{"id":1694,"date":"2014-07-26T16:53:59","date_gmt":"2014-07-26T15:53:59","guid":{"rendered":"http:\/\/abicyclediary.com\/?p=1694"},"modified":"2015-01-16T18:12:47","modified_gmt":"2015-01-16T16:12:47","slug":"tag-172-176-autobahn-680km-4-tage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abicyclediary.com\/?p=1694","title":{"rendered":"Tag 172 &#8211; 176: Autobahn&#8230; 680km &#8211; 4 Tage"},"content":{"rendered":"<p><em>Werte Lesergemeinde: Aufgrund des sehr sehr sehr langsamen Internets in China muss ich leider auf die Einbindung der Karten verzichten. Bei gegebener Gelegenheit werden die Karten wieder aktualisiert.<\/em><\/p>\n<h2>Tag 172 &#8211; 22.Juli<\/h2>\n<p>Khorgas (Kasachstan) &#8211; Khorgas (China): 18km; 1:08h im Sattel; 27 &#8211; 34 Grad, Sonne<br \/>\nHotel<\/p>\n<p>Nun ist es also soweit. Ich verlasse Kasachstan und reise nach China ein. Die Grenzbeamten nahmen gerade ihren Dienst auf, als ich auf der kasachischen Seite vorfuhr. Eine Menschentraube hatte sich schon vor dem verbogenen Schlagbaum gebildet und sobald der Grenzer das Zeichen gab, st\u00fcrmten alle wie wild drauf los. Keinen k\u00fcmmerte es, dass der Schranken eigentlich noch geschlossen war. Die meisten kennen sich untereinander. Die Grenzbeamten werden mit Handschlag begr\u00fc\u00dft und es herrscht eine recht gelockerte Stimmung. Nat\u00fcrlich war das nur die erste Kontrollstelle. N\u00e4chster Knotenpunkt, ein Wachh\u00e4uschen mit einer engen T\u00fcr. Wieder bildet sich eine Menschentraube darum und nachdem sich die T\u00fcr \u00f6ffnet, st\u00fcrmt die Menge durch das Wachh\u00e4uschen. Mich erinnern diese Szenerie an Schulkinder, die aus dem Klassenzimmer st\u00fcrmen, an einer Grenze h\u00e4tte ich das nicht unbedingt erwartet. Knotenpunkt drei, jetzt wird es langsam ernst&#8230; die Menge muss sich hinter mobilen Absperrb\u00e4ndern sammeln und hin und wieder werden ein paar Leute durchgelassen. Hinter der Absperrung findet die eigentliche Passkontrolle statt. Ich nehme mich selbst ein wenig zur\u00fcck, stehe mit meinem schwer bepackten Rad ohnehin ein wenig im Weg rum. Ich vertraue darauf, dass ruhiges und geduldiges Warten auch irgendwann zum Ziel f\u00fchrt. Und siehe da, nach einiger Zeit werde ich aus der Menge gefischt und darf an den ungeduldig Wartenden vorbei, direkt zur Passkontrolle. Viel wird nicht gefragt, die Ausreise aus Kasachstan ebenso unspektakul\u00e4r, wie die Einreise. Als ich die Abfertigungshalle verlasse, ruft man mir noch &#8220;viel Gl\u00fcck&#8221; hinterher und dann gehts auf in Richtung China.<br \/>\nZuvor muss man aber noch eine fast 10km lange Schleife durchs Niemandsland fahren. Wer sich diesen Schlenker ausgedacht hat, muss gute Verbindungen zur Asphaltmafia gehabt haben. Luftlinie w\u00e4ren es nur gut 200m gewesen. Man f\u00e4hrt also zwischen Z\u00e4unen ein langes U aus. Mitten im Niemandsland treffe ich dann mal wieder einen Radreisenden. Diesmal ein S\u00fcdkoreanischer Radler, der gerade auf dem Weg nach Kasachstan ist. Ob der mangelnden Sprachkenntnisse f\u00e4llt die Konversation relativ knapp aus. Ich muss selbst ein wenig \u00fcber mich lachen, als ich laufend versuche, mit dem Koreaner Russisch zu reden, nachdem klar ist, dass er praktisch kein Englisch spricht.