{"id":1745,"date":"2014-08-06T04:59:10","date_gmt":"2014-08-06T03:59:10","guid":{"rendered":"http:\/\/abicyclediary.com\/?p=1745"},"modified":"2015-01-16T18:28:41","modified_gmt":"2015-01-16T16:28:41","slug":"tag-181-186-es-geht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abicyclediary.com\/?p=1745","title":{"rendered":"Tag 181 &#8211; 186: Ein Wiederherstellungsversuch!"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich nun in Jiayuguan einen totalen Datenverlust erleiden musste, versuche ich mit Hilfe meiner handschriftlichen Tagebucheintr\u00e4ge den Blogeintrag wieder herzustellen. Dies ersetzt nicht unbedingt die Gedanken, die ich allabendlich im Zelt eintippe, aber kommt dem Ganzen doch relativ nahe.<\/p>\n<h2>Tag 181 &#8211; 31.Juli<\/h2>\n<p>Hami &#8211; ca. 70km vor Provinzgrenze: 133km; 6:31h im Sattel; 28 &#8211; 37 Grad, Sonne<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>F\u00fcr Heike hie\u00df es heute Fr\u00fch wieder aufbrechen in Richtung Dunhuang wo ihr Fahrrad auf sie wartete. Ich konnte dagegen recht gem\u00fctlich in den Tag starten. Das Treffen mit Heike hatte mich wirklich sehr \u00fcberrascht, aber es war extrem angenehm, einmal wieder so richtig ausgiebig \u00fcber die Erfahrungen und Wahrnehmungen auf der Reise zu reden. Hier zeigte sich einmal wieder, wie unterschiedlich doch die Wahrnehmungen sein k\u00f6nnen. Man bereist ann\u00e4hernd zur selben Zeit dieselben L\u00e4nder auf sehr \u00e4hnlichen Routen und nimmt doch Land und Leute total unterschiedlich war. Vor allem in den muslimisch gepr\u00e4gten L\u00e4ndern unterscheidet sich die Wahrnehmung zwischen m\u00e4nnlichen und weiblichen Reisenden gravierend. Bereits als ich durch die T\u00fcrkei, oder auch den Iran gereist bin, hatte ich immer wieder dar\u00fcber nachgedacht, wie es wohl f\u00fcr Frauen auf dem Rad sein w\u00fcrde. Wenn ich mir die Schilderungen von Heike so anh\u00f6re, dann bestimmt das religi\u00f6se Diktat st\u00e4rker als gedacht die Wahrnehmung. F\u00fcr sie war zum Beispiel die T\u00fcrkei eines der anstrengendsten L\u00e4nder, die sie bereist hatte, f\u00fcr mich wiederum war die T\u00fcrkei ein \u00fcberaus angenehmes und sehr freundliches Land gewesen. Oft bestimmen ja auch nur Kleinigkeiten, das Wetter, die pers\u00f6nliche Verfassung, die Leute die man trifft, usw. wie man sich ein Bild von einem Land, oder einer Region schafft.<br \/>\nIch m\u00f6chte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass auch meine Schilderungen nur pers\u00f6nliche und sehr subjektive Eindr\u00fccke sind. Eine objektive Berichterstattung \u00fcber eine Reise ist meiner Meinung aber auch nicht wirklich m\u00f6glich. Auch wenn Heike und ich die einzelnen L\u00e4nder sehr unterschiedlich wahrgenommen hatten, so waren wir uns beide doch einig dar\u00fcber, wie einzigartig die Gelegenheit ist, auf dem Rad solch eine Reise antreten zu k\u00f6nnen.<br \/>\nF\u00fcr mich bestand heute Morgen kein Grund zur Eile. Im \u00f6rtlichen Supermarkt musste ich noch die Lebensmittelvorr\u00e4te aufstocken und auf ein ordentliches Fr\u00fchst\u00fcck freute ich mich auch schon die ganze Zeit. Zu meiner gro\u00dfen \u00dcberraschung fand ich dann in Hami den bisher am besten sortierten Supermarkt meiner gesamten Reise. Hier gab es wirklich Alles! Und so g\u00f6nnte ich mir den Luxus von frischen Teigtaschen und &#8211; man h\u00f6re und staune &#8211; einer Biskuitrollade. Hmmmmm, Biskuit&#8230;. Ich f\u00fchlte mich wie im Paradies. Frischer Orangensaft dazu und der Start in den Tag war perfekt.<br \/>\nMit vollem Bauch ging es dann wieder in Richtung Autobahn. Bis zum fr\u00fchen Nachmittag kam ich recht gut voran. Zu meiner Linken sah man noch die wei\u00dfen Gipfel eines fast 5000m hohen Gebirgszuges, doch nachdem ich diesen hinter mir gelassen hatte, wurde es wieder flach und \u00f6de.