{"id":697,"date":"2014-03-02T20:18:52","date_gmt":"2014-03-02T19:18:52","guid":{"rendered":"http:\/\/abicyclediary.com\/?p=697"},"modified":"2014-03-03T07:13:35","modified_gmt":"2014-03-03T06:13:35","slug":"tag-28-30-es-wird-landlicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abicyclediary.com\/?p=697","title":{"rendered":"Tag 28-30: Es wird l\u00e4ndlicher"},"content":{"rendered":"<h2>Tag 28<\/h2>\n<p>Bolu &#8211; Cerkes: 122km; 5:48h im Sattel; 6-8 Grad, bew\u00f6lkt \/ heiter<br \/>\nHotel<\/p>\n<p>Heute Fr\u00fch etwas m\u00fchsam aus den Federn gekommen&#8230; ist vielleicht die H\u00f6henluft. Die H\u00f6henmeter sp\u00fcrt man auf alle F\u00e4lle in den Beinen. F\u00fcr heute ist aber noch etwas mehr angesagt. Seit ich in der T\u00fcrkei bin habe ich aufgeh\u00f6rt, mir gro\u00df Gedanken \u00fcber das H\u00f6henprofil der Strecke zu machen. Ich lass mich einfach \u00fcberraschen. Dr\u00fcber \u00fcber den H\u00fcgel muss man ja so oder so.<br \/>\nAls wir heute morgen Bolu verlie\u00dfen, gab die Wolkendecke die ersten Blicke auf die umliegenden Berge frei. Der Ort ist im Sommer ein sehr beliebter Anlaufpunkt f\u00fcr Naturliebhaber jeglicher Form. Jetzt im Winter ist aber auch nicht viel los. Der Teil der Stadt in dem wir unser Hotel gefunden hatten schein noch sehr jung zu sein. In der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone scheint kein einziges Haus \u00e4lter als 30 Jahre zu sein. Auf unseren Offline-Karten war dieser Teil der Stadt beispielsweise gar nicht verzeichnet.<br \/>\nBei m\u00e4\u00dfigem Verkehr spulten wir die ersten Kilometer des Tages ab. Ich nutzte die Gelegenheit und versuchte mein Gl\u00fcck mit dem T\u00fcrkisch-Lernkurs erneut. Nach etwa einer Stunde brummte dann aber der Sch\u00e4del und ich schien jedes Wort durcheinander zu bringen. Also wieder Pause.<br \/>\nAls Mittagsdestination hatten wir uns den Ort Gerede ins Auge gefasst. Von hier f\u00fchrt die Autobahn nach Ankara. Wir rechneten mit einem deutlich geringeren Verkehrsaufkommen auf der D 100 hinter Gerede.<br \/>\nP\u00fcnktlich zum Mittagsgebet (Freitag Mittag-&gt; wichtigster Tag der Woche) erreichten wir den Ort. Das Lokal unseres Vertrauens war zu diesem Zeitpunkt praktisch leer. Nach gut einer halben Stunde gab es aber keinen einzigen freien Sitzplatz mehr. Mal wieder Gl\u00fcck gehabt&#8230;<br \/>\nDie Mittagspause fiel heute etwas l\u00e4nger aus, da ich mich ein wenig aufw\u00e4rmen musste. Temperaturen um 7 Grad und ziemlich schwei\u00dftreibende Anstiege lie\u00dfen den K\u00f6rper ziemlich ausk\u00fchlen. Gottseidank gab es einen Platz neben der Heizung.<br \/>\nWie erwartet lie\u00df der Verkehr hinter Gerede deutlich nach. Die Landschaft wandelte sich auch deutlich. Jeder \u00fcberwundene Anstieg \u00f6ffnete den Blick auf eine traumhaft sch\u00f6ne H\u00fcgellandschaft. Nicht weit entfernt leuchteten die schneebedeckten Berge. Der Baumbewuchs wurde immer weniger. Eine steppenartige Landschaft breitete sich vor uns aus. Und immer wieder rauf auf den n\u00e4chsten H\u00fcgel, und dann wieder runter. Und wieder rauf, und wieder runter&#8230; \u00dcber 1400 H\u00f6henmeter kamen auf diese Weise zustande. Da war es angebracht, die Kr\u00e4fte richtig einzuteilen. Ich lie\u00df daher Martin in den flachen Etappen meist vorausfahren. Die Rolleigenschaften und das deutlich h\u00f6here Gewicht meines Rades machen sich im Flachen dann doch bemerkbar. Das Angenehme ist allerdings, dass man sich auf der Strecke nicht verlieren kann. Somit kann jeder sein Tempo fahren und das Tagesziel wird dennoch gemeinsam erreicht.