksten Regen. F\u00fcr umgerechnet 25 Cent f\u00fcllte ich meine fast leere Benzinflasche wieder auf und nachdem der Regen aufgeh\u00f6rt hatte setzte ich die Fahrt entlang der schnurgeraden Stra\u00dfe fort. Besonders umweltfreundlich wird auf den Tankstellen nicht gearbeitet. In den Pf\u00fctzen schwimmt \u00fcberall Benzin. Ich hatte dem Tankwart mehrmals darauf hingewiesen, dass er die Flasche nur 3\/4 voll machen soll. Weshalb er dann aber in eine 3\/4 Liter Flasche unbedingt einen Liter einf\u00fcllen wollte, war mir nicht ganz klar. Der \u00fcbersch\u00fcssige Benzin wurde einfach ausgeleert&#8230; Nun gut, ich habe jetzt zumindest wieder Brennstoff f\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen.<br \/>\nDas Fahren auf dem Hochplateau war etwas zerm\u00fcrbend. Am Horizont sieht man die Stra\u00dfe verschwinden, fast 10km freie Sicht und man scheint sich nur im Schneckentempo zu bewegen. Immer wieder halte ich Ausschau nach einem einigerma\u00dfen geeigneten Zeltplatz. Im Golestan Nationalpark h\u00e4tte es traumhafte Pl\u00e4tze gegeben, doch der liegt nun schon fast 60km hinter mir. Es bedarf heute zwei Anl\u00e4ufe, bis ich den passenden Platz gefunden habe. Erschwerend kam heute dazu, dass der Regen den Boden v\u00f6llig aufgeweicht hatte und sich der Schlamm unmittelbar an den Reifen festsetzte. Immer wieder musste ich das Vorderrad vom Schlamm befreien, weil sich das Rad keinen Zentimeter mehr drehen wollte. Das vollbepackte Rad durch aufgeweichten Boden zu ziehen ist durchaus eine k\u00f6rperliche Herausforderung. Ich hoffe, dass mir zuk\u00fcnftig derartige Erfahrungen nicht mehr allzu oft bevorstehen.<br \/>\nDurch den Regen war die Temperatur empfindlich abgefallen. War es Mittags noch deutlich \u00fcber 30 Grad, so fr\u00f6stelte ich jetzt schon fast bei nur 15 Grad. Mit Abendsonne war auch nicht mehr zu rechnen, daher verkroch ich mich gleich nach dem Essen ins Zelt. F\u00fcr morgen: Neuer Tag, neues Gl\u00fcck&#8230;<\/p>\n<h2>Tag 83 &#8211; 24.April<\/h2>\n<p>5km vor Bash Kalateh &#8211; kurz vor Rezaabad: 136km; 5:41h im Sattel; 15 &#8211; 20 Grad, wechselhaft<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>Neuer Tag, neues Gl\u00fcck&#8230; ein bisschen musste ich aber noch warten. Morgens gab es erneut einen kurzen Regenschauer. Ich dachte schon, das h\u00f6rt nie auf, nachdem es auch mehr als die halbe Nacht geregnet hatte. Doch dann spitzte die Sonne durch die schwarzen Wolken durch und es begann w\u00e4rmer zu werden. Ich hatte gestern bereits fast den h\u00f6chsten Punkt des Plateaus erreicht, demnach ging es heute mal wieder viel bergab.<br \/>\nEin leichtes Schmunzeln entlocken mir immer wieder die abenteuerlich bepackten LKWs, oder Kleinlaster. Transportiert wird alles, was man sich nur vorstellen kann. Auf der offenen Ladefl\u00e4che von Kleinlastern, nur geringf\u00fcgig gr\u00f6\u00dfer als herk\u00f6mmliche Pick-ups, werden zweist\u00f6ckig ganze Schafherden transportiert. Auch K\u00fche halten immer wieder mal ihre Schnauze in den Wind. Die Transporte m\u00fcssen aber nicht unbedingt &#8220;sortenrein&#8221; sein. So \u00fcberholt mich zum Beispiel heute ein LKW, der zur H\u00e4lfte mit Altmetall beladen ist und der Rest der Ladefl\u00e4che mit Schafen vollgepfercht war.