<br \/>\nDie Dichte an Rastst\u00e4tte nimmt nun rapide ab und so musste ich bereits am fr\u00fchen Nachmittag s\u00e4mtliche Reserven auff\u00fcllen. Schwer bepackt ging es dann weiter. Leider frischte der Wind auf und blies mir direkt ins Gesicht. Es wurde ein z\u00e4her Nachmittag, doch ich versuchte mich so gut es ging, gegen den Wind zu stemmen. Es dauerte dann noch eine Weile, bis ich eine geeignete Autobahnunterf\u00fchrung gefunden hatte, war dann aber \u00fcbergl\u00fccklich, endlich den Staub und Schwei\u00df des Tages abzuduschen zu k\u00f6nnen und bereitete mein Nachtlager im Schutze der Packtaschen aus. Der Wind pfiff unvermindert weiter, doch hinter meinem Schutzwall lie\u00df es sich ganz gem\u00fctlich liegen.<br \/>\nEin Blick auf die Karte zeigt, dass ich morgen die Provinz Xinjiang verlassen werde. Bin schon gespannt, was mich danach erwarten wird. Xinjiang ist ja eine extrem gro\u00dfe Provinz, die aber &#8211; so wie ich am eigenen Leib erfahren durfte &#8211; aus ziemlich viel W\u00fcste besteht. Das Essen ist daf\u00fcr umso spannender. Ich hoffe mal, dass die Qualit\u00e4t des Essens in den kommenden Provinzen nicht abnimmt.<\/p>\n<h2>Tag 182 &#8211; 01.August<\/h2>\n<p>70km vor der Provinzgrenze Xinjiang \/ Gansu &#8211; 10km vor Linyuan: 156km; 7:34h im Sattel, 22 &#8211; 36 Grad, Sonne<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>In der Nacht hatte der Wind wieder abgenommen und ich freute mich schon auf einen gem\u00fctlichen Start in den Tag, aber gegen f\u00fcnf Uhr ging es wieder los. Starker Ostwind kam auf, f\u00fcr mich also purer Gegenwind. Ich legte mich noch ein Weilchen aufs Ohr und hoffte auf Besserung, doch die war nicht wirklich in Sicht. Beim Beladen des Rades musste ich mal wieder ziemlich vorsichtig sein, damit mir das Rad nicht davongeblasen wurde. Ich war froh, wenn ich \u00fcber l\u00e4ngere Strecken dem Tacho mal eine zweistellige Zahl entlocken konnte. Zumindest die ersten paar Stunden hie\u00df es ordentlich strampeln. Da kam mir dann ein chinesischer Radreisender auf der Gegenseite ganz recht. Er hatte einen Platten, jedoch keine Luftpumpe dabei. Seine drei Kollegen waren bereits weit vor ihm und so war er auf fremde Hilfe angewiesen. Zwei weitere Radreisende fuhren gru\u00dflos an uns vorbei. Ob es am starken R\u00fcckenwind liegt, oder ob es eher eine Einstellungssache ist, dass die meisten chinesischen Radler nicht stehenbleiben, das wei\u00df ich nicht. Zumindest wei\u00df ich jetzt, warum aktuell so viele Radler in Richtung Urumqi unterwegs sind. Es haben die zweimonatigen Sommerferien begonnen und bei vielen Studenten ist es recht beliebt, mit dem Rad China zu entdecken. Ich k\u00f6nnte mir aber ehrlich gesagt eine sch\u00f6nere Strecke vorstellen, als durch die W\u00fcste nach Urumqi zu radeln. Aber gut, das muss ja jeder selber wissen. F\u00fcr mich ist es nun einmal ein notwendiges \u00dcbel, um nach Osten zu gelangen.<br \/>\nDer Wind lie\u00df zum Gl\u00fcck nach ein paar Stunden etwas nach, doch daf\u00fcr ging es nun konstant bergauf. Ich musste hoch bis auf 1850m, dort befand sich die Provinzgrenze und gleichzeitig auch eine lange ersehnte Raststation.<br \/>\nAuf Wiedersehen Xinjiang, Hallo Gansu! Ab jetzt sind die Verkehrszeichen in Chinesisch und Englisch beschildert, was vieles ein wenig einfacher macht.<br \/>\nNeue Provinz, neue Landschaft, so k\u00f6nnte man es fast beschreiben. Anfangs wurde die Erde immer r\u00f6tlicher und dann tauchten pl\u00f6tzlich zartgr\u00fcne B\u00fcsche auf. Ich radle nun auf einer Art Hochebene und scheinbar gibt es hier relativ viel Wasser. Neben der Stra\u00dfe sieht man immer wieder kleinere Seen und ausgetrocknete, recht gro\u00dfe Flussbette. Den Verkehrszeichen nach zu urteilen gibt es hier im Winter auch viel Schnee und Eis, jetzt im Moment bei \u00fcber 30 Grad kaum vorzustellen. Auf jeden Fall war es eine Wohltat, mal wieder etwas &#8220;lebendiges&#8221; neben der Stra\u00dfe zu sehen.