{"id":2058,"date":"2014-09-13T08:00:23","date_gmt":"2014-09-13T06:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/abicyclediary.com\/?p=2058"},"modified":"2015-01-16T19:36:44","modified_gmt":"2015-01-16T17:36:44","slug":"tag-121-125-die-chinareise-neigt-sich-dem-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abicyclediary.com\/?p=2058","title":{"rendered":"Tag 221 &#8211; 225: Die Chinareise neigt sich dem Ende"},"content":{"rendered":"<h2>Tag 221 &#8211; 09.September<\/h2>\n<p>Shanhaiguan &#8211; kurz hinter Huluado: 167km; 7:38h im Sattel; 24 &#8211; 28 Grad, Sonne<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>Ein Teil des Grundgedankens der ganzen Reise war gestern bereits Wirklichkeit geworden. Von zuhause aus mit dem Fahrrad soweit in Richtung Osten fahren, bis es nicht mehr weitergeht, bis man am Meer ankommt&#8230; damit hatte die ganze Reiseplanung begonnen. Ein bisschen stolz bin ich durchaus, dass ich nun schon so weit gekommen bin. Die Schlussetappe in Richtung Korea wird nun eingel\u00e4utet. In sechs Tagen legt die F\u00e4hre ab, ich m\u00f6chte aber schon in vier Tagen in Dandong sein, um mir noch einen Tag Entspannung g\u00f6nnen zu k\u00f6nnen. Ausserdem muss auch noch das Ticket f\u00fcr die F\u00e4hre organisiert werden. Ein strammer Zeitplan also, aber f\u00fcr ein paar Abstecher ist immer noch Zeit.<br \/>\nHeute Morgen radelte erst einmal durch die &#8220;Altstadt&#8221; von Shanhaiguan. Meinem schlauen digitalen Spickzettel ist zu entnehmen, dass im Grunde die gesamte Altstadt nicht \u00e4lter als 15 Jahre ist. Wie in vielen anderen St\u00e4dten so wurde auch hier im Zeichen der Modernisierung die bestehende Altstadtstruktur dem Erdboden gleichgemacht. Nachdem aber ohne Altstadt Tourismus nur schwer in die G\u00e4nge kommt, wird eben eine Neue wieder aufgebaut. Disneyland \u00e1 la China. Nicht alles, was alt aussieht ist auch wirklich alt&#8230; Offenbar hat mich nun das Mauerfieber gepackt, denn kurz bevor ich wieder auf die G102 einbiegen wollte, stach mir noch das St\u00fcck Mauer ins Auge, das ich gestern bereits bei der Stadteinfahrt gesehen hatte. Recht spektakul\u00e4r verl\u00e4uft die Mauer hier in Richtung Berge. Dieses Mal verzichte ich aber auf den Eintritt und mache mir aus der Ferne ein Bild vom ganzen Spektakel. Touristisch ausgeschlachtet bis in den kleinsten Punkt kann man sogar mit dem Sessellift ein St\u00fcck den Berg hinauffahren, um nicht ganz so weit klettern zu m\u00fcssen&#8230; Weitaus spannender fand ich hingegen die noch verbliebenen Reste der Mauer bevor es in Richtung Berg geht. Ganz im Gegensatz zum restaurierten Teil sieht man hier noch sehr deutlich, dass die Mauer eigentlich aus gestampftem Lehm besteht und nur an der Aussenseite mit einem zweischaligen Mauerwerk verkleidet wurde. Baugeschichte zum Anfassen&#8230;<br \/>\nDie heutige Strecke verl\u00e4uft zwar parallel zur K\u00fcste, allerdings dauert es bis zum Abend, bis ich wieder einen Blick aufs Wasser werfen kann. Scheinbar wei\u00df man hier nicht so recht was man mit dem Meer anfangen soll. Nur wenige Stichstra\u00dfen f\u00fchren zur K\u00fcste, im Grunde sind s\u00e4mtliche Siedlungen weit vom Meer entfernt. In einem konstanten Auf und Ab gehts bei leichtem Gegenwind zielstrebig in Richtung Huluado. Victor hatte mir in Peking noch davon erz\u00e4hlt, dass Huluado einen recht sch\u00f6nen Strand haben soll. Erst in Xingchen f\u00fchrt die Stra\u00dfe direkt ans Meer. Der K\u00fcstenabschnitt ist durchaus reizvoll, doch fraglich f\u00fcr wie lange noch. Viele Hotelanlagen befinden sich im Bau, doch trotzdem findet man noch immer recht gro\u00dfe Gr\u00fcnfl\u00e4chen dazwischen. Von Huluado hatte ich mir eigentlich eine boomende Riviera erwartet. Haufenweise Touristen, Strandbuden etc&#8230; Die Hotelt\u00fcrme schie\u00dfen wie Pilze aus dem Boden, aber es sind keine Leute da. Ich