{"id":467,"date":"2014-02-10T19:56:31","date_gmt":"2014-02-10T18:56:31","guid":{"rendered":"http:\/\/abicyclediary.com\/?p=467"},"modified":"2014-02-10T19:56:31","modified_gmt":"2014-02-10T18:56:31","slug":"tag-910-ubersetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abicyclediary.com\/?p=467","title":{"rendered":"Tag 9\/10: \u00dcbersetzen&#8230;"},"content":{"rendered":"<h2>Tag 9<\/h2>\n<p>Belgrad &#8211; Kajtasovo; 102km; 5:03h im Sattel; 16-19 Grad<br \/>\nCamping<\/p>\n<p>Der Start in Belgrad verz\u00f6gerte sich heute ein klein wenig. Mit Aleksander ging ich noch &#8211; typisch Balkan &#8211; einen Burek fr\u00fchst\u00fccken. Ideales Radlerfr\u00fchst\u00fcck. Kalorien ohne Ende&#8230;<br \/>\nKurz nach 10 kam ich dann schlie\u00dflich los. Ein fr\u00fchlingshafter Wind begleitete mich aus der Stadt. Der Winter ist jetzt offensichtlich vorbei. Da kann ich ja von Gl\u00fcck reden. Es h\u00e4tten auch -10 Grad und 1m Schnee sein k\u00f6nnen. Nachdem ich auf die linke Donauseite \u00fcbergesetzt hatte, versuchte ich mein Gl\u00fcck erneut mit dem Euro Velo 6. Doch schon nach gut 800m legte es mich beinahe wieder hin. Diesmal nicht wegen Glatteis, sondern wegen Schlamm. Der Radweg verl\u00e4uft auf einem Damm neben den Donauauen und dieser ist leider nicht befestigt. Schweres Gep\u00e4ck und aufgeweichter Lehmboden&#8230; binnen Sekunden war das Rad zum Stillstand gebracht. Es brauchte ca. 15 min. bis das Rad wieder fahrbereit war. Dicke Lehmbrocken blockierten die R\u00e4der zur G\u00e4nze.<br \/>\nEinziger Ausweg war, die n\u00e4chsten 15km auf der mit Betonplatten ausgelegten Dammwand zu fahren. Die Neigung war Gottseidank nie zu stark. Bei der ersten Gelegenheit suchte ich aber mein Gl\u00fcck wieder auf der Bundesstra\u00dfe. Dort war der vormitt\u00e4gliche \u00c4rger dann auch schnell wieder vergessen. Temperaturen um 20 Grad und strahlender Sonnenschein machten Lust auf mehr.<br \/>\nLeider zog es am Nachmittag zu. Da wurde mir erst klar, dass ja f\u00fcr heute eigentlich Regen vorhergesagt war&#8230;<br \/>\nIch versuchte noch einige Kilometer zu machen. Der Belag war stellenweise traumhaft glatt, sodass die Kilometer nur so dahinschmolzen. Irgendwann sollte aber auch dieser Tag zu Ende gehen. Die heutige Etappe war die erste, die ich ganz ohne Plan in Angriff genommen hatte. Somit auch keine Idee, wo aufh\u00f6ren&#8230;<br \/>\nNachdem es langsam zu regnen anfing beschloss ich bei der n\u00e4chstbesten Gelegenheit nach einem Zimmer Ausschau zu halten. Das darauffolgende Dorf bestand aber nur aus einer Handvoll Bauernd\u00f6rfer. Am Dorfausgang befand sich der \u00dcberrest einer Landwirtschaftlichen Anlage. Dort beschloss ich schlussendlich mein Zelt aufzuschlagen. Es sollte ein idealer Zeltplatz werden. Nicht einsichtig von der Stra\u00dfe, nahezu ebener Boden und weit genug weg von den Dorfhunden.<\/p>\n<h2>Tag 10<\/h2>\n<p>Kajtasovo &#8211; Golubac; 57km; 2:52h im Sattel; 16 Grad<br \/>\nHotel<\/p>\n<p>Circa die H\u00e4lfte der Nacht regnete es wie in Str\u00f6men. Als der Regen nachgelassen hatte setzte ein Sturm ein, dass ich mir kurz Sorgen machte, ob das Zelt mit den sparsam gesetzten 2 Heringen auch stehenbleibt&#8230;<br \/>\nGegen Fr\u00fch sanken die Temperaturen dann auch noch sp\u00fcrbar. Morgentemperatur im Zelt 4 Grad, Draussen etwa Null Grad. Die Zelthaus mit Eis \u00fcberzogen, der Schlafsack vom Kondensat nass&#8230; Die Sonne ging gerade auf und es zeichnete sich wieder ein warmer Tag ab. Also alles in die Sonne und in der Zwischenzeit gem\u00fctlich Tee gekocht. Auf Zelten war ich heute eigentlich nicht eingestellt, daher gab es nur Miso-Suppe zum Fr\u00fchst\u00fcck.