<br \/>\nImmer wieder f\u00e4hrt man an verungl\u00fcckten Melonenlastern vorbei. Das schmerzt richtig in der Seele, wenn man all die zerplatzten und verkohlten Melonen am Stra\u00dfenrand sieht. Aber die verungl\u00fcckten Melonen riechen zumindest nicht so unangenehm, was man von den toten Schweinen und Schafen am Stra\u00dfenrand nicht unbedingt behaupten kann. Was macht ein totes Schwein mitten in der W\u00fcste? Wenn einem ein Tiertransporter \u00fcberholt, dann kann man sich schon vorstellen, dass das eine oder andere Tier entweder gewollt, oder ungewollt von der obersten Etage entkommen ist. Die Tiere werden auf offenen LKWs in mehreren Etagen transportiert und oft ist die oberste Etage nicht separat abgedeckt. Gibt es Suizid bei Tieren? Ich wei\u00df es nicht, k\u00f6nnte es mir aber durchaus vorstellen. Vielleicht ist dies sogar noch der bessere Weg, dem Schweineleben ein Ende zu setzen, als in einem chinesischen Schlachthaus zu landen. Aber ja, den Sturz aus drei Metern H\u00f6he von einem fahrenden LKW, den \u00fcbersteht nun mal kein Schwein und kein Schaf&#8230;<br \/>\nZum ersten Mal wurde ich heute aber von einem LKW Fahrer zu einer Wassermelone eingeladen. Gerade wollte ich zu einer Tankstelle fahren, um Wasser aufzuf\u00fcllen, da winkte er mich zu seinem LKW und bot mir eine herrlich s\u00fc\u00dfe und saftige Melone an. TRAUMHAFT, mehr kann man dazu nicht sagen. Da hat es schon Vorteile, wenn man Melonen als Ladung transportiert. Immer dann, wenn einem danach ist, kann man vom LKW eine Melone schnappen und an Ort und Stelle verdr\u00fccken. Die meisten Fahrer machen von dieser Gelegenheit auch fleissig Gebrauch.<br \/>\nBis zum Rand angef\u00fcllt mit frischer Melone ging es dann wieder weiter. An den Wind beginnt man sich schon zu gew\u00f6hnen, aber trotzdem hoffe ich dass morgen wieder leichte Besserung in Sicht ist.<br \/>\nKurz bevor ich mir heute mal wieder eine Unterf\u00fchrung zum Schlafen suchen wollte, bohrte sich mal wieder einer dieser fiesen Armierungsdr\u00e4hte in mein Hinterrad. Bei Gegenwind Reifen flicken ist nicht unbedingt angenehm, aber das Ende des Tages war schon in Sicht und so nahm ich es recht gelassen.<\/p>\n<h2>Tag 183 &#8211; 02.August<\/h2>\n<p>10km vor Linyuan &#8211; 25km vor Bulongji: 112km; 7:13h im Sattel; 20 &#8211; 34 Grad, bedeckt<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>Jubl\u00e4um! Ein halbes Jahr ist um. Kaum zu glauben, ich bin jetzt schon sechs Monate unterwegs und jetzt schon \u00fcber 13.000km durch 14 verschiedene L\u00e4nder geradelt und kann mich immer noch jeden Tag von etwas Neuem \u00fcberraschen lassen. Auch wenn es manchmal nicht einfach ist, freue ich mich immer noch \u00fcber jeden Tag der kommt. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich gerade in letzter Zeit relativ viel \u00fcber den Heimweg nachdenke. Es scheint, als ob sich der Kopf nun so langsam schon wieder aufs Umkehren einstellt. Aber ich muss sagen, ich freue mich wirklich schon auf den Moment, in Wladiwostok dann die Richtung zu \u00e4ndern. Dass ich eigentlich nur nach Osten radle sieht man ganz gut an meiner Kleidung. Mein Trikot ist am R\u00fccken schon fast wei\u00df, an der Vorderseite aber noch fast fabrikfrisch. Jeden Tag die Sonne im R\u00fccken, das bleicht den besten Stoff irgendwann aus. Das bisher so abstrakte Reiseziel &#8211; Wladiwostok &#8211; r\u00fcckt nun langsam in greifbare N\u00e4he. In gut zwei Monaten werde ich russischen Boden betreten und dann gehts wieder zur\u00fcck in Richtung Heimat.