komme mir vor, wie in einer Geisterstadt des 21. Jahrhunderts. Fensterlose Hotels, leere Gesch\u00e4ftslokale, breite Stra\u00dfen ohne Verkehr. Ob die hypermoderne Sportarena jemals Besucher gesehen hat &#8211; man wei\u00df es nicht. Am Strand selbst gibt es dann doch noch ein paar vereinzelte Badeg\u00e4ste, aber man wei\u00df nicht so recht, ob die besten Zeiten des Orts schon zur\u00fcckliegen, oder ob man sich erst noch darauf vorbereitet. Eine ganz eigene Stimmung liegt in der Luft. So wie es den Anschein hat, befindet sich die Strandanlage in gro\u00dfer Entfernung zum eigentlichen Ortskern. Auf dem Weg dorthin ein \u00e4hnliches Bild wie an der Uferstra\u00dfe &#8211; unbewohnte Hotels, leergefegte Gehsteige und kein Gesch\u00e4ft weit und breit. Es f\u00fchlt sich so an, als ob sich die Stadtplaner ein wenig im Ma\u00dfstab vergriffen haben. Auf einer f\u00fcnfspurigen Stra\u00dfe geht es in Richtung Zentrum, hier tut sich dann immerhin doch noch ein bisschen war. Ich hatte schon die Bef\u00fcrchtung, in einer v\u00f6llig verlassenen Stadt gelandet zu sein. Am Strand hatte ich leider ein wenig die Zeit \u00fcbersehen. An sich hatte ich mich schon darauf gefreut, in Strandn\u00e4he mein Zelt aufschlagen zu k\u00f6nnen, aber ich musste noch ein paar Lebensmittel und Getr\u00e4nke besorgen. Nachdem in K\u00fcstenn\u00e4he kein einziges Gesch\u00e4ft ausfindig gemacht werden konnte, musste ich in die Stadt und von dort aus dann eben weiter auf die Bundesstra\u00dfe. Damit konnte ja niemand rechnen, dass man vom Strand aus fast eine Dreiviertel Stunde strampelt, bis man zu einem Lebensmittelgesch\u00e4ft kommt. Zum Gl\u00fcck fand sich dann kurz vor Sonnenuntergang doch noch ein passables Pl\u00e4tzchen etwas abseits der Stra\u00dfe. Meeresrauschen w\u00e4re mir lieber gewesen, aber das Rattern der G\u00fcterz\u00fcge in der Ferne ist auch eine beruhigende Ger\u00e4uschkulisse.<\/p>\n<h2>Tag 222 &#8211; 10.September<\/h2>\n<p>kurz hinter Huluado &#8211; 20km hinter Panjin: 159km; 7:23h im Sattel; 20 &#8211; 31 Grad, Sonne<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>Auch wenn die Temperaturen unter Tags immer noch recht sommerlich sind, sp\u00fcrt man schon, dass der Herbst im Anmarsch ist. Nachts f\u00e4llt das Thermometer regelm\u00e4\u00dfig unter 10 Grad und es dauert eine Weile, bis sich die k\u00fchle Luft wieder erw\u00e4rmt hat. Zum Radfahren an sich eine Wohltat. Ich f\u00fchle mich momentan sehr an die Heimat erinnert. Landschaftlich erinnert vieles an die Niederbayerische H\u00fcgellandschaft, die Maisfelder neben der Stra\u00dfe und die herbstlich k\u00fchle Luft lassen mich wieder einmal mehr an zuhause denken. Seit gestern bin ich nun in der letzten Provinz meiner Chinareise, in Liaoning, angekommen. Vielleicht hat mein Eindruck von Huluado auch damit zu tun. In Liaoning, so scheint es, hat die Modernisierung nicht ganz so schnell Einzug gehalten. Es ist unverkennbar, dass die Bev\u00f6lkerungsdichte hier weit geringer ist, als noch zum Beispiel in der Nachbarprovinz Hebei. Man kann fast behaupten, es wird wieder etwas l\u00e4ndlicher. Die D\u00f6rfer wirken etwas einfacher, gebaut wird hier offenbar nur, wenn auch Bedarf dazu da ist und der scheint nicht wirklich vorhanden zu sein. Ganz im Gegenteil &#8211; in vielen D\u00f6rfern sieht man \u00fcberraschend viele unbewohnte H\u00e4user, verlassene Gewerbebetriebe und verwilderte G\u00e4rten. Ist im Nordosten Chinas die Landflucht derart stark zu sp\u00fcren, oder steht die Provinz wirtschaftlich einfach so schlecht da?