{"id":1489,"date":"2014-07-04T17:28:39","date_gmt":"2014-07-04T16:28:39","guid":{"rendered":"http:\/\/abicyclediary.com\/?p=1489"},"modified":"2014-07-04T17:28:39","modified_gmt":"2014-07-04T16:28:39","slug":"tag-147-150-bishkek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abicyclediary.com\/?p=1489","title":{"rendered":"Tag 147 &#8211; 150: Bishkek"},"content":{"rendered":"<h2>27. &#8211; 30.Juni<\/h2>\n<p>4 Ruhetage in Bishkek<br \/>\nKilometerstand: 10.889km<br \/>\nWarmshower \/ Camping<\/p>\n<p>Bishkek, die Hauptstadt von Kirgistan hatte bei der Stadteinfahrt einen sehr d\u00f6rflichen Eindruck hinterlassen. Die Stadt ist sehr gr\u00fcn und nicht sonderlich dicht bebaut. Nur im direkten Zentrum ist das Verkehrsaufkommen etwas st\u00e4rker, ansonsten hat man stets das Gef\u00fchl, sich nur in einem gr\u00f6\u00dferen Ort aufzuhalten, Hauptstadtfeeling bekommt man nicht sofort&#8230; Um die Stadt ein wenig besser kennen zu lernen bleiben mir aber eh noch ein paar Tage. Gleich zu Beginn versuche ich, die meisten Punkte meiner auf meiner Erledigungsliste abzuarbeiten. Nach einem gem\u00fctlichen Fr\u00fchst\u00fcck mache ich mich gemeinsam mit Enzo auf den Weg, um das chinesische Visum zu beantragen. Als Adresse Nr. 1 f\u00fcr das chinesische Visum gilt die Agentur von Mrs. Liu. Ich war schon im Vorfeld mit der Agentur im Kontakt und wollte zu Beginn das Visum auch hier in Auftrag geben, mir kam die ganze Sache aber ein wenig zu streng vor. Unterwegs hatte ich von einer zweiten Agentur in Bishkek erfahren, die offenbar bis auf den Reisepass und die Passbilder keine Anforderungen stellt. Also versuchten wir unser Gl\u00fcck erst mal bei der Agentur BAIMA. Nachdem in der Agentur keiner English sprach versuchten wir mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen und ein paar Brocken Russisch die notwendigen Informationen zu erhalten. Offenbar wird die Beantragung in einem anderen B\u00fcro durchgef\u00fchrt. Wir fuhren auf gut Gl\u00fcck zu der uns angegebenen Adresse und klopften an einer unscheinbaren T\u00fcr. Keine Firmenaufschrift, kein Briefkasten, nichts was irgendwie an eine Agentur erinnern k\u00f6nnte. Aber einmal drin lief alles wie am Schn\u00fcrchen. Die Registrierung in Osh hatte sich ausgezahlt. Enzo hatte damals auch noch versucht, sich zu registrieren, hatte aber keinen Erfolg. Jetzt muss er f\u00fcr die Registrierung durch die Agentur 30 Dollar hinlegen. Ich habe in Osh etwas mehr als 2 Dollar bezahlt. Wir hinterlegen unsere P\u00e4sse und gehen erst mal Fotos machen. Die Chinesen sind bei den Visafotos besonders streng, was f\u00fcr die Fotografen relativ viel Photoshop-Arbeit bedeutet. Ganz rasch wird ein Bild geschossen und dann der Rest im Computer zurechtger\u00fcckt. Mit der Realit\u00e4t hat das Bild nur noch ansatzweise etwas zu tun, aber wenn es so gew\u00fcnscht wird&#8230;<br \/>\nIn einer Woche k\u00f6nnen wir die P\u00e4sse wieder abholen. So wie es aussieht, l\u00e4uft die Visabeschaffung hier wirklich sehr einfach ab.<br \/>\nPunkt zwei und drei meiner Liste sind auch gleich abgearbeitet. Auf den Rat von Spaska radle ich zu einem gro\u00dfen Elektronikkaufhaus, erhalte dort eine Adresse eines Kameramechanikers und kann mir gleich noch eine externe Batterie kaufen, nachdem meine nun in dieser Woche den Geist aufgegeben hat. Der Kameramechaniker scheint relativ kompetent zu sein. In dem kleinen Zimmer in das man durch eine kleine Luke hineinschauen kann, stapeln sich die Kameras bis zur Decke. So wie es aussieht, wird hier nichts anderes gemacht, als Kameras zu reparieren. Drei Tage sp\u00e4ter kann ich die frisch gereinigte Kamera wieder in Empfang nehmen. Ich hoffe, dass die Reparatur diesmal etwas nachhaltiger war.<br \/>\nWieder zur\u00fcck bei Nathan erhalte ich eine Nachricht von Laura, die ich an der Grenze zu Uzbekistan und danach noch einmal in Bukhara getroffen habe. Sie hatte uns vorgestern vom Bus aus in Richtung Bishkek radeln gesehen. Noch am selben Abend treffen wir uns auf einen Drink in der Stadt. Osh ist Nachts recht dunkel. Nur die Hauptverkehrsstra\u00dfen sind beleuchtet und manche Strecken meidet man demnach bei Dunkelheit. Ich begleite Laura noch zu ihrem Hostel und treffe dort auf Michael, der in zwei Tagen nach Deutschland zur\u00fcckfliegt. F\u00fcr mich die perfekte Gelegenheit, meinen Zweitpass und den Antrag f\u00fcr das russische Visum kosteng\u00fcnstig und schnell nach Deutschland zu schicken.