<br \/>\nWenn ich so dar\u00fcber nachdenke bin ich immer noch froh, diese Reise angetreten zu haben. Ich sehe es als ganz besondere Gelegenheit Land und Leute auf eine Weise kennenzulernen, die mir bisher v\u00f6llig unbekannt war. Durch unterschiedlichste Gegenden zu radeln, mit den Leuten am Stra\u00dfenrand zu plaudern, Ger\u00fcche und Stimmungen aufzusaugen, oder das Wetter in sehr intensiver Art und Weise wahrzunehmen. Sonnentage, Regentage, Hitze, K\u00e4lte, Wind, Schnee, bei jeder Witterung auf dem Rad und immer Vorw\u00e4rts. Die Reisegeschwindigkeit gerade recht, um landschaftliche, oder auch kulturelle Ver\u00e4nderungen wahrzunehmen. In Regionen einzutauchen, die schwer zu erreichen sind, f\u00fcr viele Rucksacktouristen oft gar nicht erreichbar sind und sich von gewaltigen Naturimpressionen beeindrucken zu lassen. Auf Gleichgesinnte zu sto\u00dfen, dann aber auch wieder \u00fcber lange Strecken alleine unterwegs zu sein. All diese Faktoren machen das Radreisen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mit der Zeit entwickelt sich auch so etwas wie Alltag, allerdings unterscheidet sich der deutlich von dem Alltagsleben, dass man zuhause gewohnt war. Ich will jetzt kein Urteil abgeben, welche Art jetzt besser sei. F\u00fcr den Moment genie\u00dfe ich diese Art des Alltags sehr, freue mich aber gleichzeitig aber schon wieder darauf, in die gewohnte Umgebung zur\u00fcckzukommen, wieder mit alten Freunden Zeit zu verbringen und hin und wieder auch zu wissen, was mich erwartet. Auch wenn manche Tage vielleicht sehr kr\u00e4ftezehrend waren, so m\u00f6chte ich keinen einzigen Tag der Reise missen. Ich hoffe, dass sich das nicht gro\u00dfartig \u00e4ndern wird.<br \/>\nWas sich heute zumindest nicht gro\u00dfartig \u00e4nderte war die Tatsache, dass mir immer noch der Wind entgegenblies. Eigentlich lag vor mir eine fast 60km lange &#8220;Abfahrt&#8221;. Zumindest ging es konstant leicht bergab, allerdings musste ich \u00fcber lange Strecken im kleinen Gang ums Vorankommen k\u00e4mpfen. Entweder zur Entsch\u00e4digung, oder zur Belohnung &#8211; auf alle F\u00e4lle lag pl\u00f6tzlich vor mir eine Kiste mit Melonen. Der Sturm hatte sie offenbar gerade eben von einem Laster gerissen. Eine war am Asphalt zerplatzt, doch die zwei verbliebenen Melonen waren noch in recht gutem Zustand und ich machte mich gleich mal daran, die Beute zu zerteilen. Saftige Honigmelonen aus Hami. Ein Geschenk des Himmels. Der Wind blies weiterhin kr\u00e4ftig vor sich hin, also lies ich mir Zeit und verspeiste gen\u00fcsslich zwei Melonen hintereinander.<br \/>\nAuf der Gegenseite mal wieder ein Radreisender. Im Moment sieht man wirklich jeden Tag mindestens Einen in Richtung Urumqi radeln. Doch auch dieser fand es nicht der M\u00fche wert, kurz stehenzubleiben und lies sich statt dessen vom kr\u00e4ftigen R\u00fcckenwind ohne zu treten den H\u00fcgel hinaufschieben. Mir setzte der st\u00e4ndige Wind mental schon ein wenig zu. In einer Raststation wartete ich einmal ein paar Stunden ab, ob der Wind noch nachlassen w\u00fcrde, doch da war keine Besserung in Sicht. Man wei\u00df ja nie, was der n\u00e4chste Tag so bringen wird, also beschloss ich einfach wieder weiterzufahren. Der gewaltige Windpark, durch den ich jetzt den ganzen Tag schon radle steht hier vermutlich nicht ohne Grund. Es wird Zeit, dass ich dieses Windloch hinter mir lasse!<br \/>\nDer Tag nahm dann aber doch noch ein recht angenehmes Ende. Nachdem ich die ganze Zeit durch nicht sonderlich ansehnliches Gebiet gestrampelt bin, tauchte pl\u00f6tzlich neben der Stra\u00dfe ein &#8220;Gr\u00fcnstreifen&#8221; auf. Ein Fluss verl\u00e4uft nun ein paar hundert Meter von der Stra\u00dfe entfernt und sofort gibt es wieder B\u00e4ume und sogar ein paar Wiesen. Nach l\u00e4ngerer Suche fand ich dann auch noch ein Schlupfloch runter von der Autobahn und konnte seit langem einmal wieder mein Zelt aufschlagen. Gut gesch\u00fctzt zwischen B\u00fcschen konnte ich den Tag ganz entspannt ausklingen lassen. Es gab sogar einen kleinen Bew\u00e4sserungskanal mit sauberem Wasser in dem ich meine Klamotten von der nun doch schon recht dicken Salzkruste befreien konnte.