<br \/>\nDie Temperaturen waren heute wie gemacht f\u00fcrs Fahrradfahren. Eine innere Eingebung hatte mich gestern Nachmittag davon abgehalten das Rad zu waschen. Daf\u00fcr g\u00f6nnte ich heute dem lehmverkrusteten Gef\u00e4hrt nach der ersten Abfahrt eine Rundumpflege in einem kleinen Bach. Nat\u00fcrlich erregten meine Putzt\u00e4tigkeiten am Stra\u00dfenrand die Aufmerksamkeit der \u00f6rtlichen Dorfjugend. Auf 3 Motorr\u00e4dern kamen 8 Jungs vorbei und stellten mir die \u00fcblichen Fragen. Heute ist mir das schon zum zweiten Mal passiert, dass ich gleich von Anfang an als Deutscher identifiziert worden bin. Ob man mir das ansieht? Was solls&#8230; Nach ein paar Minuten waren die Jungs auch schon wieder weitergebraust und ich konnte in Ruhe die Radpflege beenden.<br \/>\nMit leichtem R\u00fcckenwind gings konstant bergab. In Ashkhaneh kehrte ich kurz ein und machten mich dann aber gleich wieder auf den Weg. Am Ortsausgang wurde ich von drei M\u00e4nnern in einem Jeep abgefangen. Alle drei sprachen relativ gut Englisch. Sie wollten unbedingt, dass ich zu ihnen nach Hause komme und dort die Nacht verbringe. Es war aber erst 14:30 Uhr und ich rechnete damit, um 16 Uhr in Bojnurd zu sein. Den Tag schon um 16 Uhr zu beenden, das war mir zu fr\u00fch. Trotzdem lie\u00df ich alle drei ihre Nummern in mein Notizbuch schreiben. Es wurde auch noch der \u00f6rtliche Hotelmanager kontaktiert, bei dem sollte ich mich um 19 Uhr melden&#8230; F\u00fcr heute war mir aber mehr nach gem\u00fctlicher Zeltatmosph\u00e4re. Ausserdem wollte ich den noch immer anhaltenden R\u00fcckenwind nutzen um dem drohenden Regen davonzuradeln. Es galt noch, einen ziemlich z\u00e4hen Anstieg hinter mich zu bringen. Als ich abgek\u00e4mpft am Gipfel angekommen war, kam der Regen schon bedrohlich nahe. Nach einer kurzen Verschnaufpause brauste ich in Richtung Bojnurd davon. Im Ort angekommen, hatte ich dann wieder ein paar Meter zu den Regenwolken gutgemacht. Zeit genug, um noch frisches Obst und Gem\u00fcse einzukaufen.<br \/>\nDie schwarzen Wolken stets im R\u00fccken gings dann in weiterer Folge flott voran. Die Landschaft wurde langsam wieder Gr\u00fcn. Die Bergr\u00fccken waren wieder dicht mit Gras bewachsen, doch geeignete Zeltpl\u00e4tze waren Mangelwahre. Nach einer sehr langen Suche hatte ich dann aber doch noch Gl\u00fcck. Etwas abseits der Stra\u00dfe fand ich in einer Senke ein richtiges Vogelparadies. Ein wildes Stimmengewirr empfing mich und verstummte auch nicht, w\u00e4hrend ich mein Zelt in Mitten von rosarot bl\u00fchenden B\u00fcschen aufstellte.<br \/>\nEin wenig Geduld braucht man manchmal mit dem Gl\u00fcck, aber heute hat sich das Warten auf alle F\u00e4lle ausgezahlt.