{"id":1532,"date":"2014-07-06T03:25:12","date_gmt":"2014-07-06T02:25:12","guid":{"rendered":"http:\/\/abicyclediary.com\/?p=1532"},"modified":"2014-07-06T03:25:12","modified_gmt":"2014-07-06T02:25:12","slug":"tag-154-155-wunden-lecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abicyclediary.com\/?p=1532","title":{"rendered":"Tag 154 \/ 155: Wunden lecken"},"content":{"rendered":"<h2>Tag 154\/155 &#8211; 04. \/ 05.Juli<\/h2>\n<p>Bishkek: 2 Erholungstage<br \/>\nWarmshower \/ Camping<\/p>\n<p>Das Wort Muskelkater erh\u00e4lt nach den zur\u00fcckliegenden Wandertagen eine ganz neue Bedeutung. Ich bin nicht der Einzige der sichtbare Schwierigkeiten beim Gehen hat. Die Waden und Oberschenkel brennen ordentlich und ich bin froh, dass Nathans Haus keinen ersten Stock hat. Auf meiner gesamten Tour mit dem Rad hatte ich keine gravierenden Probleme mit Muskelkater, aber die drei Tage Wandern hatten mich ordentlich ramponiert. Zu meinem Gl\u00fcck sp\u00fcrt man den Muskelkater aber beim Radfahren kaum, sodass ich guter Dinge bin, in zwei Tagen wieder auf der Stra\u00dfe sein zu k\u00f6nnen.<br \/>\nEs ist Freitag und ich versuche noch einmal mein Gl\u00fcck, Teile meiner Ausr\u00fcstung wieder in Schuss zu bringen. Die Kameralinse hatte nach dem Reinigen auf der Innenseite Staub angesetzt und sollte eigentlich noch einmal gereinigt werden. Leider nimmt diese Arbeit 2-3 Tage in Anspruch, sodass ich diesmal darauf verzichte. Das bisher so hoch gelobte Vorderlicht hat nach einigen Regenfahrten nun ganz den Geist aufgegeben. Ersatzteile hierzu zu bekommen ist in Asien mehr als schwierig. Ich bin trotzdem einmal mit dem Hersteller in Kontakt getreten, vielleicht l\u00e4sst sich ja was arrangieren. F\u00fcr die kommenden Wochen steht aber erst mal keine Nachtfahrt mehr an.<br \/>\nNach einer Woche Wartezeit kann ich wie versprochen um 13 Uhr mein Chinesisches Visum in Empfang nehmen. 100 Dollar wechseln den Besitzer und ich habe nun drei Monate Zeit, um nach China einzureisen. Zum Gl\u00fcck hatte ich meine Registrierung bereits in Osh durchgef\u00fchrt. Die Agentur hat f\u00fcr Enzo das Registrieren \u00fcbernommen, ihm daf\u00fcr aber 30 Dollar abgekn\u00f6pft. Ich habe selber ca. 2,50 Dollar in Osh bezahlt.<br \/>\nJetzt war ich schon fast eine Woche in Bishkek und hatte mir bisher die Stadt noch nicht wirklich angeschaut. Alle Wege waren organisatorischer Natur. Mit dem frischen Visum in der Hand drehte ich nun also eine Runde durchs Stadtzentrum und lie\u00df die teils imposanten Kulturbauten auf mich wirken. Ich bin \u00fcberrascht, wieviele Museen, Theater, Kinos etc. es hier gibt. Hauptstadtfeeling kommt dennoch keines auf. Das, was mich momentan an gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten am meisten fasziniert ist die Tatsache, dass man wieder eine gro\u00dfe Auswahl an Superm\u00e4rkten hat. Gerade hier in Bishkek ist die Auswahl sehr gro\u00df. Erstaunlich, wieviele deutsche Produkte hier in den Regalen stehen.<br \/>\nDass ich nun den europ\u00e4ischen Einflussbereich verlasse, l\u00e4sst sich an der Netzzug\u00e4nglichkeit des Handys ablesen. Zu Beginn der Reise hatte ich mir extra ein Telefon mit weltweiter Netzabdeckung zugelegt, doch nun stehe ich vor dem Problem, dass sowohl der deutsche, als auch der \u00f6sterreichische Handybetreiber keine Roaminvertr\u00e4ge mit den L\u00e4ndern vor Ort abgeschlossen hat. Das bedeutet, dass man nicht ins lokale Netz hineingelassen wird. Internetbanking per mobile TAN ist nun also nicht mehr m\u00f6glich. Um weiterhin Telefonempfang zu haben, muss jetzt auf die \u00f6rtlichen SIM Karten ausweichen.