<br \/>\nSchon als ich die Abfertigungshalle auf der kasachischen Seite verlassen hatte, konnte man bereits sehen, dass auf chinesischer Seite viel mehr Betrieb ist. Hinter dem Grenzzaun ragen bereits die ersten Hochh\u00e4user empor, Baukr\u00e4ne deuten auf eine optimistische Zukunft hin. Der Kontrast k\u00f6nnte gr\u00f6\u00dfer nicht sein. Man verl\u00e4sst Kasachstan auf einer mit Schlagl\u00f6chern \u00fcbers\u00e4ten Stra\u00dfe, der Schlagbaum ist nur notd\u00fcrftig mit einer rostigen Kette fixiert und das Wachpersonal sitzt in Holzverschl\u00e4gen. Von Infrastruktur vor der Grenze ist keine Rede&#8230; Und was erwartet einem auf chinesischer Seite? Moderne Architektur, gepflegte Geb\u00e4ude, die Abfertigungshalle gleicht einer Ankunftshalle eines internationalen Flughafens. Der Boden gl\u00e4nzt, es gibt eine \u00fcbersichtliche Beschilderung, der Beamtin hinter der Passkontrolle kann man sogar mittels Knopfdruck eine Bewertung f\u00fcr ihre Arbeit geben. Ich kann es kaum fassen. Nur ein paar hundert Meter trennen diese beiden Orte und die Unterschiede sind derma\u00dfen gro\u00df&#8230;<br \/>\nEurop\u00e4er reisen hier offenbar nicht allzuoft ein. Obwohl mein Passbild nur ein halbes Jahr alt ist, wandert der Pass durch viele H\u00e4nde, bevor man sich auch wirklich sicher ist, dass ich die Person bin, die auf dem Passbild abgebildet ist. Ich habe ja schon diverse Schauerm\u00e4rchen \u00fcber die Einreise nach China geh\u00f6rt, bei mir ging diesmal alles reibungslos. Mein Gep\u00e4ck wurde kurz durch den Scanner geschickt, die Packtasche mit dem Werkzeug und den Ersatzteilen n\u00e4her inspiziert, aber das war es dann auch schon. Mit dem Stempel im Pass ging es dann hinaus auf Chinesischen Boden.<br \/>\nEmsiges Treiben herrschte auf der &#8220;anderen Seite&#8221;. Elektroroller und Elektroautos surrten durch die Gegend, H\u00e4ndler am Stra\u00dfenrand versuchten mich in ein Verkaufsgespr\u00e4ch zu verwickeln, die Stra\u00dfe war pl\u00f6tzlich vierspurig und alles wirkte so gepflegt. Ich f\u00fchlte mich gleich mal ein wenig \u00fcberfordert. Bisher glichen sich meist beide Seiten der Grenze zumindest einigerma\u00dfen. Jetzt f\u00fchle ich fast ein wenig einen Kulturschock. Alles ist anders. Die Uhr wird zwei Stunden nach vorne gestellt, man kann nichts mehr lesen und von verstehen ist gar keine Rede mehr.<br \/>\nErst einmal Geld besorgen und dann was essen. Beim Essen kommen einem meist die besten Gedanken&#8230; Die \u00fcberraschend neue Situation \u00fcberforderte mich sp\u00fcrbar. Ich \u00fcberlegte kurz, ob ich mich gleich wieder aufs Rad schwingen soll, entschied mich dann aber f\u00fcr einen halben Ruhetag. Die letzten Tage in der Hitze hatten mir ziemlich zugesetzt und f\u00fcr die kommende Woche steht wieder einiges auf dem Programm. Ausserdem musste ich mich erst ein wenig mit der neuen Umgebung vertraut machen. Das was ich an meiner bisherigen Reise so faszinierend fand war, dass man stets einen gleitenden \u00dcbergang zwischen den Kulturen, den Standards und der Umgebung erlebt und jetzt DAS. Von einem Schlag auf den anderen in einer v\u00f6llig fremden Welt.<br \/>\nErst einmal verkrieche ich mich im Hotel, wasche W\u00e4sche und \u00e4rgere mich \u00fcber das qu\u00e4lend langsame Internet. Der Hunger und die Neugierde treiben mich dann aber am Abend doch noch aus der Lobby. Nach l\u00e4ngerer Suche finde ich dann schlussendlich das, wonach ich gesucht habe. Chinesisches Essen&#8230; auf einmal gibt es wieder eine gro\u00dfe Auswahl und vor allem wieder verschieden Geschm\u00e4cker. Ein Schluck chinesisches Bier dazu und so langsam schlie\u00dfe ich wieder Frieden mit der neuen Situation. Ich lasse mich durch die belebte Stra\u00dfe treiben. Es ist schon 22 Uhr Ortstzeit, doch noch haben alle Gesch\u00e4fte ge\u00f6ffnet, es ist ja auch noch taghell. In Kasachstan ist es erst 20 Uhr&#8230;<br \/>\nEs geht vorbei an vollgestopften Ramschl\u00e4den, Handyl\u00e4den und Spielh\u00f6llen in denen kettenrauchende M\u00e4nner stoisch auf ein paar Kn\u00f6pfe dr\u00fccken und gemeinsam am Tisch sitzend versuchen einen Riesenwurm zu erschie\u00dfen.<br \/>\nJaja, ich bin in China. Mir wird schnell klar, dass dies ein wenig Eingew\u00f6hnungszeit bedarf. \u00dcber viele Wochen habe ich mir nun ein paar Sprachkenntnisse angeeignet und nun wird wieder alles \u00fcber den Haufen geworfen. Ein wenig bereue ich , dass ich kein W\u00f6rterbuch mitgenommen habe, aber vielleicht ist das ja auch ganz gut so.