<\/p>\n<h2>Tag 84 &#8211; 25.April<\/h2>\n<p>Kurz vor Rezaabad &#8211; ca. 35km vor Chenaran: 133km; 5:16h im Sattel; 18 &#8211; 22 Grad, Sonne<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>Es fiel mir fast ein bisschen schwer, meine heutigen Zeltplatz wieder zu verlassen. In den Str\u00e4uchern nisteten verschiedenste V\u00f6gel und das morgendliche Pfeifkonzert war auch eine willkommene Abwechslung. So lie\u00df ich den heutigen Tag recht gem\u00e4chlich starten. Die Regenwolken waren verschwunden, doch der R\u00fcckenwind blieb. Dagegen hatte ich dann auch gar nichts einzuwenden. Nachdem heute Freitag ist, war der Verkehr auf der Bundesstra\u00dfe deutlich geringer.<br \/>\nDer Streckenverlauf hatte heute kaum H\u00f6henmeter zu bieten. Links und rechts der Stra\u00dfe erstreckte sich weiterhin eine kilometerlange Ebene. Die ansteigenden H\u00fcgelketten wechselten ihr Bild langsam von Gr\u00fcn wieder zu Braun. Stellenweise war das offenliegende Gestein faszinierend sch\u00f6n marmoriert. Bei dem Gedanken an frisch gebackenen Marmorkuchen lief mir das Wasser im Mund zusammen.<br \/>\nDie Kilometer purzelten heute gerade so vor sich hin. Das gro\u00dfe Ziel, Mashhad am Samstag zu erreichen ist nun mehr als realistisch. in Feruj g\u00f6nnte ich mir mal wieder gegrilltes H\u00fchnerfleisch mit Reis. Hier im Ort sp\u00fcrte man den Freitag erstaunlich stark. Bis auf die unz\u00e4hligen kleinen Superm\u00e4rkte hatte praktisch nichts ge\u00f6ffnet. \u00dcberraschend war, dass sich schlagartig das Erscheinungsbild der Superm\u00e4rkte ge\u00e4ndert hat. Im Mittelpunkt stehen nun Gew\u00fcrze und N\u00fcsse aller Art. Auf den ersten Blick wirken die L\u00e4den wie Gew\u00fcrzhandlungen, doch dann entdeckt man im hinteren Teil des Ladens auch die Produkte des t\u00e4glichen Bedarfs.<br \/>\nLustig anzuschauen waren die vielen Erdm\u00e4nnchen, die neben der Stra\u00dfe lebten. Manche fl\u00fcchteten hektisch in ihren Bau zur\u00fcck, andere beobachteten ganz ruhig die Umgebung. Sonderlich viele Feinde scheinen sie aber nicht zu haben, wenn man die Gr\u00f6\u00dfe der Population so betrachtet. Immerhin gab es jetzt mal lebendige Tiere am Stra\u00dfenrand. Ich hatte die Hoffnung ja schon fast aufgegeben&#8230;<br \/>\nIch beschloss im darauffolgenden Ort, in Quchan, eine weitere Pause einzulegen und mir etwas S\u00fc\u00dfes zu g\u00f6nnen. Eis war zwar keins aufzutreiben, daf\u00fcr aber eine gro\u00dfe Auswahl an Keksen. Gerade hatte ich mich mit meiner Nachspeise auf der Wiese im Schatten eines Baumes niedergelassen, da sah ich zwei Reiseradler vor mir vorbeirollen. Nat\u00fcrlich hatten sie meine Rufe nicht geh\u00f6rt, also packte ich rasch zusammen und spurtete hinterher. Kurz vor dem Ortsausgang sah ich dann eines ihrer R\u00e4der in einer Parallelstra\u00dfe stehen. Gerade noch rechtzeitig, sonst w\u00e4re ich unbemerkt an ihnen vorbeigeradelt.