<br \/>\nVon gro\u00dfen Industrieanlagen sieht man zu Beginn einmal nichts. Vorerst geht es durch einen bis zum Horizont reichende Schilfg\u00fcrtel. Die vereinzelten Wegweiser zum Strand geben einen Eindruck wie breit der Schilfg\u00fcrtel ist. Zwischen 30 und 50 Kilometer muss man auf einer schnurgerade verlaufenden Stichstra\u00dfe in Richtung Meer fahren, bis man den Strand erreicht. Hier in der Gegend werden offenbar die Schilfmatten hergestellt, mit denen die Melonenlaster ausgekleidet werden. Das geschnittene Schilf wird auf LKWs mit speziellen Transportkonstruktionen \u00fcber die Landstra\u00dfe transportiert. Von der Ferne sieht es aus, als ob ein gewaltig gro\u00dfes Schilfb\u00fcndel entgegenkommt, vom LKW ist nicht mehr viel zu erkennen&#8230;<br \/>\nZum Radfahren ist die Gegend hier traumhaft. Praktisch kein Verkehr, viel Schatten und schnurgerade Stra\u00dfen. Mir begegnen heute auch \u00fcberraschend viele chinesische Radler, alle aber eigentlich ohne Gep\u00e4ck, aber in voller Sportmontour.<br \/>\nPaprika und Auberginen sind gerade reif und warten aufs Verladen auf die LKWs. Am Stra\u00dfenrand sitzen immer wieder Gruppen, die die Fr\u00fcchte in Kisten verpacken und anschlie\u00dfend zur zentralen Verladestelle transportieren. Vieles wird noch ohne motorisierte Transportmittel erledigt. Immer h\u00e4ufiger trifft man auf Esel, oder Maultiere die vor simple Karren gespannt sind. Den Kopf tief in einen Sack Getreide getaucht warten sie, bis der Karren beladen ist und trotten dann langsam am Seitenstreifen entlang.<br \/>\nDie Leute machen auf mich aber alle einen sehr zufriedenen Eindruck. Ich werde h\u00e4ufig gegr\u00fc\u00dft und sobald ich irgendwo anhalte dauert es auch nicht lange, bis sich ein paar Neugierige um mich scharen. Mittags hatte ich mal wieder gro\u00dfes Gl\u00fcck bei der Speisenwahl und durfte mich \u00fcber einen riesigen Teller Lammfleisch freuen. Gerade als ich fast am Platzen war, wollte die Dreiergruppe am Nachbartisch mich unbedingt zu sich zum Essen einladen. Nachdem ich ihnen klargemacht hatte, dass ich wirklich keinen Bissen mehr vertrage, gabs kurzerhand einfach ein paar Krebse als Wegzehrung geschenkt. Krebse werden hier \u00fcberall am Stra\u00dfenrand verkauft. Viel ist aber nicht dran, an so einem Krebs&#8230; Aber als kleiner Nachmittagssnack nicht zu verachten.<br \/>\nIm dichten Schilfg\u00fcrtel sieht man nun immer h\u00e4ufiger \u00d6lf\u00f6rderanlagen. Je weiter ich in Richtung Panji komme, desto dichter wird das Netz der Pumpanlagen. Lautlos heben und senken sich die Pumpen, ein etwas strenger Geruch liegt in der Luft.<br \/>\nHinter Panji ist es dann aber zum Gl\u00fcck wieder vorbei mit der \u00d6lindustrie. Nun wird wieder fleissig Reis angebaut. Ein sch\u00f6nes Bild, die endlos weiten Reisfelder in der tiefstehenden Nachmittagssonne. Leider werden die Fahrradtage nun immer k\u00fcrzer. Sonnenuntergang ist momentan nun schon um 18 Uhr und so sch\u00f6n die Reisfelder auch sind, zum Zelten eignen sie sich leider nicht. Der fast durchgehende Wassergraben neben der Stra\u00dfe erleichtert die Zug\u00e4nglichkeit zu den ab und an auftauchenden Baumgruppen auch nicht unbedingt, aber wie so oft taucht praktisch im letzten Moment mal wieder ein Spitzenplatz zum Zelten auf. Heute wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass ich nun zum vorletzten Mal mein Zelt auf chinesischem Boden aufschlagen werde. Die Tage verfliegen und schon bald habe ich Sichtkontakt zu einem der wenigen L\u00e4nder, die von keinem Individualtouristen bereist werden d\u00fcrfen. Nordkorea l\u00e4sst sich momentan nur mit einer gebuchten Tour bereisen. F\u00fcr mich ist daher die Reise auf dem Festland dort vorerst zu Ende.