{"id":2100,"date":"2014-09-19T15:45:31","date_gmt":"2014-09-19T13:45:31","guid":{"rendered":"http:\/\/abicyclediary.com\/?p=2100"},"modified":"2014-09-19T15:45:31","modified_gmt":"2014-09-19T13:45:31","slug":"tag-228-230-willkommen-in-sudkorea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abicyclediary.com\/?p=2100","title":{"rendered":"Tag 228 &#8211; 230: Willkommen in S\u00fcdkorea"},"content":{"rendered":"<h2>Tag 228 &#8211; 16.September<\/h2>\n<p>Donggang Stadt &#8211; Donggang Hafen: 5km; 0:19h im Sattel; 25 Grad, Sonne<br \/>\nF\u00e4hre<\/p>\n<p>Heute war es nun also soweit, es hie\u00df Abschied nehmen von China. Den Weg zum Hafen kannte ich ja schon bereits. Auch heute wieder nur Koreaner oder Chinesen in der Wartehalle. Mit dem vollbepackten Rad stach ich sicherlich noch um einiges mehr aus der Menge, als ich es ohnehin schon so getan h\u00e4tte, aber damit hatte ich ja schon gerechnet. Die Ausreise verlief v\u00f6llig unspektakul\u00e4r. Das Gep\u00e4ck wurde auf dem Flie\u00dfband gescannt und dann durfte ich es auch schon wieder aufs Rad schnallen. Wie auch schon bei der Einreise so hatte man offenbar auch heute ein bisschen Schwierigkeiten eine \u00c4hnlichkeit zwischen mir und meinem Passfoto herzustellen, doch nach mehreren pr\u00fcfenden Blicken gabs den Ausreisestempel in den Pass. Jetzt noch das Rad in den Laderaum des wartenden Buses hiefen und dann gehts auch schon die letzten Kilometer bis zur F\u00e4hre. Dort angekommen wartete die letzte H\u00fcrde auf mich &#8211; Rad samt Gep\u00e4ck mussten auf der Aussentreppe \u00fcber zwei Stockwerke hochgeschleppt werden, dann war ich endlich drin in der &#8220;Oriental Pearl VI&#8221;. \u00dcber das Schicksal der f\u00fcnf Vorg\u00e4ngerf\u00e4hren will ich jetzt nicht wirklich nachdenken.<br \/>\nEbenso flott und unproblematisch wie ich nach China eingereist war war ich nun auch wieder ausgereist. Bin schon mal gespannt, ob auf Koreanischer Seite es ebenfalls derart einfach werden wird.<br \/>\nAuf der F\u00e4hre war ich wie zu erwarten war, der Einzige Nicht-Asiatische Passagier. Man sticht selbstverst\u00e4ndlich ziemlich aus der Masse und so wurde ich auch gleich nach wenigen Minuten an Deck von einem Koreaner in bestem Englisch angesprochen. Wie sich herausstellte war er gar kein Koreaner, sondern Amerikaner &#8211; aber geb\u00fcrtig in Korea. Gemeinsam mit seiner Schwester &#8211; sie lebt seit 1966 in Deutschland &#8211; waren sie gestern auf dem Weg nach Nordkorea. Eine ganz interessante Geschichte&#8230; Die beiden hatten sich in S\u00fcdkorea getroffen und wollten von dort aus \u00fcber China nach Nordkorea einreisen. Auf dem Landweg, von S\u00fcdkorea aus ist dies nicht m\u00f6glich und so wollten sie mit dem Zug von Dandong bis nach Pyongyang reisen. Die Visa f\u00fcr Nordkorea hatten sie bereits besorgt und durch China wollten sie Visafrei reisen. Dabei beriefen sie sich auf die M\u00f6glichkeit, binnen 72h ohne Visum China als Transitland benutzen zu d\u00fcrfen. Offenbar ist dies aber nur von Flugh\u00e4fen aus m\u00f6glich. Mit Amerikanischem Reisepass ging es dann nicht mehr weiter, seine Schwester h\u00e4tte mit ihrem Deutschem Pass interessanterweise weiterreisen d\u00fcrfen. Trotz g\u00fcltiger Visa f\u00fcr Nordkorea und dem Zugticket nach Pyongyang verweigerte man ihnen die Weiterreise. Nun wurden sie also offiziell aus China wieder ausgewiesen