<\/p>\n<h2>Tag 173 &#8211; 23.Juli<\/h2>\n<p>Khorgas &#8211; Sayram Hu See: 93km; 5:52h im Sattel; 26 &#8211; 31 Grad, bedeckt<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>Morgens um neun Uhr Ortszeit war noch nicht viel los in den Stra\u00dfen von Khorgas. Es scheint, dass sich das t\u00e4gliche Leben wirklich mehr an der gef\u00fchlten Zeit orientiert. Ich hatte nichts gegen einen fr\u00fchen Start, lag doch eine Strecke mit vielen H\u00f6henmetern vor mir. Vorerst ging es aber noch durch flaches Land. Im Gegensatz zu Kasachstan wird hier \u00fcberall Landwirtschaft betrieben. Unmittelbar neben der Stra\u00dfe beginnen die Felder auf denen prim\u00e4r Wein und Mais angebaut wird. Dass die Stra\u00dfen ein wenig besser werden w\u00fcrden, als in Kasachstan, damit hatte ich ja schon gerechnet, dass es aber praktisch nur noch Autobahnartig dahingeht, das hatte ich mir nicht tr\u00e4umen lassen. Man kommt herrlich leicht voran, einziger Nachteil, die Stra\u00dfe ist durch einen durchgehenden Zaun abgetrennt. Das bedeutet, einmal auf der Stra\u00dfe, immer auf der Stra\u00dfe. M\u00f6glichkeiten, sich mal ins Geb\u00fcsch zu verziehen gibt es keine. Zum Gl\u00fcck kam aber nach gut 50km eine Tankstelle an der ich mich reichlich mit S\u00e4ften eindeckte und dann in einer windgesch\u00fctzten Ecke mein Mittagessen zubereitete. Ach ja, es gab wieder mal Gegenwind&#8230;<br \/>\nDirekt nachdem ich die Tankstelle verlassen hatte, begann der Aufstieg. die Landschaft \u00e4nderte sich schlagartig. Auf einmal kommt man sich vor, wie auf der Autobahn von \u00d6sterreich nach Italien. Eine mehrspurige Stra\u00dfe ist in ein tief eingeschnittenes Flusstal eingeschrieben und schl\u00e4ngelt sich gem\u00fctlich empor. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten Mal eine Passstra\u00dfe befahren habe, deren Steigung selten \u00fcber 4% ging. Nach all den knackigen Anstiegen in den zur\u00fcckliegenden Wochen mal wieder eine Wohltat.<br \/>\nZum Pausieren l\u00e4d eine derartige Stra\u00dfe aber leider nicht ein. Man befindet sich st\u00e4ndig mitten im Aktionskreis der LKWs, Busse und PKWs. Einfach mal das Rad zur Seite stellen und sich hinsetzen, da w\u00e4re eine kleine Parkbucht hilfreich, sowas gibts allerdings nicht. Am Stra\u00dfenrand sieht man immer wieder eine Mischung aus Zelt und H\u00fctte, hier wohnen offenbar Leute und verkaufen nebenbei Kleinigkeiten wie z.B. Honig.<br \/>\nMir fehlen noch knapp 400 H\u00f6henmeter bis zum &#8220;Gipfel&#8221;, als mir ungelogen der Mund offen stehenbleibt. Hinter einer Kurve taucht pl\u00f6tzlich eine gigantische Br\u00fccke weit \u00fcber der Stra\u00dfe auf. Ich kann es gar nicht fassen, aber jetzt macht auch die kreisf\u00f6rmig verlaufende Stra\u00dfe auf der offline Karte pl\u00f6tzlich Sinn. So etwas ist mir ja noch nie untergekommen. Die Stra\u00dfe schraubt sich um die eigene Achse empor. Staunend unterfahre ich das gewaltige Bauwerk, tauch kurz darauf in einen langgezogenen Tunnel ein und befinde mich anschlie\u00dfend bereits auf dem aufgest\u00e4nderten Teil der Passstra\u00dfe. \u00dcber die Sinnhaftigkeit einer derartigen Konstruktion l\u00e4sst sich streiten, aber daf\u00fcr schraubt man sich mit minimalster Steigung in Richtung See empor. Es sind noch zwei Tunnels zu durchfahren, dann liegt der Sayram Hu See links neben mir. Kurz muss ich an den Song K\u00f6l See in Kirgistan denken, der liegt \u00e4hnlich eingebettet, nur eben viel gr\u00f6\u00dfer und weitaus h\u00f6her. Und ja, der gr\u00f6\u00dfte Unterschied ist, dass dort keine Autobahn am See vorbeif\u00fchrt. Ich muss ein wenig suchen, bis ich eine Unterf\u00fchrung finde, um unter der Stra\u00dfe hindurchzukommen, da der See auf der gegen\u00fcberliegenden Seite liegt. Erst einmal g\u00f6nne ich mir was zu essen. 