<\/p>\n<h2>Tag 223 &#8211; 11.September<\/h2>\n<p>20km hinter Panjin &#8211; 10km vor Hongqi: 159km; 7:1h im Sattel; 18 &#8211; 30 Grad, Sonne<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>Nachdem es in letzter Zeit nun wirklich schon recht fr\u00fch dunkel wird, verschiebt sich mein Tagesrhythmus immer weiter nach vorne. Neuerdings wird schon um 5:30 Uhr Frischluft geschnuppert, sodass ich gegen 7 Uhr auf dem Rad sitzen kann. Die ersten Stunden begleitet mich meistens noch ein leichter Dunstschleier, aber kurz vor Mittag setzt die Sonne dann wieder mit voller Kraft ein. Auch heute gehts auf einer traumhaft ruhigen Stra\u00dfe weiter, mitten durch endlos weite Reisfelder, vorbei an unz\u00e4hligen kleinen Krebsfarmen, die die Krebse aus kleinen Aquarien, oder aus Plastikwannen direkt an der Stra\u00dfe verkaufen. Erst k\u00fcrzlich wurde die Stra\u00dfe frisch asphaltiert, jetzt rolle ich auf Fl\u00fcsterasphalt meist im Schatten kr\u00e4ftig gewachsener Weidenb\u00e4ume in Richtung Haicheng. Noch einmal ein bisschen st\u00e4dtisches Flair, dann gehts in eine immer l\u00e4ndlicher werdende Umgebung. Man hat das Gef\u00fchl, endlich wieder festen Boden unter den F\u00fc\u00dfen zu bekommen. Bisher war ich mir nie so sicher, ob man sich nur auf aufgesch\u00fctteten Plateaus bewegt, oder ob man wirklich am Festland unterwegs ist. Jetzt gehts \u00e4ndert sich auf alle F\u00e4lle auch das Landschaftsbild wieder. Die Reisfelder verschwinden und dicht bewaldete H\u00fcgelketten tauchen auf. Auch wenn die Umgebung sehr h\u00fcgelig wirkt, verl\u00e4uft die Stra\u00dfe, bis auf ein paar Ausnahmen, meist ohne nennenswerte Steigungen. Der Herbst ist schon deutlich zu sp\u00fcren, die W\u00e4lder beginnen sich bereits zu verf\u00e4rben und es liegt verd\u00e4chtig viel Laub auf der Stra\u00dfe. Die Siedlungsdichte geht nun schon fast gegen Null und Verkehr gibt es auch schon fast keinen mehr. Immer wieder gehts vorbei an verwaisten H\u00e4usern. Die Strecke ist aber bilderbuchartig sch\u00f6n. Mir kommt fast vor, als ob China nun gegen Ende noch einmal Frieden mit mir schlie\u00dfen will. \u00dcberaus freundliche Leute, traumhaft sch\u00f6ne Landschaft und ruhige Strecken &#8211; all das, wonach ich mich immer wieder gesehnt hatte darf ich nun in meinen letzten Tagen in China genie\u00dfen. Der Nordosten des Landes macht auf mich bisher zumindest einen \u00fcberaus sympathischen Eindruck. Die sonst schon fast allt\u00e4glich gewordenen M\u00fcllberge neben der Stra\u00dfe sind verschwunden und die bereitgestellten M\u00fcllbeh\u00e4lter werden sinngem\u00e4\u00df verwendet. Achtet man mehr auf die Umwelt, wenn man in einer attraktiven Umgebung lebt? Vieles deutet zumindest darauf hin. Erstmalig fallen mir jetzt auch Blumen in den Vorg\u00e4rten der recht simpel gehaltenen H\u00e4user auf.<br \/>\nNach einigen Kilometern in absoluter Ruhe tut sich langsam wieder was. Die sonst so sch\u00f6n einheitlich gr\u00fcn \u00fcberzogenen H\u00fcgel sind nun gro\u00dffl\u00e4chig aufgerissen, im gro\u00dfen Stil wird hier Bergbau betrieben. Den zahlreichen Steinbr\u00fcchen sind schon teilweise ganze Berge zum Opfer gefallen. Anfangs gehts vorbei an unz\u00e4hligen Betrieben die Talk verarbeiten, doch dann gehts in eine Gegend in der nur noch Steinbr\u00fcche zu sehen sind. Allem Anschein nach sind hier in der Erde ziemliche Schmuckst\u00fccke verborgen. Gewaltig gro\u00dfe Gesteinsbrocken liegen neben der Stra\u00dfe und warten auf K\u00e4ufer zur Weiterverarbeitung. Von den Tempeln, Hotels oder Parks kennt man sie ja, die kunstvoll bearbeiteten Steine, meist marmoriert oder mit vielen Farbeinschl\u00fcssen. Hier vor Ort wird offenbar das Rohmaterial gewonnen. Private H\u00e4ndler verkaufen am Stra\u00dfenrand kleinere Exemplare, die als Dekor, oder als Schmuckst\u00fcck Verwendung finden. Die Steine werden in Wasserb\u00e4dern pr\u00e4sentiert, um einen Eindruck zu bekommen, wie der Stein im polierten Zustand aussehen k\u00f6nnte. Beeindruckend sind aber vor allem die gro\u00dfen Exemplare, die in den Handwerksbetrieben parallel zur Stra\u00dfe bearbeitet werden. In manchen Betrieben werden die Steine nur poliert und in ihrer urspr\u00fcnglichen Form belassen, doch es gibt auch andere Betriebe, in denen kunstfertige Steinmetze arbeiten, die beispielsweise in die gro\u00dfen Brocken ganze Geschichten hineinmeisseln. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es aber auch unz\u00e4hlige L\u00f6wen, Drachen, Stiere, oder Budda-Statuen. Unvorstellbar, was alles aus den Steinen herausgeholt werden kann. Aus fast jedem Hof ist das Surren der Schleif- und Poliermaschinen zu vernehmen, der Stra\u00dfenrand gleicht schon fast einer Verkaufsgallerie. F\u00fcr ganz besondere Exemplare gibt es dann aber auch richtige Schaur\u00e4ume, wie man sie von gro\u00dfen Autoh\u00e4usern kennt.<br \/>\nDie wenigen LKWs auf der Stra\u00dfe sind derma\u00dfen schwer beladen, dass ich sie sogar bei den Anstiegen \u00fcberhole. Die Aufleger biegen sich schon verd\u00e4chtig unter der gewaltigen Last.<br \/>\nGro\u00dfe Streckenabschnitte meiner Chinareise waren gepr\u00e4gt von monotoner und sich immer wiederholender Landschaft. Doch seit gut zwei Wochen tut sich wirklich viel und die Tagesetappen unterscheiden sich nun stets deutlich voneinander. Die Neugierde auf S\u00fcdkorea steigt&#8230; Wenn es landschaftlich so weitergeht, dann stehen mir ja noch ein paar traumhafte Radtage bevor.<br \/>\nHeute ist mein voraussichtlich letzter Tag im Zelt auf chinesischen Boden. Es war nicht immer leicht in den vergangenen Wochen einen passenden Platz f\u00fcrs Zelt zu finden, aber schlussendlich hatte ich meine Wahl nie bereut. Als geb\u00fchrenden Abschluss gabs f\u00fcr heute noch einmal ein traumhaft ruhiges Pl\u00e4tzchen abseits der Stra\u00dfe mit Blick \u00fcber die unter mir liegenden Maisfelder. Gesch\u00e4tzte 150km liegen jetzt noch vor mir, dann gibts die gro\u00dfe Zieleinfahrt nach Dandong, der Stadt direkt an der Grenze nach Nordkorea. In Richtung Osten gehts hier dann nicht mehr weiter, die Nordkoreanische Grenze ist wohl noch eine der sch\u00e4rfsten der ganzen Welt.<\/p>\n<h2>Tag 224 &#8211; 12.September<\/h2>\n<p>10km vor Hongqi &#8211; Dandong: 142km; 6:27h im Sattel; 15 &#8211; 27 Grad, bedeckt<br \/>\nHotel<\/p>\n<p>Nach einer herrlich ruhigen Nacht gehts bei leicht bedecktem Himmel und doch noch k\u00fchlen Temperaturen durch eine wundersch\u00f6ne Landschaft. In der Ferne verschwinden die bewaldeten H\u00fcgel im Dunst, die Reisfelder neben der Stra\u00dfe leuchten aber in einem kr\u00e4ftigen Gelb. \u00dcber viele Kilometer begegnet mir kein einziges Fahrzeug und die Abst\u00e4nde zwischen den D\u00f6rfern sind auch immer noch sehr gro\u00df. Man kann durchaus sagen, hier liegt der l\u00e4ndliche Teil Chinas verborgen. F\u00fcr Fahrradfahrer durchaus ein Juwel. Die kleinen D\u00f6rfer allesamt sehr gepflegt, es gibt viele Blumen in den Vorg\u00e4rten, der Stra\u00dfenrand v\u00f6llig frei von M\u00fcll. Man sieht Frauen am Fluss die W\u00e4sche waschen, H\u00fchner laufen frei herum und scharren in der B\u00f6schung nach W\u00fcrmern. Wildenten und G\u00e4nse baden im Fluss. Ich bin immer noch \u00fcberrascht, wie wenige Steigungen man \u00fcberwinden muss, denn die Umgebung ist alles andere als flach. In den letzten Tagen gibts sozusagen noch einmal ein richtiges Gustost\u00fcckerl zum Radeln. F\u00fcr mich im Moment ohnehin schwer vorstellbar, dass die Fahrt in China nun ziemlich bald zu Ende geht.<br \/>\nMitten im Nirgendwo kann ich dann noch einmal meine F\u00e4higkeiten als mobiler Fahrradmechaniker auspacken. Eine alte Dame steht am Stra\u00dfenrand und hantiert an ihrem Rad. Ich bleibe kurz stehen und erkundige mich, ob ich vielleicht helfen kann. Das Hinterrad blockiert beim Treten. So wie es aussieht f\u00e4hrt sich die Bremse fest. Ich versuche mein bestes und nach ein paar Minuten l\u00e4uft das Rad wieder einwandfrei &#8211; zumindest so einwandfrei wie es in dem schlechten Allgemeinzustand nur laufen kann. Vier gerissene Speichen am Hinterrad, die Kette schon aufpoliert vom st\u00e4ndigen Schleifen am Schutzblech, Rost \u00fcberall&#8230; Ich hoffe nur, dass die &#8220;Reparatur&#8221; bis in n\u00e4chste Dorf h\u00e4lt, damit die Dame zumindest noch ihre Ladung dort abliefern kann. Die R\u00e4der werden offenbar wirklich gefahren, bis gar nichts mehr geht. Einen Sinn f\u00fcr Pflege, wie er zum Beispiel bei den Autos \u00fcberm\u00e4\u00dfig stark ausgepr\u00e4gt ist, gibt es nicht. Wirklich schade, denn nur ein gut gepflegtes Rad f\u00e4hrt man auch gerne.