<br \/>\nUrspr\u00fcnglich wollte ich ja direkt nachdem ich das Chinesische Visum in Empfang genommen habe wieder aufbrechen. Ein Tag Ruhe ist aber noch zwingend erforderlich und so beschlie\u00dfe ich, erst am Sonntag aufzubrechen. Samstag ist ein guter Tag, um das Rad noch einmal zu servicieren. Der Schaltzug wird getauscht, nachdem die Packtaschen den Bowdenzug aufgescheuert hatten und dieser nun schon zu rosten begann. Kassette, Umwerfer und s\u00e4mtliche Ketten werden gr\u00fcndlich gereinigt und neu ge\u00f6lt. Die \u00fcberstehende Schraube vom Gep\u00e4cktr\u00e4ger wird um zwei Millimeter gek\u00fcrzt, sodass ich mich jetzt wieder \u00fcber alle 9 Ritzel freuen kann. Nathan stellt diverses Werkzeug und Reinigungsutensilien zur Verf\u00fcgung, so macht Fahrradservice wirklich Spa\u00df.<br \/>\nJona und Franzi k\u00f6nnen ihre Fahrradtour nun doch fortsetzen. Zwei neue Laufr\u00e4der wurden organisiert, am Bazar Schl\u00e4uche und Mantel gekauft. Nathan hatte in den Tagen in denen wir beim Wandern waren ein Laufrad umgespeicht und so sind die R\u00e4der zumindest von den Laufr\u00e4dern her wieder voll einsatzf\u00e4hig. Die Beiden wollen l\u00e4nger als 30 Tage in der Mongolei bleiben und waren bisher davon ausgegangen, dass sie sich dazu in Almaty ein Visum beantragen m\u00fcssen. Nun haben sie aber von der Botschaft die Auskunft bekommen, dass man bis zu 60 Tagen ohne Visum im Land sein kann, man muss sich lediglich nach der Einreise registrieren lassen und kann dann nach Ablauf der 30 visafreien Tage um weitere 30 Tage verl\u00e4ngern. Das spart ihnen nun eine Woche Wartezeit in Almaty und auch einiges an Geld.<br \/>\nDer Zeltplatz leert sich nun also langsam wieder. Enzo und Guancho bleiben noch etwas l\u00e4nger. Enzo muss noch sein Visum f\u00fcr Kasachstan beantragen und Guancho wei\u00df noch nicht so wirklich, wo er als n\u00e4chstes hinf\u00e4hrt.<br \/>\nAm Nachmittag kommt aber schon wieder &#8220;Nachschub&#8221;. Ein amerikanisches Radlerpaar hatte sich schon vor einiger Zeit angek\u00fcndigt. Die Beiden werden f\u00fcr einige Zeit in Bishkek bleiben um einerseits Russisch zu lernen und andererseits Klettern zu gehen. Ich habe jetzt schon von vielen Leuten geh\u00f6rt, die nach Bishkek kommen um Russisch zu lernen. So wie es aussieht sind die Sprachschulen hier etwas billiger und die Lebenshaltungskosten sind ebenfalls weitaus geringer als z.B. in Russland.<br \/>\nBisher hatten wir fast jeden Abend f\u00fcr die ganze Gruppe gekocht. F\u00fcr den letzten Abend f\u00fchlte ich mich verantwortlich und besorgte im bestens sortierten Supermarkt um die &#8220;Ecke&#8221; feinste Zutaten f\u00fcr k\u00f6stliches Ofengem\u00fcse. F\u00fcr die Fleischliebhaber unter uns gab es sogar noch etwas Lammfleisch obendrauf, wobei das leider etwas z\u00e4h war.<br \/>\nMan muss sich direkt ein wenig \u00fcberwinden, Nathans Unterkunft wieder zu verlassen, aber um ehrlich zu sein &#8211; es juckt schon wieder unter den Fu\u00dfsohlen, ich muss wieder aufs Rad. Lange genug nicht mehr gefahren, jetzt hei\u00dft es Aufbruch in Richtung Osten. Es geht zum Ysyk K\u00f6l See, von dort aus nach Kasachstan, dann kurz noch einmal zur\u00fcck nach Almaty und dann zeigt der Kompass wieder konstant nach Osten, bis ich das Meer erreiche&#8230;<br \/>\nBin schon gespannt, was Kasachstan zu bieten hat. Anfangs hatte ich nur eine Transitfahrt von Kirgistan nach China im Kopf, aber aufgrund der Gr\u00f6\u00dfe des Landes wollte ich zumindest eine Woche in Kasachstan sein. Ich lasse mich \u00fcberraschen was kommt, aber vorerst gehts mal zum zweitgr\u00f6\u00dften Bergsee der Welt. Tiefster Punkt bei unglaublichen 670m. Vielleicht kann ich ja sogar einen Badetag einlegen.<br \/>\nAuf Wiedersehen Bishkek, es wird Zeit weiterzureisen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 154\/155 &#8211; 04. \/ 05.Juli Bishkek: 2 Erholungstage Warmshower \/ Camping Das Wort Muskelkater erh\u00e4lt nach den zur\u00fcckliegenden Wandertagen eine ganz neue Bedeutung. Ich bin nicht der Einzige der sichtbare Schwierigkeiten beim Gehen hat. Die Waden und Oberschenkel brennen ordentlich und ich bin froh, dass Nathans Haus keinen ersten Stock hat. 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