<\/p>\n<h2>Tag 184 &#8211; 03.August<\/h2>\n<p>25km vor Bulongji &#8211; kurz vor Diwopa: 110km; 7:12h im Sattel; 22 &#8211; 36 Grad, Sonne<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>Der gestrige Tag hatte mich ziemlich geschafft. Recht m\u00fchsam kam ich aus dem Zelt und wurde &#8211; \u00dcberraschung &#8211; von auffrischendem Wind empfangen. Es stand mir also dasselbe Trauerspiel wie gestern bevor. Ein kurzer Blick auf die Karte und mir war klar, dass das wohl den ganzen Vormittag so weitergehen w\u00fcrde, weil die Stra\u00dfe die n\u00e4chsten 60km schnurgerade verl\u00e4uft und der Wind mir exakt von vorne ins Gesicht blasen wird. Aber irgendwie hofft man immer darauf, dass es doch noch anders kommen k\u00f6nnte.<br \/>\nDie 20km bis zur ersten Raststation waren harte Arbeit. Der Wind verlangt einem sowohl k\u00f6rperlich, als auch mental einiges ab. Immer wieder ist man kurz davor, einfach abzusteigen um sich unter der Stra\u00dfe zu verkriechen, doch dann \u00fcberwindet man sich doch wieder und strampelt kr\u00e4ftig weiter. Ein kurzer Lichtblick, auf der Gegenseite mal wieder eine chinesische Radlergruppe&#8230; Ich halte an und klettere \u00fcber die Leitplanke, doch die vier ignorieren mich schlichtweg. F\u00fcr mich v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich. Ich hatte schon fast den Eindruck, sie hatten Angst vor mir. Ziemlich geknickt ging es dann wieder weiter im Takt. Immerhin hielt dann kurz danach ein chinesischer Motorradfahrer an und wollte wisse, wie es so geht. Man braucht ja wirklich nicht viele Worte, um sich auf der Stra\u00dfe verst\u00e4ndigen zu k\u00f6nnen. Eine Karte alleine reicht schon und man kann eine ganze Geschichte erz\u00e4hlen. Mein neuer Freund zum Beispiel ist aus der N\u00e4he von Peking aufgebrochen und hat nun fast ganz China umrundet. Den S\u00fcden hat er ausgelassen, hat daf\u00fcr aber ganz Westchina mehr oder weniger an den Aussengrenzen umfahren und ist jetzt wieder auf dem Heimweg. Immer wieder bot er mir einen Platz auf seinem Motorrad an, aber da musste ich dankend ablehnen.<br \/>\nBeim Fahren mit konstantem Gegenwind und recht \u00f6der Landschaft hat man viel Zeit um nachzudenken. Zum Beispiel dar\u00fcber, warum die chinesischen Radler nicht stehenbleiben, oder oft nicht einmal gr\u00fc\u00dfen, oder warum es so schwer ist, sich in China zu verst\u00e4ndigen. Ich habe mir ja schon so sch\u00f6n diesen Satz zurechtgelegt: &#8220;Wo shi deguo rem&#8221;, was soviel hei\u00dft, wie &#8220;ich komme aus Deutschland&#8221;. Aber schon alleine an der Aussprache des Wortes deguo scheitert es. Ich habe es schon auf alle m\u00f6glichen Arten versucht, aber nur bei einem von zehn Versuchen klappt es. Manchmal denke ich mir aber auch, dass manche mich gar nicht verstehen wollen. Es kommt vor, dass ich beginne, etwas zu sagen und dann winken sie nur l\u00e4chelnd ab und drehen ab&#8230; F\u00fcr manche ist es aber auch nicht ganz klar, was oder wo Deutschland \u00fcberhaupt ist. Eine Schwierigkeit stellt ja schon dar, dass auf meiner Weltkarte Europa in der Mitte dargestellt ist, und nicht wie gewohnt China. Das Interesse h\u00e4lt sich oft in Grenzen. Viele Chinesen kommen zwar recht neugierig heran und begutachten schweigend mein Rad, an einem Gespr\u00e4ch sind sie aber nicht wirklich interessiert. Nun gut, daran muss ich mich wohl noch gew\u00f6hnen. Abr andererseits gibt es auch recht aufgeschlossene und kontaktfreudige Chinesen. Man darf also nicht Alle \u00fcber einen Kamm scheren.<br \/>\nAuf alle F\u00e4lle ist China das erste Land, in dem mir die Eingew\u00f6hnung noch recht schwer f\u00e4llt. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass man tagelang durch \u00d6dnis f\u00e4hrt und selten auf Leute trifft, aber die Mentalit\u00e4t unterscheidet sich deutlich von der der zentralasiatischen L\u00e4nder.