<br \/>\nKurz nach 9 konnte ich das Zelt schlussendlich wieder einpacken. Nach gut einer Stunde Fahrt erreichte ich dann auch schon die F\u00e4hre, die mich auf das rechte Donauufer zur\u00fcckbringen sollte. F\u00e4hrzeiten im Winter: 9\/12\/15 Uhr. Also 2 Stunden warten. Mit Cevapi, Pommes und Bier verging die Zeit wie im Flug.<br \/>\nAm anderen Ufer angekommen ging\u00b4s nun Richtung Eisernes Tor. Die Landschaft wandelt sich zusehends. Sanfte H\u00fcgel und vereinzelte W\u00e4lder bestimmen nun das Landschaftsbild. Auch die Architektur ver\u00e4ndert sich. Klar zu sehen ist, dass der \u00f6sterreichische \/ ungarische nur bis nach Belgrad reichte. Von den teilweise reich verzierten Bauernh\u00e4user aus der Jahrhundertwende ist jetzt nirgendwo mehr etwas zu sehen.<br \/>\nDer Verkehr nimmt auch zusehend ab. Nun bin ich offensichtlich weit genug entfernt von den gro\u00dfen Transitstrecken.<br \/>\nGr\u00f6\u00dftes Erfolgserlebnis f\u00fcr heute&#8230; nach mehr als 800km habe ich es nun endlich geschafft, den Spiegel am Lenker so zu positionieren, dass ich wirklich erkennen kann, ob &#8211; und was &#8211; von hinten kommt. Endlich kann man auch v\u00f6llig entspannt in der Mitte der Fahrbahn pedallieren.<br \/>\nDie Donau weitet sich zunehmend aus. In der Ferne ist deutlich eine H\u00fcgelkette zu erkennen durch die die Donau irgendwo durch muss. Ich f\u00fchle mich ein wenig schlecht vorbereitet, weil ich nicht wirklich wei\u00df, was die n\u00e4chsten 150km so kommt. Von vielen Seiten habe ich geh\u00f6rt, dass das Eiserne Tor zu den Highlights der Strecke geh\u00f6ren soll. Auf der Karte beginnt der Durchbruch durch die H\u00fcgelkette in wenigen Kilometern. Was aber genau erwartet mich?<br \/>\nMeinem inneren Gef\u00fchl folgend biege ich in Golubac beim ersten Hinweisschild auf Zimmer links ab und finde mich kurz darauf in einem v\u00f6llig \u00fcberheizten Hotelzimmer wieder.<br \/>\nDie Radlklamotten freuen sich mal wieder \u00fcber eine Generalreinigung. Auch ich g\u00f6nne mir den Luxus einer warmen Dusche.<br \/>\nAnschlie\u00dfend Flanieren am Donaukai. Man f\u00fchlt sich wie am Meer. Naja, vielleicht eher wie am Gardasee. Das gegen\u00fcberliegende Ufer ist kilometerweit entfernt. Nur einzelne Lichtpunkte deuten auf H\u00e4user hin. Die Wellen schlagen ans Ufer, Fischer bringen die Netze ein&#8230; Ein perfekter Ort, um nach vielen hundert Kilometern wieder zur Ruhe zu kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 9 Belgrad &#8211; Kajtasovo; 102km; 5:03h im Sattel; 16-19 Grad Camping Der Start in Belgrad verz\u00f6gerte sich heute ein klein wenig. Mit Aleksander ging ich noch &#8211; typisch Balkan &#8211; einen Burek fr\u00fchst\u00fccken. Ideales Radlerfr\u00fchst\u00fcck. Kalorien ohne Ende&#8230; Kurz nach 10 kam ich dann schlie\u00dflich los. 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