<br \/>\nSimon und Bazil sind Ende Januar in Frankreich gestartet und haben eine sehr \u00e4hnliche Route wie ich vor sich. Sie wollen auch den Pamir Highway befahren, doch dann nicht nach Kirgisien, sondern direkt nach China einreisen. Durch besonders gute Beziehungen zur Chinesischen Botschaft in Paris haben sie ein 3 Monats-Visum f\u00fcr China erhalten&#8230;<br \/>\nBis Mashhad werden wir auf alle F\u00e4lle einmal gemeinsam radeln. Die beiden werden aber vermutlich ein paar Tage l\u00e4nger in Mashhad bleiben, da ihr Einreisedatum f\u00fcr Turkmenistan sp\u00e4ter angesetzt ist, als meines.<br \/>\nSeit Martin in Tiflis wieder nach \u00d6sterreich zur\u00fcckgekehrt ist, bin ich ja alleine unterwegs gewesen. Nun auf einen Schlag pl\u00f6tzlich zu dritt&#8230; und das lustige an der Situation ist, dass wir alle drei dieselben Fahrradrahmen haben. Drei schwarze Long Haul Trucker rollen nun mit kr\u00e4ftigem R\u00fcckenwind in Richtung Osten. Fast ohne Treten geht es mit 35 Sachen dahin und man sp\u00fcrt nicht einmal einen Fahrtwind. Wenn es in Turkmenistan nur auch so w\u00e4re, aber vermutlich wird es hier genau umgekehrt sein. Praktisch jeder, der die Transitstrecke absolviert hat, berichtet von permanentem Gegenwind.<br \/>\nEs tat gut, mal wieder in Fahrradgemeinschaft zu radeln. Es gab vieles auszutauschen. In vielen Dingen teilten Simon und Bazil meine Eindr\u00fccke \u00fcber den Iran. Ihnen ist beispielsweise auch aufgefallen, dass die Leute hier im Iran im Verh\u00e4ltnis zu ihrem Alter meist sehr alt aussehen. Immer wieder treffe ich Leute, die ich auf um die 40 sch\u00e4tze, in der Regel sind sie aber erst Anfang 30. Ich werde meistens auch auf 22 bis max. 25 gesch\u00e4tzt. Offenbar sind die Lebensbedingungen doch etwas h\u00e4rter, sodass die Leute besonders fr\u00fch altern. Kazem hatte mir zum Beispiel erz\u00e4hlt, dass es in Tehran gar nicht ungew\u00f6hnlich ist, dass die Leute mit 35 an Herzinfarkt sterben. Just zu der Zeit, als ich bei ihm zu Besuch war, ist ein guter Freund von ihm mit 37 Jahren an Herzinfarkt gestorben.<br \/>\nDie zwei Franzosen werden seit einiger Zeit interessanterweise ebenfalls stets als Deutsche willkommen gehei\u00dfen. An zweiter Stelle stehen ihrer Aussage nach Engl\u00e4nder und dann Spanier&#8230; Franzosen kommen den Iranern meist gar nicht in den Sinn. Es sieht so aus, als ob wirklich viele Deutsche hier unterwegs w\u00e4ren. Die bevorstehende Strecke ist den meisten Leuten nun auch schon bekannt. Offenbar bewegt man sich jetzt auf ausgetretenen Pfaden. Kurz vor Mashhad f\u00fchren dann alle Routen zusammen&#8230;<br \/>\nEigentlich hatte ich erst in Mashhad damit gerechnet, auf Gleichgesinnte zu sto\u00dfen. Aber wie der Zufall eben so spielt&#8230; H\u00e4tte ich keine zweite Pause eingelegt, w\u00e4re ich vermutlich bis Mashhad immer ein paar Kilometer vor ihnen gefahren. Ob wir uns dann in Mashhad \u00fcberhaupt getroffen h\u00e4tten, wer wei\u00df. (Da pflegt Silke immer zu sagen: &#8220;H\u00e4tte, h\u00e4tte, Fahrradkette&#8230;&#8221;)<br \/>\nJetzt freue ich mich aber darauf, zumindest die letzte Tagesetappe in Gesellschaft zu verbringen. Ein Zeltplatz war diesmal \u00fcberraschend schnell gefunden. Auf der R\u00fcckseite einer sich in Bau befindlichen H\u00fchnerfarm konnten wir ungest\u00f6rt unsere Zelte aufstellen und den Tag langsam ausklingen lassen. Auf den ersten Anlauf gleich so ein idealer Platz, das hat es schon lange nicht mehr gegeben.