<br \/>\nEs hatte heute ziemlich lange gedauert, bis ich endlich meinen Rhythmus gefunden hatte und monoton gegen den Wind anstrampelte, doch irgendwann kam ich dann in einen ganz passablen Fluss. Nach der Mittagspause dann die gro\u00dfe \u00dcberraschung. Die Stra\u00dfe knickt sp\u00fcrbar nach S\u00fcden ab und auf einmal gibt es Landwirtschaft. Hohe B\u00e4ume, viele Felder und der Wind l\u00e4sst nach! Ich pedaliere gem\u00fctlich vorbei an Sonnenblumenfeldern, Getreide wird gerade geerntet und der Geruch von Fenchel umspielt die Nase. Faszinierend, wie leicht man sich an solch Kleinigkeiten erfreuen kann, aber es geht einem richtig das Herz auf, wenn man die leuchtend gelben Sonnenblumenfelder sieht. Die Reisegeschwindigkeit verdoppelt sich und ich fliege f\u00f6rmlich vorbei an fleissig arbeitenden Bauern. Ich hatte schon das Gef\u00fchl, endlich der W\u00fcste entkommen zu sein, doch da wurde ich mal wieder etwas besserem belehrt.<br \/>\nKurz hinter Yumen war es aus mit dem Gr\u00fcn. Die \u00f6de W\u00fcste kam zur\u00fcck und mit der \u00d6dnis kamen auch wieder die Windparks. Windparks bedeuten nie etwas Gutes, aber f\u00fcr heute nahm ich es mit Fassung, da das Tagesziel schon fast erreicht war und man wei\u00df ja nie, vielleicht ist morgen alles anders&#8230;<br \/>\nEtwas abseits von der Stra\u00dfe fand ich dann auch noch einen sehr ruhigen Platz f\u00fcr das Zelt und konnte einen traumhaften Sonnenuntergang hinter den zahlreichen Windr\u00e4dern bestaunen. Die Temperaturen sinken jetzt Nachts schon wieder soweit ab, dass man wieder froh ist, einen Schlafsack zu haben. Immerhin kann man sich jetzt Nachts wieder erholen und muss sich nicht mehr mit Temperaturen \u00fcber 30 Grad abqu\u00e4len.<br \/>\nF\u00fcr morgen ist die Ankunft in Jiayuguam geplant. Hier m\u00f6chte ich zwei Ruhetage einlegen und das offizielle Ende der chinesischen Mauer begutachten. Hier war fr\u00fcher also das Ende des chinesischen Reiches. Hinter der Mauer nur W\u00fcste und die bedrohliche Welt Zentralasiens. Die W\u00fcste habe ich ja nun schon durchfahren, da kann ich mir gut vorstellen, dass sich da fr\u00fcher bis auf die Handelskarawanen keiner freiwillig reinbewegt hatte. F\u00fcr die H\u00e4ndler, die auf der Seidenstra\u00dfe unterwegs waren, muss es sich dabei auch um einen ziemlich kr\u00e4ftezehrenden Abschnitt gehandelt haben. Die gr\u00f6\u00dferen Orte, die ich jetzt entlang der Autobahn gesehen habe hatten wohl auch in vergangener Zeit als Oasen gedient. Mitten in der W\u00fcste auf einmal wieder Wasser, Gras und Nahrung. Heute, wie damals eine Wohltat.<\/p>\n<h2>Tag 185 &#8211; 04.August<\/h2>\n<p>kurz vor Diwopu &#8211; Jiayuguan: 117km; 6:16h im Sattel; 19 &#8211; 32 Grad, Sonne<br \/>\nHotel<\/p>\n<p>Auch heute wieder Wind am Morgen. Ich komme mir schon vor, wie bei &#8220;t\u00e4glich gr\u00fc\u00dft das Murmeltier&#8221;&#8230; immer dieselbe \u00f6de Landschaft und jeden Tag Wind. Aber f\u00fcr heute machte mir das nicht so viel aus. Knapp 100km bis zum Tagesziel, die packe ich auch bei starkem Gegenwind.<br \/>\nStellenweise kam ich dann aber doch recht flott voran. In die w\u00fcstenartigen Abschnitte mischen sich nun immer h\u00e4ufiger Landstriche in denen Landwirtschaft betrieben wird. Das Getreide wird stellenweise noch per Hand zum Trocknen ausgebreitet. Arbeitsmethoden wie vor 100 Jahren. Paradox, wenn man bedenkt, dass China doch ein recht hoch entwickeltes Land ist. Gerade wenn man von einem Luxusschlitten \u00fcberholt wird und neben einem die Leute den Wind die Spreu vom Getreide trennen lassen, denke ich viel dar\u00fcber nach, wie gro\u00df doch die Schere zwischen Arm und Reich in China sein muss. In den Zentralasiatischen L\u00e4ndern waren einfach die meisten Leute relativ arm, aber hier in China sieht man schon erstaunlich viele sehr reiche Leute. Geld regiert wieder die Welt!