und mussten mit derselben F\u00e4hre mit der sie gekommen waren wieder zur\u00fcck nach S\u00fcdkorea. Das ganze ist ein recht komplexes Unterfangen, weil man in S\u00fcdkorea eigentlich nicht davon wissen sollte, dass sie Nordkorea besucht hatten. Aus diesem Grund bekamen sie die Visa f\u00fcr Nordkorea auch auf einem separatem Papier und nicht direkt in den Reisepass. Jetzt versuchen die beiden auf der Chinesischen Botschaft in Seoul ein Visum zu beantragen um dann endlich nach Nordkorea einreisen zu k\u00f6nnen. Gerade zwischen Nord- und S\u00fcdkorea sind die Beziehungen besonders schlecht. S\u00fcdkoreaner, die sich Pro-Nordkorea zeigen haben immer wieder mit Repressionen zu rechnen. Immerhin sind beide im Besitz ausl\u00e4ndischer Reisep\u00e4sse, haben somit also im schlimmsten Fall nur mit einem Festhalten f\u00fcr 24h zu rechnen. F\u00fcr die kurz vor der Pensionierung stehende \u00c4rztin ist es nicht die erste Reise nach Nordkorea. Sie bem\u00fcht sich zuhause in Deutschland und auch in Korea, die Vorurteile gegen\u00fcber Nordkorea abzubauen und reist nun schon zum dritten Mal nach Nordkorea.<br \/>\nWir unterhalten uns sehr ausgiebig wechselweise auf Deutsch und auf Englisch \u00fcber die Situation Nord- und S\u00fcdkoreas, \u00fcber weltpolitische Verstrickungen und die Aussichten f\u00fcr die Zukunft. Ein \u00fcberaus interessantes Gespr\u00e4ch, man trifft nicht oft auf Leute, die Nordkorea schon mehrfach bereist hatten und sich gleichzeitig in S\u00fcdkorea sehr gut auskennen. Offenbar gibt es gar nicht so wenige Exilkoreaner, die im Ausland lebend darauf hoffen, dass sich Norden und S\u00fcden wieder ann\u00e4hern, doch leider k\u00f6nnen sie dies nicht wirklich offen zeigen, da sie pers\u00f6nlich oder ihre Familienangeh\u00f6rigen mit recht gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit mit Besuch des Geheimdienstes zu rechnen haben.<br \/>\nEin bisschen stutzig mach die beiden die Tatsache, dass ein junger Koreaner mit dem sie sich bei der Herfahrt unterhalten hatten nun \u00fcberraschenderweise ebenfalls wieder auf dem Schiff ist. Welcher normale Tourist f\u00e4hrt nach f\u00fcnf Stunden in China gleich wieder zur\u00fcck nach Korea? Ein wenig Unsicherheit macht sich breit, aber nachdem wir uns auf Deutsch unterhalten k\u00f6nnen f\u00fchlen sich die beiden dann doch ganz wohl. Die beiden vermuten, auf ihrer R\u00fcckreise unter Beobachtung zu stehen. Die P\u00e4sse mussten sie ohnehin schon in China abgeben und eigentlich h\u00e4tten sie nicht einmal ihre Kabine verlassen d\u00fcrfen, doch nach intensivem Protest erlaubte man ihnen sich zumindest auf Deck bewegen zu d\u00fcrfen.<br \/>\nIn Korea werden die Geheimdienstmitarbeiter &#8220;Fliegen&#8221; genannt. \u00dcber 50.000 sind im Einsatz und berichten \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der Landsleute. Erinnerungen an die Stasi werden wach und so wie es den Anschein hat agiert der Koreanische Geheimdienst auch sehr \u00e4hnlich.<br \/>\nFamilie haben die beiden keine mehr in Korea. Alle Geschwister sind vor langer Zeit aus Korea ausgewandert. Gemeinsam mit drei weiteren Schwestern hat sich der Bruder in Amerika niedergelassen, dort drei Firmen gegr\u00fcndet und ist nun recht erfolgreich als Gesch\u00e4ftsmann an der Ostk\u00fcste unterwegs. Seit \u00fcber f\u00fcnf Jahren bereitet er sich nun aber schon auf eine Solo &#8211; Weltumsegelung vor. Die ganze \u00dcberfahrt soll 3 1\/2 Jahre dauern. Da hat man nat\u00fcrlich gleich ordentlich Gespr\u00e4chsstoff.