<br \/>\nTrotz leichtem Gegenwind gehts ziemlich gut voran. Bereits am sp\u00e4ten Vormittag n\u00e4her ich mich Fengchen, der letzten gro\u00dfen Stadt vor Dandong. Hier wird noch einmal Essens-Lotterie gespielt und mal wieder ein Hauptpreis gezogen. Ein weiteres bisher v\u00f6llig unbekanntes Gericht auf meiner langen Speiseliste in China. Schwein mit Pilzen und frischem Gem\u00fcse. Es gibt vermutlich wirklich nicht viele L\u00e4nder in denen man innerhalb von fast zwei Monaten praktisch jeden Tag etwas Neues essen kann.<br \/>\nDirekt hinter Fengcheng ragen die sog. Fengcheng Berge empor. Eine recht ansprechende Felsformation, die selbstverst\u00e4ndlich mit zu den gr\u00f6\u00dften Touristenattraktionen der Stadt z\u00e4hlt. Ich bewundere die steil aufragenden Felsen von der Bundesstra\u00dfe aus und nutze die nun wieder aufgetauchte Sonne um mein Zelt noch einmal ordentlich durchzutrocknen, nachdem es nun f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit nicht mehr ausgepackt werden wird.<br \/>\nAuf den letzten 50km bis nach Dandong kann ich noch einmal sehr gem\u00fctlich dahinpedalieren. Kurz vor der Stadt dann noch ein kleiner Anstieg, daf\u00fcr gibts eine lange Abfahrt hinein nach Dandong. Weit fr\u00fcher als gedacht passiere ich den Bahnhof und strebe gleich einmal ein Hotel an. Am ersten Hotel werde ich gleich vor dem Eingang abgewiesen, doch recht freundlich auf ein anderes Hotel, ein paar hundert Meter weiter verwiesen, wo ich nach einer kurzen Preisverhandlung dann mein Lager f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei N\u00e4chte aufschlagen werde.<br \/>\nEin wichtiger Punkt ist noch ungel\u00f6st&#8230; das F\u00e4hrticket nach S\u00fcdkorea. Ich mache mich also gleich noch auf den Weg zum F\u00e4hrb\u00fcro um dort ein Ticket zu kaufen, doch heute gibts erst mal schlechte Nachrichten. F\u00e4hrtickets nach S\u00fcdkorea sind f\u00fcr den gesamten September ausgebucht. Es gibt schon einen lange Warteliste f\u00fcr praktisch jeden Termin. Nachdem ich der netten Dame die Dringlichkeit meiner \u00dcberfahrt klargemacht hatte, setzte sie mich immerhin an Nr.1 der Warteliste, rief dann aber eine Stunde sp\u00e4ter an um mir mitzuteilen, dass von ihrer Seite aus nichts mehr zu machen ist. Ich k\u00f6nne aber am Sonntag mein Gl\u00fcck direkt am Hafen versuchen. Es bleibt also spannend bis zum Schluss. Es hei\u00dft Daumen dr\u00fccken, dass ich noch einen Platz auf der F\u00e4hre ergattere.<br \/>\nVorerst kann man ohnehin nichts machen, also versuche ich mich zu entspannen und schlendere an der Uferpromenade entlang. Der Yalu River trennt China von Nordkorea. Bis zum anderen Ufer sind es nur wenige hundert Meter. Ein eigenartiges Gef\u00fchl, hier an der Uferpromenade zu stehen und in ein Land hineinzuschauen, dass zumindest bis jetzt f\u00fcr Individualtouristen v\u00f6llig verschlossen ist. Die sog. friendship bridge verbindet die beiden L\u00e4nder. Zwischen China und Nordkorea wird immerhin Handel betrieben, es herrscht sto\u00dfweise reger Verkehr auf der Br\u00fccke. Vereinzelt sieht man auch Tourbusse aus China. Gegen ein beachtliches Eintrittsgeld kann man an gef\u00fchrten Touren in Nordkorea teilnehmen, es bleibt aber fraglich, ob das was man zu sehen bekommt auch repr\u00e4sentativ f\u00fcr das Land ist. Nordkorea ein Land von dem ich nicht viel wei\u00df ausser Ger\u00fcchten und Vermutungen.