<br \/>\nDer erste Tag in Bishkek &#8211; viel Organisation, aber auch viel Erfolg&#8230; Jetzt kann ich mich erst einmal erholen!<br \/>\nEs k\u00fcndigen sich ein paar sehr hei\u00dfe Tage an. In den fr\u00fchen Morgenstunden kann man sich noch gut bewegen, aber schon bald kann man sich nur noch im Schatten aufhalten. Auch ohne sich zu bewegen flie\u00dft der Schwei\u00df in Str\u00f6men. Das neu gekaufte Plantschbecken sorgt zumindest tempor\u00e4r f\u00fcr Abk\u00fchlung. Ansonsten verbringe ich die meiste Zeit damit, Mails zu schreiben und im Internet zu recherchieren. F\u00fcr die Beantragung des Russischen Visums muss ich jetzt schon angeben, wann ich ins Land einreise. Nicht leicht zu sagen, nachdem bis dorthin noch einiges passieren wird. Trotz alledem muss eruiert werden, wie und wo man von China nach Korea und von Korea nach Russland kommt. Der Fahrplan f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Monate wird aufgestellt. Von China aus habe ich vier verschiedene M\u00f6glichkeiten um nach Korea einzureisen. Je nachdem, wann ich in Peking ankomme werde ich den entsprechenden Hafen f\u00fcr die F\u00e4hre w\u00e4hlen. Ich kann entweder von Tianjin, Qinghuandao, Yingkou oder Dndoung nach Incheon fahren. Von Korea nach Russland gibt es nicht viel Auswahl, als einziger Hafen kommt Sokcho in Frage. Die meisten F\u00e4hren verkehren zweimal die Woche, ein bisschen Timing ist also n\u00f6tig, um die G\u00fcltigkeit des Visums im Auge zu behalten.<br \/>\nJona besch\u00e4ftigt sich seit dem ersten Tag in Bishkek mit der Instandsetzung der R\u00e4der. Stellenweise sieht es wirklich nicht gut aus f\u00fcr ihr weiteres Fortkommen. Das gr\u00f6\u00dfte Problem stellen die Laufr\u00e4der da. Sie sind mit 28Zoll R\u00e4dern in Indien gestartet, hier in Bishkek sind aber 28Zoll Felgen nirgendwo aufzutreiben. Nach langem Hin und Her stellt sich aber heraus, dass die 29Zoll Felgen hier exakt gleich gro\u00df sind wie die 28Zoll Felgen aus Indien. 28Zoll und 29Zoll ist hier also baugleich&#8230; Ein Lichtblick &#8211; die Chancen stehen jetzt wieder gut, dass die R\u00e4der wieder fit werden. Mein Rad lasse ich momentan noch unber\u00fchrt. Ein wenig Pflege ist auf alle F\u00e4lle noch notwendig, aber nachdem ich ohnehin eine Woche warten muss, kann ich das auch auf sp\u00e4ter verschieben.<br \/>\nDas Fahrrad spielt im Moment eine sehr untergeordnete Rolle. Dank des guten Wetters kommt schnell richtiges Urlaubsfeeling auf. Man beginnt den Tag mit einem ausgedehnten Fr\u00fchst\u00fcck und l\u00e4sst alles andere recht gem\u00fctlich angehen.<br \/>\nSchon 150 Tage unterwegs. die Zeit vergeht wie im Flug. Was zu Beginn der Reise noch v\u00f6llig unvorstellbar war, wird jetzt praktisch zum Alltag. Zeit- und Raumgef\u00fchl habe ich schon lange verloren. Wochentage haben eigentlich nur noch bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen Bedeutung. Im Regelfall wird jeden Tag woanders \u00fcbernachtet, es geht konstant in Richtung Osten. Immer dann, wenn man sich ein paar Tage am selben Ort aufh\u00e4lt, kann man ein wenig rekapitulieren. Eine herrliche Reise bisher und die Vorfreude auf das, was noch vor mir liegt w\u00e4chst mit jedem Tag. Die letzten Tage als &#8220;Reisegruppe&#8221; waren eine willkommene Abwechslung, aber jetzt wird es auch wieder Zeit, alleine weiterzureisen und den Fokus auf Land und Leute wieder auf den eigenen Rhythmus abzustimmen. Doch im Moment machen wir noch Gruppenurlaub.<br \/>\nDie Hitze in der Stadt wird langsam unertr\u00e4glich. Spaska und Angie schlagen vor, f\u00fcr zwei Tage in die Berge zu fl\u00fcchten. Nur wenige Kilometer von Bishkek entfernt liegen bereits die ersten schneebedeckten Berge. Der Gedanke scheint verlockend, ein bisschen Wandern zu gehen&#8230;<br \/>\nEnzo begl\u00fcckt uns alle mit ausgezeichneter Pasta nach italienischer Art und wir schmieden Pl\u00e4ne f\u00fcr die kommenden Tage. Guancho, den wir in Osh kennengelernt hatten ist nun auch zu uns gesto\u00dfen und wird uns auch zum Wandern begleiten. Es stehen verschiedene Optionen zur Wahl, aber im Grunde ist jede Variante willkommen, solange man ein wenig Abk\u00fchlung erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>27. &#8211; 30.Juni 4 Ruhetage in Bishkek Kilometerstand: 10.889km Warmshower \/ Camping Bishkek, die Hauptstadt von Kirgistan hatte bei der Stadteinfahrt einen sehr d\u00f6rflichen Eindruck hinterlassen. Die Stadt ist sehr gr\u00fcn und nicht sonderlich dicht bebaut. 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