1300 H\u00f6henmeter ohne nennenswerten Zwischenstop, da hab ich mir jetzt eine ausgedehnte Pause verdient.<br \/>\nEin gro\u00dfer Parkplatz befindet sich am Seeufer und viele Chinesen bleiben hier stehen, um kurz ins Wasser zu gehen, oder um sich mit Kamelen oder Pferden fotografieren zu lassen. Mir wird der Trubel langsam zu viel und ich verabschiede mich wieder in Richtung Hauptstra\u00dfe. Einige Kilometer weiter finde ich dann eine andere Unterf\u00fchrung, die den oberhalb des Sees wohnenden Nomaden als Zubringer zum See dient. Hier schl\u00fcpfe ich kurz durch und stelle in Ruhe mein Zelt am Ufer auf. Das Rauschen der Wellen \u00fcbert\u00f6nt die Ger\u00e4usche der vorbeifahrenden Autos. Mal wieder ein Zeltplatz mit Ausblick&#8230;<br \/>\nNat\u00fcrlich bleibt man nicht lange alleine, vor allem dann, wenn man das Zelt direkt neben der Wasserquelle f\u00fcr die oberhalb liegende Jurtensiedlung aufstellt. Auffallend ist aber, dass die Leute hier weit zur\u00fcckhaltender, wenn nicht sogar scheu sind. Einzig die Kinder fragen gleich ungeniert drauf los und k\u00f6nnen es gar nicht fassen, dass ich sie nicht verstehe. Bei den Erwachsenen ist mir zuvor schon aufgefallen, dass nicht unbedingt viel gefragt wird, daf\u00fcr wird einfach alles in die Hand genommen und ausprobiert. Interesse an einer Konversation besteht aber kein gro\u00dfes. So richtig chinesisch wird hier aber offenbar eh nicht gesprochen. Ich schnappe immer wieder ein paar Worte auf, die mir aus dem t\u00fcrkischen, oder dem persischen noch bekannt sind. Auch ein paar W\u00f6rter kasachisch kann ich erkennen. Es scheint, als ob man sich hier noch in einer ziemlichen \u00dcbergangszone befindet. Es bleibt spannend!<br \/>\nAbends braut sich dann noch ein Gewitter \u00fcber dem See zusammen, zieht aber dann nach Osten ab und verschont mich vollst\u00e4ndig. Wenn ich meine Karte richtig deute, dann war es das jetzt mit der Kletterei f\u00fcr einige Zeit. Morgen gehts wieder ordentlich bergab und dann bleibt es flach. In Turpan &#8211; das liegt noch etwa 10 Tage entfernt &#8211; n\u00e4here ich mich Meeresniveau. Kaum zu glauben, dass man in der Mitte von China auf mehr oder weniger 0m Seeh\u00f6he trifft. Ich bete jetzt schon f\u00fcr eine K\u00e4lteperiode, wenn ich dann dort bin. Hier auf 2000m ist es momentan ja noch sehr angenehm, das wird sich bald aber wieder \u00e4ndern.<br \/>\nWoran ich mich wirklich noch gew\u00f6hnen muss ist, dass die Sonne jetzt erst um 22 Uhr untergeht. Um einen Sternenhimmel sehen zu k\u00f6nnen muss ich jetzt also wirklich lange wachbleiben&#8230;<\/p>\n<h2>Tag 174 &#8211; 24.Juli<\/h2>\n<p>Sayram Hu See &#8211; ca. 100km vor Kuytun: 220km; 7:39h im Sattel; 14 &#8211; 32 Grad, wechselhaft \/ Nieselregen<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>\u00dcber Nacht war die Temperatur mal wieder sp\u00fcrbar gefallen. Der immer wieder auffrischende Wind und vereinzelte Regenschauer hatten sicher ihren Teil dazu beigetragen. Fr\u00fch Morgens blies der Wind immer noch kr\u00e4ftig \u00fcber den See, doch f\u00fcr mich stand die Windrichtung gut. Es sollte eine rasante Abfahrt werden. Auf der Stra\u00dfe war relativ wenig Verkehr. Von 2100m ging es in einem Satz hinunter auf 800m. Der Wind heizte ordentlich ein, nur bei Querpassagen, wenn der Wind von der Seite kam, wurde mir ein wenig mulmig und ich drosselte die Geschwindigkeit ein wenig. Nach zwei Stunden Fahrt zeigte der Kilometerstand exakt 80km an, ein guter Zeitpunkt, an einer der viel zu selten auftauchenden Tankstellen den Getr\u00e4nkevorrat aufzustocken. Es scheint, als ob ich auf der Hauptstra\u00dfe mich prim\u00e4r auf die Tankstellen verlassen muss, weil ansonsten auf der Strecke wirklich nichts zu finden ist. Dort gibt es aber stets Wasser und ein paar Softdrinks.