<br \/>\nKurz vor 17 Uhr erreichte ich dann Jiayuguan. Um der m\u00fchsamen Hotelsuche zu entgehen folgte ich dem Tip aus dem Reisef\u00fchrer, den mir Julien als PDF zukommen hatte lassen. Heike hatte mich schon davor gewarnt, dass viele Hotels in China keine Ausl\u00e4nder aufnehmen und man oft von Hotel zu Hotel zieht und oft erst recht sp\u00e4t Erfolg hat. Dieses Mal sah ich mich also mit einem eigentlich total \u00fcberteuerten Zimmer konfrontiert, doch auf eine Dusche wollte ich nicht verzichten und so beschloss ich zumindest heute den Preis daf\u00fcr zu bezahlen. W\u00e4sche waschen, duschen und K\u00f6rperpflege, darauf hatte ich mich den ganzen Tag schon gefreut und was sind schon 5 Euro mehr, als sonst&#8230;<br \/>\nDer Gedanke an einen oder zwei entspannende Tage in Jiayuguan hatte mich den ganzen Tag vorangetrieben, doch dann kam alles ganz anders.<br \/>\nIch freute mich schon dar\u00fcber, dass es im Hotelzimmer Internetempfang gab. Ich lie\u00df das Tablet neu hochfahren, doch dann das: \u00dcber die Startsequenz kam das gute St\u00fcck nicht mehr hinaus. Anfangs dachte ich noch an eine kurzfristige St\u00f6rung, versuchte alles m\u00f6gliche, doch nichts r\u00fchrte sich mehr.<br \/>\nNa gut, erst mal abwarten. Ich beschloss, was essen zu gehen und vielleicht danach das Problem l\u00f6sen zu k\u00f6nnen. Aber es tat sich nichts. V\u00f6llig verzweifelt versuchte ich an der Rezeption mein Problem zu schildern und hoffte irgendwo im Ort ein Internetcafe aufzutreiben. Eine der Angestellten sprach ein wenig Englisch, doch sie verwies mich nur an das benachbarte Hotel, vielleicht k\u00f6nnen die ja helfen. Zumindest bekam ich dort den Hinweis, dass auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite eine Internetbar liegt. Ich freute mich schon darauf, m\u00f6glicherweise eine L\u00f6sung f\u00fcr mein Problem zu finden, doch dann wurde ich wieder entt\u00e4uscht. Neuerdings d\u00fcrfen Internetcafes nur noch nach Vorlage eines chinesischen Ausweises benutzt werden. Ausnahmen gibt es da keine, die Strafen sind scheinbar recht hoch. Als ob das was n\u00fctzen w\u00fcrde, dass nur Chinesen ins Internetcafe d\u00fcrfen&#8230; Na gut, zur\u00fcck im Hotel gabs auch keine weitere Hilfe. Schulterzucken und verst\u00e4ndnislose Blicke waren das Einzige was ich erntete.<br \/>\nZiemlich geknickt und etwas ratlos schlich in in mein Zimmer und hoffte darauf, dass der morgige Tag gute Neuigkeiten bringen w\u00fcrde.<\/p>\n<h2>Tag 186 &#8211; 05.August<\/h2>\n<p>Jiayuguan &#8211; Jiuquan: 26km; 1:15h im Sattel; 18 &#8211; 28 Grad, Sonne<br \/>\nWarmshowers<\/p>\n<p>\u00dcber Nacht hatte ich versucht das Tablet aufzuladen um vielleicht bei voller Ladung mehr Gl\u00fcck beim Starten zu haben, aber nichts ging. Na gut, ich machte mich also auf den Weg zu einem Apple-Store. Zuvor besorgte ich mir aber noch eine chinesische SIM Karte, was weit komplizierter war, als gedacht. Vier Mitarbeiterinnen mussten ran, um die Daten aus meinem Reisepass ins Formular einzutragen. Dass ich keinen chinesischen Namen habe, das war offenbar das gr\u00f6\u00dfte Problem. Aber mit etwas Geduld hielt ich schlussendlich die SIM Karte in H\u00e4nden und konnte nun den Warmshowers-Host in Jiuquan, einem Nachbarort, kontaktieren. Irgendwie wollte ich weg aus diesem Ort.<br \/>\nAber zur\u00fcck zum Apple-Store. Auch hier sprach keiner ein Wort Englisch. Die Kommunikation l\u00e4uft \u00e4hnlich schon wie beim Kauf der SIM Karte \u00fcber ein \u00dcbersetzungsprogramm auf dem Handy. Mich zog die Nachricht, dass ein gro\u00dfes Reset n\u00f6tig ist, f\u00f6rmlich den Boden unter den F\u00fc\u00dfen weg. S\u00e4mtliche Daten auf dem Tablet sind nun verloren. Ich wollte es anfangs nicht wirklich glauben, versuchte im Internet &#8211; f\u00fcr das ich gro\u00dfz\u00fcgigerweise im Shop Zugang erhielt &#8211; eine Alternative zu finden, doch auch in den Foren sprach man dar\u00fcber, dass es keinen anderen Ausweg, als die Wiederherstellung des Fabrikszustandes gibt. Offenbar ist es ein schwerwiegendes Softwareproblem. Wenn man dann ein Apple Produkt in H\u00e4nden h\u00e4lt, das nur mit zwei Tasten ausgestattet ist, kann man auch nicht wirklich ins &#8220;Innere&#8221; des Ger\u00e4tes. Mir wurde ganz schwammig beim Gedanken, alle bisher gesammelten Daten einfach zu l\u00f6schen, aber es war der einzige Ausweg.