{"id":407,"date":"2014-02-04T21:07:52","date_gmt":"2014-02-04T20:07:52","guid":{"rendered":"http:\/\/abicyclediary.com\/?p=407"},"modified":"2014-02-04T21:31:18","modified_gmt":"2014-02-04T20:31:18","slug":"tag-3-4-geplante-und-ungeplante-strecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abicyclediary.com\/?p=407","title":{"rendered":"Tag 3-4 &#8211; Geplante und ungeplante Strecken"},"content":{"rendered":"<h2>Tag 3<\/h2>\n<p>Gy\u00f6r &#8211; Budapest: 130km, 6:20h im Sattel, 3-5 Grad, Sonne<\/p>\n<p>Die Nacht im Hotel hatte sich bezahlt gemacht. Nach einem kaiserlichen Fr\u00fchst\u00fcck konnte ich die erste 100km+ Strecke in Angriff nehmen. Das Wetter schien es heute gut mit mir zu meinen. Strahlender Sonnenschein machte den Start zu einem Kinderspiel.<br \/>\nNach einigen Kilometern auf der Bundesstra\u00dfe beschloss ich wieder einmal auf den offiziellen Radweg, den Euro Velo 6 auszuweichen. Doch schon nach kurzem wurde ich unsanft auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckgeholt. Wie in der Fahrschule gelernt, sind Br\u00fccken im Winter gef\u00e4hrdet f\u00fcr Glatteis. Gottseidank ging die Kollision mit der Seitenleitschiene glimpflich aus. Nach dem Schreck beschloss ich wieder auf der Bundesstra\u00dfe zu bleiben, auch wenn der Verkehr ziemlich massiv war. Offensichtlich ist der Euro Velo im Winter wirklich nicht gut zu befahren.<br \/>\nUnd so pfl\u00fcgte ich mich Kilometer f\u00fcr Kilometer durch das Ungarische Hinterland. Alles wurde zum Verkauf angeboten&#8230; H\u00e4user, Autos, Felder, Wiesen, Fabriken&#8230; fragt sich nur, wer dort kaufen will.<br \/>\nAuffallend ist, dass trotz des starken Verkehrs sehr viele Menschen mit dem Fahrrad oder dem Bus unterwegs sind. Die Einkommensschere ist hier sehr deutlich zu sp\u00fcren, da kaum alte Autos zu sehen sind. Wenn, dann wird man von nagelneuen Mercedes, BMW, VWs, etc. \u00fcberholt.<br \/>\nTrotzdem sch\u00f6n zu sehen, dass das Fahrrad hier auf dem Land wirklich noch eine Bedeutung, bzw. eine Notwendigkeit besitzt.<br \/>\nTrotz Sonnenschein war die Strecke nicht sehr reizvoll. Die Donau bekam ich dann auch nur ein einziges Mal zu Gesicht. W\u00e4re gerne l\u00e4nger an der Donau entlanggeradelt, aber das lies das Eis nicht zu.<br \/>\nIm Dorfwirtshaus irgendwo zwischen Gy\u00f6r und Budapest st\u00e4rkte ich mich in Mitten von 30 Schulkindern mit einer k\u00f6stlichen Gulaschsuppe. Das Wirtshaus fungiert hier offensichtlich als Schulkantine. Als ich wieder aufs Rad stieg, kam der n\u00e4chste Schwung Kinder.<br \/>\nDie Kilometer schmolzen nur langsam dahin. Leichter Gegenwind und eine kaum sp\u00fcrbare Steigung lie\u00dfen das Rad kaum laufen. Kurz vor Budapest stellte sich mir dann auch noch ein Bergr\u00fccken in den Weg, der mit letzter Kraft bezwungen wurde. Daf\u00fcr konnte ich die letzten 15km bis in die Stadt genie\u00dfen. P\u00fcnktlich vor D\u00e4mmerungsbeginn erreichte ich die Stadt. Im Hostel musste ich mich aber erst mal eine Stunde aufs Ohr legen. Das Gewicht des Rades macht mir noch zu schaffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Tag 4<\/h2>\n<p>Budapest &#8211; Kecskem\u00e9t: 90km; 4:45h im Sattel; 1-4 Grad; Sonne<\/p>\n<p>Kurz hatte ich \u00fcberlegt, eine Tag in Budapest zu bleiben, entschied mich aber aufgrund der N\u00e4he zu Wien dann doch f\u00fcrs Weiterfahren. Wenn ich zur\u00fcck bin, g\u00f6nne ich mir ein sch\u00f6nes Thermenwochenende&#8230;<br \/>\nAlso gings wieder weiter. Die feuchte Witterung hatte der Kette schon etwas zugesetzt. Ein paar Tropfen \u00d6l stellten den Hausfrieden wieder her.<br \/>\nIm Hostel hatte ich mir die Route kurz angeschaut und f\u00fcr besonders simpel erachtet. Immer der B5 entlang und dann auf dei B51 wechseln&#8230;<br \/>\nNach ca. 45km kam mir aber der Sonnenstand etwas komisch vor und siehe da&#8230; die Abzweigung zur B51 hatte ich \u00fcbersehen. Vielleicht hat es aber auch so sein sollen. Die Donau lasse ich also momentan rechts liegen. Von Szeged (n\u00e4chstes Etappenziel) soll es dann nach Novi Sad gehen. Dort habe ich mir bei Warmshowers bereits eine Unterkunft vorreserviert.<br \/>\nEinziger Wehrmutstropfen ist jetzt, dass ich den Abstecher nach Kroatien nicht machen kann. Im Dreil\u00e4ndereck wollte ich urspr\u00fcnglich auch \u00fcber Kroatien fahren. Aber vielleicht ist es ja Schicksal. Der Donauradweg ist aktuell ja kaum zu befahren. Also warum nicht auf direktem Weg nach Belgrad.<br \/>\nMir wird bewusst, dass ich meinem Plan etwas hinterherh\u00e4nge, ein paar kyrillische Buchstaben zu lernen. Mit dem Ungarischen tue ich mir auch noch etwas schwer.<br \/>\nSchlussendlich war ich froh, mein ungeplantes Etappenziel zeitig erreicht zu haben. Konditionell war ich schon etwas am Boden. Entweder zu viel Sonne, oder zu viel Fahrtwind, oder oder oder. Auf alle F\u00e4lle blieb ich auf dem Hotelbett liegen und versuchte mich zu erholen.<br \/>\nNachdem mir der Rezeptionist die hauseigene Waschmaschine angeboten hatte, beschloss ich, meine Radlklamotten bereits zum ersten Mal einem Generalservice zu unterziehen.<br \/>\nMit dem Tablet habe ich seit Gy\u00f6r \u00a0begonnen, die gefahrene Strecke zu &#8220;tracken&#8221;. Leider l\u00e4sst sich die kml Datei nicht in die Cloud \u00fcbertragen, sonst k\u00f6nnte ich die Strecke auf der Karte zeigen. Das muss also warten, bis wieder ein herk\u00f6mmlicher PC verwendet wird.<br \/>\nIch hoffe, bis morgen wieder zu Kr\u00e4ften gekommen zu sein. In Belgrad nehme ich mir mal 2 Tage frei&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 3 Gy\u00f6r &#8211; Budapest: 130km, 6:20h im Sattel, 3-5 Grad, Sonne Die Nacht im Hotel hatte sich bezahlt gemacht. Nach einem kaiserlichen Fr\u00fchst\u00fcck konnte ich die erste 100km+ Strecke in Angriff nehmen. Das Wetter schien es heute gut mit mir zu meinen. Strahlender Sonnenschein machte den Start zu einem Kinderspiel. 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