<br \/>\nNach ein paar Kilometern tauchten in der Ferne auf der Gegenfahrbahn zwei Reiseradler. Toby und Kate aus Neuseeland radeln von Hongkong aus nach Irland und wollen von dort dann wieder zur\u00fcck nach Neuseeland. In Urumqi waren sie auf Jona und Franzi gesto\u00dfen und hatten ein paar Tage im selben Hostel verbracht. Bis zum See steht den beiden noch ein ziemlich langer Anstieg und vor allem kr\u00e4ftiger Gegenwind bevor. Aber gut, manchmal muss man auch ein wenig egoistisch sein. F\u00fcr mich war der Wind perfekt. Die Temperaturen lagen in einem sehr angenehmen Bereich und der Stra\u00dfenbelag war spitze. Nur die Umgebung hatte nicht viel zu bieten. links und recht der Stra\u00dfe entweder Felder, oder &#8211; was meistens der Fall war &#8211; einfach gar nichts.<br \/>\nAm fr\u00fchen Nachmittag tauchte wie aus dem Nichts dann pl\u00f6tzlich eine Stadt auf. Ich hatte damit nicht gerechnet, weil auf meiner Karte nichts verzeichnet war. Wie man es aus Chinas neuen St\u00e4dten gewohnt ist, reihen sich die Wohnschachteln aneinander. Zehngeschosser, immer dasselbe Modell vielfach kopiert und mit etwas Abstand zueinander platziert. Wieviel der Wohnblocks wirklich bewohnt sind, l\u00e4sst sich schwer sagen, aber es hat den Anschein, als ob nur ein Bruchteil der Wohnungen wirklich verwendet wird. Eine Stadt aus dem Nichts&#8230; kommt gerade im rechten Moment. Der Hunger meldet sich schon langsam an und ich bin froh, direkt neben der Stra\u00dfe ein kleines Lokal zu finden. Selbstreden ist das Speisenangebot nur in chinesisch angeschrieben, doch das, was am Nachbartisch steht sieht bereits sehr lecker aus und somit wird einfach das bestellt. Ich denke mal, so wirklich gro\u00df danebenliegen kann man eh nicht, aber heute war es wirklich lecker.<br \/>\nIch lag super in der Zeit und es schien ein kilometerreicher Tag werden zu k\u00f6nnen. Der Wind lie\u00df zwar langsam nach, blies aber immer noch von einer guten Richtung. Leider l\u00e4sst sich wirklich nicht viel von der Landschaft berichten. Nicht einmal Tiere sieht man neben der Stra\u00dfe. Hm, wenn das so weitergeht, wird es ein wenig \u00f6de werden&#8230;<br \/>\nDie Abst\u00e4nde zwischen den Tankstellen liegen so zwischen 60 und 90 Kilometer, gerade noch recht um sich gut ausstatten zu k\u00f6nnen. Die 200km Marke wurde gerade geknackt, da meldet sich der Sitzmuskel zu Wort und so langsam versuche ich einen geeigneten Platz f\u00fcr das Nachtlager zu finden. Ideal w\u00e4re aber noch eine Tankstelle davor&#8230; Und wie es der Zufall so will taucht dann wirklich noch eine auf. Alle Wasserflaschen und der Wassersack f\u00fcr die abendliche Dusche werden aufgef\u00fcllt. Lange h\u00e4lt es mich jetzt aber wirklich nicht mehr auf dem Rad. Ich habe schon einen potentiellen Platz neben der Stra\u00dfe ins Auge gefasst, da begegnet mir noch auf der Gegenfahrbahn eine Soloradlerin aus Taiwan. Von HongKong startend ist Liao Chai Ro auf dem Weg nach Portugal. Entgegen allen bisher getroffenen Radlern f\u00fchrt ihre Route aber von Kasachstan aus \u00fcber Russland und die baltischen L\u00e4nder in den S\u00fcden.<br \/>\nDie Stra\u00dfe ist eigentlich stets mit einer durchgehenden Leitplanke und einem dahinterliegenden Stacheldrahtzaun abgetrennt. Hie und da gibt es aber Durchl\u00e4sse f\u00fcr Schmelz- \/ Regenwasser. Hier hat man meist die Chance, die Stra\u00dfe verlassen zu k\u00f6nnen. Ich h\u00e4tte mir nie ertr\u00e4umt, dass ich dann noch so einen idyllischen Platz finden werde. Man muss sich einfach nur den Verkehrsl\u00e4rm im Hintergrund wegdenken, dann ist es wirklich traumhaft. Ich blicke auf die wei\u00dfen H\u00fcgel des 5500m hohen Belukenu Shan Gebirges und genie\u00dfe die tief stehende Sonne. Das Zelt steht blickgesch\u00fctzt zwischen ein paar B\u00fcschen und so wie es aussieht ist heute auch nicht mehr mit Besuch zu rechnen. F\u00fcr heute bin ich recht zufrieden. 