<br \/>\nIch f\u00fchlte mich wie in einer Wolke. Alles um mich herum erschien dumpf. Eine Mischung aus Frustration, Entt\u00e4uschung und Wut \u00fcberkam mich. Ich hatte ja versucht, mein Equipment f\u00fcr diese Reise auf so wenig Technik als m\u00f6glich einzurichten. Jetzt ist aber der Fall eingetreten, dass praktisch jedes technische Ger\u00e4t schon den Geist aufgegeben hatte. Der MP3 Player geht schon lange nicht mehr, die Kamera hat jetzt auch das zeitliche gesegnet, der Tacho hatte ebenfalls schon seine Ausf\u00e4lle und nun geht auch noch das Tablet ein. Das trifft nat\u00fcrlich am st\u00e4rksten, da ich mit dem Ger\u00e4t navigiere und den Blog betreue. Immer wieder versuche ich mir einzureden, dass man das alles nicht so eng sehen sollte, aber es hilft nicht, f\u00fcr den Moment bin ich am Boden zerst\u00f6rt. F\u00fchle mich gestrandet in einem Land in dem ich mich nicht verst\u00e4ndigen kann, in dem ich kein Wort lesen kann und in dem es oft sehr schwierig ist, Hilfe zu erhalten.<br \/>\nIch checke im Hotel aus und beginne schon mal damit, die ersten Karten wieder aufs Tablet zu laden. Es muss ja wieder weitergehen und so nach und nach bessert sich auch die Stimmung. Um ehrlich zu sein, ist es wohl der erste Moment der Reise an dem ich mich wirklich ziemlich elend f\u00fchle. Mag sein, dass die letzten Tage mit W\u00fcste, Wind und vielen Kilometern auch dazu beigetragen haben, aber es fiel mir sichtlich schwer, wieder Zuversicht zu bekommen.<br \/>\nDas \u00e4nderte sich dann aber gottseidank, als ich in Richtung Jiuquan weiterradelte. Nur kanpp 20km und schon wieder eine Stadt. Offenbar ein recht junges Produkt und es wird noch fleissig weitergebaut. Han, mein Warmshowers Host holt mich mit dem Roller ab und wir verstauen Rad und Gep\u00e4ck in seinem neuen Apartment. Danach gehts erst mal was Essen und mit jeder Minute bessert sich meine Stimmung. \u00dcber etwas Anderes reden, als die Reise, das tut auch schon mal gut. Han spricht relativ gut Englisch und kennt auch ein paar W\u00f6rter Deutsch. Die hat er nach eigener Auskunft aus dem Internet. Wenn ich dar\u00fcber nachdenke, welche W\u00f6rter er so kennt, dann kann ich nur mutma\u00dfen, welche Art von Filmen er im Internet wohl so sieht. Das ist mir jetzt auf der Reise aber schon des \u00f6fteren passiert, dass ich auf Leute gesto\u00dfen bin, die ein paar Brocken Deutsch kannten und das meistens von Pornofilmen aus dem Internet. Nun gut, auch so verbreitet sich die Deutsche Sprache in der Welt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich nun in Jiayuguan einen totalen Datenverlust erleiden musste, versuche ich mit Hilfe meiner handschriftlichen Tagebucheintr\u00e4ge den Blogeintrag wieder herzustellen. Dies ersetzt nicht unbedingt die Gedanken, die ich allabendlich im Zelt eintippe, aber kommt dem Ganzen doch relativ nahe. Tag 181 &#8211; 31.Juli Hami &#8211; ca. 70km vor Provinzgrenze: 133km; 6:31h im Sattel; 28&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[18],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1745"}],"collection":[{"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1745"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1745\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1771,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1745\/revisions\/1771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1745"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1745"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/abicyclediary.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1745"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}