<br \/>\nKurz nach Einbruch der Dunkelheit legt die Oriental Pearl dann auch endlich ab. Ein bizarres Bild bietet sich von Deck aus. Auf Chinesischer Seite eine fast taghell erleuchtete Uferfront, auf Koreanische Seite kein einziges Licht zu sehen. Stockschwarz liegt das Nordkoreanische Ufer vor uns. Als es noch hell war, konnte man in der Ferne eine Siedlung nahe der K\u00fcste ausmachen, doch auch von dort dringt kein Lichtschein her\u00fcber. Nur eine Scheinsiedlung? Ist die K\u00fcstenregion Sperrgebiet f\u00fcr Nordkoreaner?<br \/>\nNach und nach verschwinden die Lichter Chinas am Horizont, die F\u00e4hre taucht ein ins Dunkel der Nacht. Es gibt kaum Wellengang, es sollte also eine ruhige \u00dcberfahrt werden.<br \/>\nF\u00fcr meine \u00dcberfahrt habe ich die g\u00fcnstigste Unterbringungsart gew\u00e4hlt, f\u00fcr etwa 130 EUR kann man es sich in einem der gro\u00dfen Schlafs\u00e4le mit weiteren 120 Personen auf d\u00fcnnen Matratzen, in Viererreihen nebeneinander liegend, gem\u00fctlich machen. Der Schiffsmotor brummt und die Klimaanlage l\u00e4uft auf Hochtouren. Bye Bye China &#8211; auf nach S\u00fcdkorea!<\/p>\n<h2>Tag 229 &#8211; 17.September<\/h2>\n<p>Incheon &#8211; Seoul \/ Jeongdongjin: 47km; 2:21h im Sattel; 19 &#8211; 24 Grad, bedeckt<br \/>\nHotel<\/p>\n<p>Zu meinem gro\u00dfen Erstaunen verlief die Nacht im gro\u00dfen Schlafsaal recht ruhig. Die Chinesen habe ich bisher ja grunds\u00e4tzlich nicht unbedingt als besonders ruhig kennengelernt, doch offenbar wird die Nachtruhe von allen respektiert. Ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl, am fr\u00fchen Morgen die ersten kleinen Inseln der Koreanischen K\u00fcste zu erblicken. Es vergeht noch einige Zeit, bis wir uns dem Festland n\u00e4hern. Als die ersten M\u00f6wen ihre Kreise \u00fcber Deck zogen war das Festland als d\u00fcnner Streifen am Horizont bereits zu erkennen. Nach so vielen Monaten auf dem Festland immer noch ein etwas befremdliches Gef\u00fchl, sich per F\u00e4hre der n\u00e4chsten Destination zu n\u00e4hern, aber S\u00fcdkorea l\u00e4sst sich zumindest bis jetzt noch nicht auf dem Landweg erreichen.<br \/>\nAls einer der Letzten gehe ich mit meinem Rad von Board und muss sogar noch das Rad in den Shuttlebus bugsieren, weil ich die 200m bis zur Ankunftshalle nicht alleine radeln darf. Vorschrift ist Vorschrift&#8230;<br \/>\nDie Einreise nach Korea verl\u00e4uft absolut problemlos. Das Gep\u00e4ck wird durchleuchtet und das Rad mit einem Detektor untersucht, doch dann gehts auch schon los. Willkommen in Korea!<br \/>\nSchon die ersten Kilometer auf der Stra\u00dfe sind traumhaft. Es geht durch die Hafenzone vorbei an unz\u00e4hligen Lagerhallen vor denen Fisch verarbeitet und verladen wird. Trotz intensivem Verkehrsaufkommen wird praktisch nie gehupt &#8211; eine Wohltat nach den nervt\u00f6tenden Hupkonzerten in China. Auffallend auch gleich zu Beginn die hohe Dichte an Kirchen. Dem Christentum kommt in Korea offenbar eine recht gro\u00dfe Bedeutung zu. Gute vierzig Kilometer liegen vor mir bis ich im Herzen von Seoul ankomme. Dank der Karte auf dem Tablet finde ich meinen Weg zu Lees Apartment problemlos. Ohne Karte w\u00e4re man im dichten Stra\u00dfengewirr von Seoul ein wenig aufgeschmissen. \u00dcber