220 Kilometer mit einem Schnitt von \u00fcber 28 km\/h, das kann sich durchaus sehen lassen. Bin gespannt, ob sich so etwas noch einmal wiederholen l\u00e4sst. Vorerst ist dies zumindest meine l\u00e4ngste und zeitgleich auch meine schnellste Tagesetappe.<\/p>\n<h2>Tag 175 &#8211; 25.Juli<\/h2>\n<p>100km vor Kuytun &#8211; kurz hinter Anjihai: 158km; 7:30h im Sattel; 27 &#8211; 36 Grad, Sonne<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>Ein bisschen gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig ist der intensive Verkehrsl\u00e4rm beim Campen noch. Vor allem die LKWs fahren die ganze Nacht durch und immer wieder wacht man auf und hat den Eindruck, die LKWs fahren das Zelt nieder. Aber gut, viel bessere M\u00f6glichkeiten zum Zelten findet man hier nicht.<br \/>\nWie zu erwarten war, hatte der Wind \u00fcber Nacht gedreht. Das hie\u00df, ein Tag harter Arbeit stand bevor. Zum Gl\u00fcck hatte der Wind aber auch an Intensit\u00e4t nachgelassen. Nach und nach verschwanden die Ausl\u00e4ufer des Belukenu Shan Gebirges aus dem Sichtfeld und dann war mal wieder absolut nichts geboten. Manchmal machte die Stra\u00dfe einen leichten Bogen, aber das war schon das aufregendste, was die Strecke heute zu bieten hatte. Es ging eigentlich nur noch darum, eine gute Balance zu finden, zwischen gegen den Wind ank\u00e4mpfen und so viel Kraft als m\u00f6glich sparen, um m\u00f6glichst lange am Rad bleiben zu k\u00f6nnen.<br \/>\nZiemlich schnell ist der Kopf absolut leergefegt. Man strampelt in einem meditativen Rhythmus vor sich hin und ertappt sich immer wieder, dass man von den zur\u00fcckliegenden hundert Metern keinerlei Erinnerung mehr hat. Die Warntafeln am Stra\u00dfenrand gegen M\u00fcdigkeit am Steuer muss ich mir wohl auch zu Herzen nehmen. Bei einer derart ereignislosen Umgebung ist die Gefahr des Sekundenschlafes durchaus gegeben.<br \/>\nIch hangele mich von Raststation zu Raststation, g\u00f6nne mir meist einen ausgedehnten Aufenthalt und beobachte die Autofahrer wie sie ihre m\u00fcden Glieder strecken und versuchen die Muskeln zu lockern. Schon eine eigenartige Situation. Nach einigen hundert Kilometern im Auto f\u00fchlt man sich vermutlich ebenso ger\u00e4dert, wie nach 30 oder 40 auf dem Rad. Ein wenig schmunzeln muss ich immer, wenn man ganz offensichtlich sieht, dass ich mit meinem Rad ziemliche Aufmerksamkeit erwecke, sich aber niemand traut, mich anzusprechen. Gr\u00f6\u00dfer k\u00f6nnte der Kontrast zu den zur\u00fcckliegenden L\u00e4ndern kaum sein.<br \/>\nMittags lasse ich mich wieder k\u00f6stlich bekochen. Das Essen hier ist wirklich traumhaft. Ich muss zwar ein wenig Einsatz daf\u00fcr geben, aber schlussendlich bekomme ich dann doch, was ich will. Es ist mir jetzt schon ein paar mal passiert, dass das Personal in einem Lokal kehrt macht, wenn klar ist, dass ich kein Chinesisch spreche.<br \/>\nImmer wieder treffe ich aber auch auf Leute, die mit mir munter drauf losreden. Ich muss sagen, ich verstehe wirklich kein einziges Wort, erfasse nicht einmal den groben Sinn ihrer Konversationsans\u00e4tze und antworte meist irgendwas auf Deutsch. Das geht dann eine Zeit lang so dahin und dann trennt man sich wieder.<br \/>\nDas Verkehrsaufkommen wird nun deutlich st\u00e4rker, was den Fahrspa\u00df auf dem Seitenstreifen der Autobahn nicht unbedingt erh\u00f6ht. Offenbar sp\u00fcrt man jetzt schon das Einzugsgebiet von Urumqi.