<br \/>\nIch stehe in der Mitte des Flusses auf der von den Amerikanern zerst\u00f6rten Br\u00fccke direkt neben der fiendship bridge und gr\u00fcble ein wenig \u00fcber die Grenzen der Welt. Es f\u00fchlt sich wie selbstverst\u00e4ndlich an, einfach vom Chinesischen Ufer aus auf die boken bridge zu gehen und in Richtung Nordkorea zu schlendern, doch in der Mitte des Flusses endet die Br\u00fccke abrupt. Was hat es mit dem Vergn\u00fcgungsparka auf sich, der direkt am Nordkoreanischen Ufer aufgebaut ist? Gibt es Touristen in Nordkorea, die extra an die Grenze fahren um dort ihre Freizeit auf der Wasserrutsche oder dem Riesenrad zu verbringen? Es kommen einem Gedanken in den Kopf, dass die vermeintlichen Touristen vielleicht nur angeheuerte Nordkoreaner sind, die den Schein eines entspannten Lebens aufrecht halten sollen. Was darf man sehen, was soll man sehen?<br \/>\nErinnerungen werden wach an die Tage in Tajikistan als ich entlang der Afghanischen Grenze geradelt bin. Auch damals konnte man \u00fcber den Fluss hinweg in ein Land hineinschauen, das schwer zug\u00e4nglich ist und von dem man meist nur negative Schlagzeilen liest. Einziger Unterschied, dass das was man in Tajikistan sieht vermutlich weit mehr mit der Realit\u00e4t zu tun hat, als die Uferfront in Nordkorea.<br \/>\nDirekt hinter meinem Hotel rangieren die LKWs und Busse, die von Nordkorea nach China kommen und umgekehrt. Ich kann den Br\u00fcckenkopf und den chinesischen Grenzposten vom Fenster aus sehen. Wie lange es wohl noch dauert, bis auch Nordkorea f\u00fcr Individualtouristen ge\u00f6ffnet wird? Zu gerne w\u00fcrde ich einfach \u00fcber die Br\u00fccke radeln und meine Tour auf dem Landweg fortsetzen&#8230;<\/p>\n<h2>Tag 225 &#8211; 13.September<\/h2>\n<p>Dandong &#8211; 1Ruhetag: bisher geradelt 17.910km; 902:16h im Sattel<br \/>\nHotel<\/p>\n<p>Hoffentlich zum letzten Mal darf ich mich mit dem qu\u00e4lend langsamen Internet in China abfinden. Immerhin gibt es WLAN im Zimmer. Mein Kontaktmann in Korea hat mir zumindest bessere Zeiten vorhergesagt. Ich versuche die Ungewissheit bez\u00fcglich des F\u00e4hrtickets zu verdr\u00e4ngen und mache mich auf, Dandong von Oben zu sehen. Ich wandere durch den Jinjangshan Park zum Jinjang Pavillon und genie\u00dfe von dort einen traumhaften Blick \u00fcber die Stadt bis hinein nach Nordkorea. Leider ist es heute einmal wieder etwas tr\u00fcbe, sodass man nicht alles ganz deutlich erkennen kann. Gut zu sehen ist aber, dass auf Nordkoreanischer Seite nur wenige hundert Meter hinter dem Flussufer die Stadt Sinuiju zu Ende ist und erst einmal ein ewig weites St\u00fcck Nichts folgt. In Dandong schie\u00dfen die Hochh\u00e4user nur so in die H\u00f6he, bis auf ein paar Fabrikschlote sieht man auf der gegen\u00fcberliegenden Seite nicht viel was h\u00f6her als f\u00fcnf Stockwerke ist.<br \/>\nSo langsam realisiere ich nun, dass meine Fahrradkilometer in China gez\u00e4hlt sind. Wenn alles klappt werde ich 55Tage im Land gewesen sein, 7 Provinzen durchfahren und fast 5700km auf dem Rad verbracht haben. Ein klein wenig Stolz ist man schon auch, zu wissen, dass man bis auf die 300km in der W\u00fcste vor Hami die gesamte Strecke von Kasachstan bis nach Korea aus eigener Kraft zur\u00fcckgelegt hat. Ohne diesen unn\u00f6tigen technischen Defekt h\u00e4tte ich es auf genau 6000km gebracht &#8211; Tja, Zahlenspiele&#8230; Eines kann man mit Sicherheit sagen: China ist ein gro\u00dfes Land!<br \/>\nSo recht wei\u00df ich noch nicht umzugehen mit dem Gef\u00fchl, das Festland zu verlassen und mich f\u00fcr einen Tag auf die F\u00e4hre zu begeben. Eigentlich wollte ich ja die ganze Reise auf dem Festland bleiben. Auf der Karte ist es jetzt wirklich nicht mehr weit bis nach Wladiwostok, mit dem Russischen Visum in der Tasche k\u00f6nnte ich weiter in Richtung Nordosten radeln und w\u00e4re in einer guten Woche an der Grenze.