Warmshowers hatte ich schon vor Wochen Kontakt mit Lee aufgenommen, einem 29 j\u00e4hrigen Koreaner, der selbst regelm\u00e4\u00dfig l\u00e4ngere Fahrradtouren in Korea unternimmt. Hier kann ich auch mein Rad samt Gep\u00e4ck f\u00fcr die n\u00e4chsten 10 Tage unterstellen. Leider bleibt nicht mehr viel Zeit, weil ich meine vier Freunde aus Wien bereits am Nachmittag am Bahnhof treffe, um von dort per Zug die Rundfahrt durch S\u00fcdkorea zu starten. Also schnell aus den Fahrradklamotten geschl\u00fcpft, den kleinen Rucksack gepackt und schon gehts in die U-Bahn zum Bahnhof.<br \/>\nAm Morgen an der Westk\u00fcste Koreas angekommen, gehts am Nachmittag schon an die Ostk\u00fcste weiter. Rhea, Gregor, Stefan und Reinhard &#8211; mein &#8220;Besuch&#8221; aus Wien &#8211; tauchen am vereinbarten Treffpunkt leider eine halbe Stunde zu sp\u00e4t auf. Den geplanten Zug verpassen wir gerade mal um eine Minute, disponieren kurz um und fahren bis nach Ganguenung mit dem Bus. Es wartet eine spektakul\u00e4re Unterkunft auf uns. Ein zu einem Hotel ausgebautes Kreuzfahrtschiff thront hoch \u00fcber der K\u00fcstenlinie auf einem H\u00fcgel. Nun also zum zweiten Mal im Schiff \u00fcbernachten&#8230; dieses Mal aber ohne das Vibrieren der Schiffsmotoren und das Schaukeln der Wellen.<br \/>\nDer Blick entlang der hell erleuchteten K\u00fcstenlinie ist spektakul\u00e4r. Bin schon gespannt, wie sich uns die K\u00fcste bei Tageslicht pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<h2>Tag 230 &#8211; 18.September<\/h2>\n<p>Jeongdongjin: bisher geradelt 18.018km; 907:38h im Sattel; 20 &#8211; 25 Grad, Sonne<br \/>\nHotel<\/p>\n<p>Die Nacht in unserer Dreierkabine war um einiges erholsamer, als der Schlafsaal auf der F\u00e4hre. Vom Balkon aus genie\u00dft man einen herrlichen Blick \u00fcber den Strand, der etwas verwaist tief unter dem Schiff liegt. Es hat den Anschein, als ob wir uns ziemlich in der Nebensaison befinden. Es sind nur wenige G\u00e4ste auf dem Schiff und auch im Ort trifft man kaum auf Urlauber obwohl alles darauf ausgelegt ist, einer gro\u00dfen Anzahl von Urlaubern herrzuwerden.<br \/>\nDas traditionell Koreanische Fr\u00fchst\u00fcck ist ganz nach meinem Geschmack. Suppe, Schweinefleisch, Bohnen, Fisch, Gem\u00fcse &#8211; alles mit einer dezenten Sch\u00e4rfe versehen. Ein perfekter Start in den Tag, immerhin beginnt ja jetzt mein &#8220;Urlaub&#8221; in S\u00fcdkorea. Bin schon gespannt, ob mir in ein paar Tagen das Radfahren schon abgehen wird. Die zur Verf\u00fcgung stehenden Transportmittel sind ab sofort Zug, Bus und Taxi. Schon zu Beginn zeigt sich, dass man ohne Fahrrad viel mehr planen muss. Die Abfahrtszeiten der Z\u00fcge m\u00fcssen erfragt werden, die Buslinie nach Ganguenung muss gefunden werden und all das ist mit viel Warten verbunden. Bisher hatte ich immer Dinge auf dem Weg besichtigt, nur selten bin ich gezielt zu Sehensw\u00fcrdigkeiten geradelt. Wenn man jetzt etwas sehen will, sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen, da sonst der Tag einfach verstreicht.