<br \/>\nDer Wind, mein st\u00e4ndiger Begleiter forderte mich immer wieder aufs Neue, aber zum Gl\u00fcck wurde es kein ernsthaftes Kr\u00e4ftemessen. Als Tagesziel hatte ich mir die 150km Marke gesetzt, doch dann kam mir noch ein landwirtschaftlich intensiv genutztes Gebiet dazwischen. Stundenlang war nichts als \u00d6dnis neben der Stra\u00dfe und genau dann, wenn ich mein Zelt aufschlagen will, kommen die Felder. Nun gut, dann gehts halt noch ein wenig weiter. Knapp 5km hinter Anjihai nutze ich dann die erste gro\u00dfe Br\u00fccke \u00fcber einem breiten Flussbett, um von der Stra\u00dfe zu kommen. Als Alternativplan hatte ich schon im Kopf, unter der Br\u00fccke das Nachtlager aufzuschlagen, aber das war zumindest heute noch nicht notwendig. Ein paar hundert Meter weiter gab es eine kleine Buschgruppe, wo ich mich hervorragend eingliedern konnte.<br \/>\nAbends gabs dann noch Besuch von 250 Schafen und dem dazugeh\u00f6rigen Hirten. Ein wenig irritierend ist f\u00fcr mich immer noch, dass man sich hier nun nicht mehr zur Begr\u00fc\u00dfung die Hand gibt, aber daran muss ich mich nun wohl gew\u00f6hnen. Zum Gl\u00fcck habe ich mein Bilderw\u00f6rterbuch zur Hand und so kann ich dem Hirten zumindest ein paar Dinge erkl\u00e4ren. Er zeigt mir daf\u00fcr im Gegenzug ein paar verschwommene Handyotos seiner zwei Kinder und von seinen Pferden zu Hause. Die Frau war auf keinem der Bilder zu sehen. Scheint nicht so bedeutsam zu sein&#8230; Gro\u00dfes Interesse erzeugt auch hier mein Reisepass. Am meisten interessiert ihn das Iranische Visum, weil das in arabisch geschrieben ist. Gerade hier in der Provinz Xiniang wird noch viel arabisch geschrieben, die Verkehrszeichen sind zum Beispiel auch nur in chinesisch und arabisch angeschrieben, was die ganze Sache f\u00fcr mich nicht unbedingt einfacher macht.<br \/>\nFaszinierend, mit welcher Leichtigkeit die 250 Schafe zu kontrollieren sind. Der Hirtenhund kann jedes Signal perfekt deuten und erledigt die ganze Arbeit. Nur ein paar Pfeifsignale und ein paar Worte zum Hund und schon sind alle Schafe wieder dort, wo sie sein sollen. Ein perfekt eingespieltes Team die Zwei.<br \/>\nWirklich schade, dass ich mich nicht besser verst\u00e4ndigen kann, aber es ist ja erst der dritte Tag in China.<\/p>\n<p>Tag 176 &#8211; 26.Juli<\/p>\n<p>Kurz hinter Anjihai &#8211; Urumqi: 210km; 8:40h im Sattel; 27 &#8211; 39 Grad, Sonne<br \/>\nJugendherberge<\/p>\n<p>Eine weiterer Nacht neben der Autobahn. Gerade wenn man zur\u00fcckdenkt an die wirklich traumhaften Zeltpl\u00e4tze in Kirgistan, oder auch in Kasachstan, ist es schon eine gro\u00dfe Umgew\u00f6hnung, jetzt mit all dem Trubel umzugehen. Mir kam daher der Gedanke, noch einen kr\u00e4ftigen Radeltag einzulegen und die Strecke bis Urumqi entgegen der anf\u00e4nglichen Planung nun doch in einem Tag zur\u00fcckzulegen. Es stand ein hartes St\u00fcck Arbeit bevor. Zum Gl\u00fcck klappte der fr\u00fche Start und der Wind meinte es heute auch einigerma\u00dfen gut mit mir. Zumindest herrschte Windstille. Aufkommender Gegenwind, oder ein technischer Defekt waren eigentlich die einzigen Faktoren, die das Tagesziel f\u00fcr heute in Gefahr bringen konnten. Die Abst\u00e4nde der Rastst\u00e4tten kannte ich schon, da auf den Schildern immer die drei N\u00e4chsten angeschrieben sind. Alle 60km also die M\u00f6glichkeit, sich mit kalten Getr\u00e4nken und etwas Essen zu versorgen. \u00dcber Nacht hatte ich mich gut ausgeruht und f\u00fchlte mich fit genug f\u00fcr die bevorstehende Etappe.<br \/>\nDie ersten 100km passierte nicht sonderlich viel. Manchmal tauchte wie aus dem Nichts eine Industrieanlage auf und dann war wieder trostlose Leere f\u00fcr zig Kilometer. Wenn mal Fl\u00fcsse, oder Wasserkan\u00e4le neben, oder unterhalb der Autobahn flie\u00dfen, sind diese meist dunkelbraun, oder grau. Die Zeiten der kristallklaren B\u00e4che sind nun definitiv vorbei.