<\/p>\n<h2>Tag 85 &#8211; 26.April<\/h2>\n<p>35km vor Chenaran &#8211; Mashhad: 97km; 3:53h im Sattel; 19 &#8211; 25 Grad, Sonne<br \/>\nValis Homestay<\/p>\n<p>F\u00fcr heute stand nur noch ein kurzer Ritt bis Mashhad bevor. Der R\u00fcckenwind von gestern hatte sich in leichten Gegenwind verwandelt. Doch nachdem wir nun als 3er Gespann unterwegs waren, konnten wir uns perfekt mit Windschattenfahren abwechseln. Auf der Strecke gab es nicht viel zu sehen, weshalb wir versuchten, Mashhad noch vor der Mittagspause zu erreichen. Je n\u00e4her wir der Stadt kamen, desto schlechter wurde auch die Luft. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr man die Luftverschmutzung in den Ballungszentren sp\u00fcrt. Wir erreichten Mashhad kurz nach 12 Uhr. Bereits im Vorfeld hatte ich mir die Adresse von Valis Homestay besorgt. Valis Homestay ist eine feste Gr\u00f6\u00dfe bei Fahrradreisenden. Er bietet eine Art Hostel mit sehr privatem Charme an. Schon als wir in der N\u00e4he seines Hauses waren, deuteten uns die Leute am Stra\u00dfenrand den Weg. Scheinbar ist Vali wirklich die Anlaufstelle Nr. 1 in Mashhad f\u00fcr Fahrradfahrer.<br \/>\nIm Schlafsaal erholte sich bereits ein anderer Radler. Chris aus Liverpool ist seit gut 11 Monaten unterwegs und ist gerade eine Stunde vor uns angekommen. Nach der lange ersehnten Dusche verw\u00f6hnte uns Valis Frau mit einem k\u00f6stlichen Mittagessen. Der heutige Tag ist ganz der Erholung gewidmet. Man f\u00fchlt sich wie in einer anderen Welt. Im Hintergrund h\u00f6rt man dezent das Rauschen des Verkehrs, im Schatten auf der Terrasse blickt man auf die gr\u00fcne Krone des Nachbarbaums, es weht ein leichter Wind&#8230;<br \/>\nF\u00fcr heute ist auf alle F\u00e4lle nicht mehr viel zu tun. Das Konsulat von Turkmenistan hatte ohnehin nur bis Mittags ge\u00f6ffnet, die Visabeschaffung muss also bis morgen warten.<br \/>\nWir verbrachten den Nachmittag auf der Terrasse vor Valis Wohnzimmer und plauderten ausgiebig \u00fcber unsere Erfahrungen und Eindr\u00fccke der letzten Monate. Nach 9 Tagen im Sattel ist es nun wieder Zeit f\u00fcr ein bisschen Erholung. Ich bin froh, den Weg \u00fcber die Berge, ans Kaspische Meer gew\u00e4hlt zu haben. Der Golestan Nationalpark war wirklich einen Ausflug wert. Ich bin nun guter Dinge, die Transitstrecke \u00fcber Turkmenistan bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Vielleicht gibt es noch ein Update bevor ich nach Turkmenistan einreise, ansonsten h\u00f6rt ihr wieder von mir, wenn ich in Uzbekistan angekommen bin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 82 &#8211; 23.April Minudasht &#8211; 5km vor Bash Kalateh: 118km; 6:20h im Sattel; 15 &#8211; 32 Grad, Sonne \/ Wolken \/ Regen Camping Bereits am Vormittag war die Temperatur \u00fcber 25 Grad geklettert. Es schien ein hei\u00dfer Tag zu werden. 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