<br \/>\nWir entschlie\u00dfen uns, den nahegelegenen Unification Park aufzusuchen, doch \u00fcbersehen wir, rechtzeitig den Halteknopf zu dr\u00fccken und so gehts gleich weiter nach Ganguenung. Gut zwei Stunden bleiben uns, bis wieder ein Bus zur\u00fcckf\u00e4hrt und so schlendern wir gem\u00fctlich \u00fcber den zentral gelegenen Markt. Ich bin \u00fcberrascht, wie gepflegt das gesamte Marktareal ist. Haupts\u00e4chlich alte Frauen pr\u00e4sentieren eine kleine Auswahl an Gem\u00fcse, Obst, Fischen und Algen. Dem feinen Geruchssinn von Gregors Nase folgend landen wir schlie\u00dflich in einer Seitengasse in der Ochsenk\u00f6pfe zu Suppe ausgekocht werden. Offenbar eine lokale Spezialit\u00e4t &#8211; Ochsenkopfsuppe. Ich kann praktisch nahtlos an die kulinarische Reise, die f\u00fcr mich in China begonnen hatte, anschlie\u00dfen. Die Koreanische K\u00fcche unterscheidet sich durchaus von der Chinesischen, liegt im Geschmack aber &#8211; zumindest f\u00fcr den ersten Eindruck &#8211; gleichauf. Auf dem Markt gibts unz\u00e4hlige Kleinigkeiten zum probieren, die Neugierde ist gr\u00f6\u00dfer als das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl, doch irgendwann ist dann doch der Punkt erreicht, an dem einfach nichts mehr geht. Eigentlich schade, aber Ich denke, in den vor mir liegenden Wochen kann ich mich auch in Korea kulinarisch verw\u00f6hnen k\u00f6nnen.<br \/>\nBestens ges\u00e4ttigt treten wir Nachmittags den R\u00fcckweg an, dr\u00fccken dieses Mal im rechten Moment den Halteknopf und machen uns im Unification Park ein Bild \u00fcber die Grenzbeziehungen von Nord- und S\u00fcdkorea. Mitte der 1990er Jahre war ein Nordkoreanisches U-Boot an dieser Stelle auf Grund gelaufen. Wenn man den Ausf\u00fchrungen glauben schenken will, so wurde damals Seitens Nordkorea eine Invasion vorbereitet und das U-Boot sollte die Situation vor Ort ausforschen. So ganz \u00fcberzeugend wirkt die Geschichte aber irgendwie nicht. Ein derart schlecht ausgestattetes U-Boot soll der Startpunkt einer Invasion S\u00fcdkoreas sein? Es wirkt vielmehr so, als ob sich das Boot schlichtweg verirrte und ungl\u00fccklicherweise auf Grund gelaufen war. Was wirklich hinter der gesamten Geschichte steckt wird man wohl nie so wirklich erfahren k\u00f6nnen.<br \/>\nDie S\u00fcdkoreanische K\u00fcste ist milit\u00e4risch bestens gesichert, ob schon immer, oder erst seit Ende der 90er entzieht sich meiner Kenntnis. Auf alle F\u00e4lle verl\u00e4uft nun entlang der K\u00fcstenlinie ein Stacheldrahtzaun, der in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden von Grenzsoldaten bewacht wird. Den ganzen Tag auf Meer hinausschauen muss auf Dauer auch ziemlich m\u00fchsam sein. Ans Meer kann man daher aber auch nur an ausgesuchten Orten. Momentan ist es zum Baden aber eh schon zu k\u00fchl. Der Herbst ist auch hier bereits deutlich sp\u00fcrbar. Sobald die Sonne verschwunden ist, sinkt die Temperatur empfindlich ab.<br \/>\nIn unserer Kabine besprechen wir die Pl\u00e4ne f\u00fcr die kommenden Tage und beschlie\u00dfen den morgigen Tag recht zeitig zu starten um nicht durch das viele Warten auf die Z\u00fcge einen ganzen Tag zu verlieren. Die Vier hatten sich bereits in Wien Gedanken zu einer m\u00f6glichen Route durch S\u00fcdkorea gemacht, doch im Detail wurde noch nichts fixiert. Bis zum 27. September werden wir nun mit dem Zug durchs Land fahren und versuchen, uns ein Bild von S\u00fcdkorea zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 228 &#8211; 16.September Donggang Stadt &#8211; Donggang Hafen: 5km; 0:19h im Sattel; 25 Grad, Sonne F\u00e4hre Heute war es nun also soweit, es hie\u00df Abschied nehmen von China. 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