<br \/>\nDie Autobahn verf\u00fcgt \u00fcber einen durchgehenden Seitenstreifen, der das Fahren neben dem Schwerlastverkehr recht ertr\u00e4glich macht, allerdings muss man wirklich sehr vorsichtig sein, da ordentlich viel Unrat auf dem Seitenstreifen liegt. Besonderen Respekt hatte ich immer vor den Resten der LKW Reifen und trotzdem, irgendwann war es soweit und ich landete einen Volltreffer. Gleich drei L\u00f6cher auf einen Streich. Die Drahtarmierung der LKW Reifen ist kaum zu erkennen, aber extrem stabil und bohrt sich spielend leicht durch die sonst so robusten Reifen. Nun gut, ich hoffe mal, dass es damit nun genug ist. Drei auf einen Streich, da zahlt sich zumindest das Ausbauen des Reifens aus und andererseits war ich jetzt wirklich lange pannenfrei unterwegs.<br \/>\nIch kenne nun jede einzelne Raststation zwischen Khorgas und Urumqui. Die Ausstattung und der Service steigern sich definitiv, je n\u00e4her man an Urumqi herankommt. Das Essen hat mich auch heute wieder ziemlich \u00fcberzeugt. Es scheint, man kann wirklich alles bestellen und liegt nie daneben. Die Chefin des Lokal erkannte offenbar, dass ich einen ziemlichen Energieverbrauch habe, weil sie mir ungefragt gleich Nachschub von den leckeren Nudeln an den Tisch brachte. Ich muss schon einen ziemlich ausgehungerten Eindruck gemacht haben.<br \/>\nDas Sch\u00f6ne an den Raststationen ist ja, dass man so wunderbar die Leute beobachten kann. Seit ich in China eingereist bin ist mir schon aufgefallen, dass Mann recht ungeniert den Bauch raush\u00e4ngen l\u00e4sst. Offenbar ist dies das ad\u00e4quate Mittel gegen die Hitze. Das T-shirt, oder das Hemd wird einfach \u00fcber den Bauch hochgezogen und dann l\u00e4uft man eben bauchfrei rum, da gibts auch keine Unterschiede, ob einfacher Arbeiter, Jugendlicher, LKW Fahrer, oder Business Man.<br \/>\nMeine Radelklamotten stehen praktisch auch schon selbstst\u00e4ndig. Die Salzkruste wird dicker und dicker. Es wird Zeit, dass mal wieder eine Waschmaschine auftaucht, Handw\u00e4sche bringt den Dreck, den man so unter Tags auf der Stra\u00dfe ansammelt gar nicht mehr weg.<br \/>\nDie letzte Raststation 20km vor der Stadt. Noch einmal kalte Getr\u00e4nke und dann gehts in die Schlussetappe. Ein herrliches Gef\u00fchl, endlich in Urumqi einzufahren. Tagelang nichts als \u00d6dnis gesehen und jetzt eine chinesische Stadt, wie man sie sich vorstellt. Zweist\u00f6ckig zieht sich die Hauptstra\u00dfe durch die Stadt, Hochh\u00e4user wohin man schaut und \u00fcberall wird fleissig gehupt. Endlich kommt das Gef\u00fchl auf, in China angekommen zu sein.<br \/>\nFast auf die Minute exakt wie ich es mir vorgenommen hatte, stehe ich um 20 Uhr vor der einzigen Jugendherberge in Urumqi. Es ist geschafft! Zum zweiten Mal eine 200+ Etappe und das ganz ohne R\u00fcckenwind&#8230; Nur vier Fahrtage von Khorgos bis Urumqui, da bin ich selbst ein wenig erstaunt. So wie es scheint bin ich im Moment ganz gut in Form. Nun ist es aber auch an der Zeit, dass ich einen Ruhetag einlege. Vor mir liegt der wohl hei\u00dfeste Teil der China-Etappe, mal wieder W\u00fcste&#8230;<br \/>\nAber dar\u00fcber muss ich mir jetzt noch keine Gedanken machen. Erst mal F\u00fc\u00dfe hochlegen und einen Tag nicht ans Radeln denken!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werte Lesergemeinde: Aufgrund des sehr sehr sehr langsamen Internets in China muss ich leider auf die Einbindung der Karten verzichten. Bei gegebener Gelegenheit werden die Karten wieder aktualisiert. Tag 172 &#8211; 22.Juli Khorgas (Kasachstan) &#8211; Khorgas (China): 18km; 1:08h im Sattel; 27 &#8211; 34 Grad, Sonne Hotel Nun ist es also soweit. Ich verlasse Kasachstan&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[18],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1694"}],"collection":[{"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1694"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1718,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1694\/revisions\/1718"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}