<br \/>\nAndererseits reizt mich auch die Vorstellung, S\u00fcdkorea per Rad und Zug zu erkunden. Gerade der Kontrast zu China interessiert mich nun schon brennend. Von Seoul aus geht es in ein paar Tagen mit meinen vier \u00d6sterreichischen Freunden per Zug durchs Land. Ein bisschen Zeit bleibt aber noch, um die Insel, die eigentlich keine ist, auf dem Rad zu befahren.<br \/>\nMeine Route die mich von Kasachstan aus in Richtung Osten gef\u00fchrt hat geh\u00f6rt wohl nicht unbedingt zu den &#8220;sch\u00f6nsten Routen&#8221; in China. Fast alle Radreisende die ich getroffen hatte schw\u00e4rmen von S\u00fcdchina, doch das lag nun einmal gar nicht auf meiner Strecke. \u00dcber weite Strecken war f\u00fcr mich haupts\u00e4chlich die Vorstellung, irgendwann im Osten anzukommen die einzige Motivation. Es gab viele Durststrecken und ich wurde mental und physisch mehrfach ziemlich auf die Probe gestellt. Gerade nach den unvergesslichen Erlebnissen in Zentralasien hatte mir der kulturelle Bruch ziemlich zu schaffen gemacht. Aber nichts desto trotz gab es auch recht viele wirklich traumhafte Erlebnisse, die ich nicht missen m\u00f6chte. Umweltverschmutzung, heftiger Verkehr und kulturelle Differenzen machten das Radeln in China nicht immer zu einem einfachen Unterfangen. Die Gesamtbilanz f\u00e4llt aber trotzdem positiv aus, auch wenn ich China nicht unbedingt zu meinen Trauml\u00e4ndern in Puncto Fahrradfahren z\u00e4hlen w\u00fcrde, auch wenn ich anderen Reisenden den Nordosten des Landes nur w\u00e4rmstens ans Herz legen kann.<br \/>\nF\u00fcr mich wird China wohl stets zwiegespalten in Erinnerung bleiben. Bis zum Schluss konnte ich mich nicht an das nervt\u00f6tende Hupen im Stra\u00dfenverkehr und das egozentrische Auftreten der Chinesen gew\u00f6hnen. Das Essen z\u00e4hlt aber sicherlich zu den besten Erinnerungen, die mir von den zwei Monaten im Land bleiben wird. Auf Verkehr und Essen l\u00e4sst sich das Ganze aber nat\u00fcrlich nicht reduzieren. Bei all den Durststrecken die ich durchleben musste gab es auch immer wieder faszinierend Sch\u00f6nes und eben dieser Kontrast war bis zum Schluss Motivation genug, um jeden Tag neu zu genie\u00dfen und sich \u00fcberraschen zu lassen.<br \/>\nIch war erstaunt, in fast zwei Monaten mit nur einer Handvoll westlicher Touristein Kontakt zu kommen. Ein bisschen mehr Chinesischkenntnisse w\u00e4ren sicherlich von Vorteil gewesen. Gerade hier in China wurde mir wieder eimal klar, dass das Fahrrad wirklich ein ganz besonderes Fortbewegungsmittel ist. Auf diese Weise kam ich an Orte, die in keinem Reisef\u00fchrer vermerkt sind, f\u00fcr herk\u00f6mmliche Rucksacktouristen nur \u00e4u\u00dferst schwer zu erreichen sind und trotzdem \u00fcberraschend faszinierend waren. Praktisch alle westlichen Touristen, die ich getroffen hatte, waren per Zug und Flugzeug in China unterwegs und reisten prim\u00e4r von Gro\u00dfstadt zu Gro\u00dfstadt. Die Verwunderung die den Chinesen in den kleinen St\u00e4dten und D\u00f6rfern ins Gesicht geschrieben war, wenn sie mich mit dem Rad auftauchen sahen zeigt deutlich, dass abseits der Hauptverkehrsrouten sich wirklich nur wenige westliche Touristen in China aufhalten.<br \/>\nOb ich jemals einen meiner Gastgeber in Europa wieder begr\u00fc\u00dfen kann? Viele hegen den Wunsch, irgendwann einmal Europa zu bereisen. Ich w\u00fcrde mich freuen, wenn es dem einen oder anderen auch irgendwann einmal gelingen wird.<br \/>\nF\u00fcr mich hei\u00dft es jetzt erst einmal Daumen dr\u00fccken, dass ich morgen ein Ticket nach Korea ergattere und dann gilt es Abschied zu nehmen von dem gr\u00f6\u00dften Land, das ich bis jetzt bereist habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 221 &#8211; 09.September Shanhaiguan &#8211; kurz hinter Huluado: 167km; 7:38h im Sattel; 24 &#8211; 28 Grad, Sonne Camping Ein Teil des Grundgedankens der ganzen Reise war gestern bereits Wirklichkeit geworden. 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