<br \/>\nGegen halb F\u00fcnf erreichten wir unser Etappenziel. Wir g\u00f6nnten uns ein Zimmer im vermutlich einzigen Hotel des Ortes. Auf unsere praktisch nicht existenten Sprachkenntnisse wird nicht gro\u00df R\u00fccksicht genommen. Sobald ich erkl\u00e4rt habe, was es mit den R\u00e4dern auf sich hat, werden alle m\u00f6glichen Radschl\u00e4ge ausgepackt. Vor Russland haben hier offensichtlich noch viele Respekt. Das ist jetzt schon des \u00d6fteren vorgekommen, dass ich vor Schie\u00dfereien \/ Panzer in Russland gewarnt werde. Na ja&#8230; da mach ich mir jetzt erst mal keine gro\u00dfen Sorgen dar\u00fcber. Interessant ist aber, wie leicht man ins Gespr\u00e4ch kommt, sobald die geplante Route erl\u00e4utert wird. Und dann wird im Anschluss meisten \u00fcber Fu\u00dfball geredet.<br \/>\nIm benachbarten Supermarkt (bei uns w\u00fcrde man eher Kramerladen dazu sagen) wurden wir gleich mal auf einen Tee eingeladen, bevor uns stolz die Wetttabelle zu den Fu\u00dfballspielen s\u00e4mtlicher Ligen gezeigt wurde. Bisher hatte Martin immer Probleme, sich als \u00d6sterreicher vorzustellen. Austria und Australia ist auch hier nur sehr schwer zu unterscheiden. Da hilft es auch nicht zu erkl\u00e4ren, dass \u00d6sterreich neben Deutschland liegt. Manchmal muss er sich einfach damit abfinden, dass es bei ihm K\u00e4ngurus gibt. Geht es aber um Fu\u00dfball, kann man mit ein paar Clubs sehr leicht das Heimatland beschreiben. Salzburg, oder Wien (Red Bull \/ Rapid) finden sich auf der Tabelle und so ist alles klar.<br \/>\nDa ich ja nicht sonderlich viel von Fu\u00dfball verstehe, muss ich meist passen, wenn es um einzelne Spieler der deutschen Bundesliga geht.<br \/>\nAls Deutscher hat man es da bei der Vorstellungsrunde schon um einiges leichter. Sehr viele T\u00fcrken haben Verwandte in Deutschland, die meisten, von denen wir bisher geh\u00f6rt haben in Stuttgart. Ausserdem muss man zur Ehrenrettung der \u00d6sterreicher anmerken, dass &#8220;Deutschland&#8221; in T\u00fcrkisch klar verst\u00e4ndlich ist, wobei &#8220;\u00d6sterreich&#8221; und &#8220;Australien&#8221; auch hier \u00e4hnlich klingen (Avusturya \/ Avustralya).<\/p>\n<h2>Tag 29 &#8211; 01.M\u00e4rz<\/h2>\n<p>Cerkes &#8211; Tosya: 114km; 5:09h im Sattel; 8-14 Grad, wolkig \/ heiter<br \/>\nHotel<\/p>\n<p>Erster M\u00e4rz&#8230; ein Monat ist vergangen, seit ich schweren Herzens, aber mit gro\u00dfen Erwartungen Wien verlassen habe. Knapp 2400km liegen hinter mir, die Erwartungen an die Reise wurden bisher voll erf\u00fcllt bzw. teilweise schon \u00fcbertroffen. So viele unvergessliche Momente durfte ich bisher erleben. Die Vorfreude auf die kommenden Monate ist gro\u00df. Die T\u00fcrkei zeigt sich mir von einer sehr offenherzigen Seite. \u00dcberall werde ich freundlich empfangen, mit sehr gro\u00dfem Interesse wird mein Vorhaben diskutiert. Ein paar wenige Ortsangaben gen\u00fcgen und unter den Anwesenden entsteht eine rege Debatte, der ich meist leider nicht wirklich folgen kann. Sehr oft w\u00fcnsche ich mir \u00fcber bessere Sprachkenntnisse zu verf\u00fcgen, dennoch bin ich immer wieder \u00fcberrascht, wie einfach auch ohne gemeinsame Sprache eine Kommunikation entstehen kann. \u00dcberw\u00e4ltigend ist die Freude, die mir entgegenkommt, wenn ich durch die D\u00f6rfer radle. Seit ich Istanbul verlassen habe, f\u00e4llt mir auf, dass die Leute ganz anders auf Fremde reagieren. Mag sein, dass es damit zusammenh\u00e4ngt, dass die Leute hier weit weniger mobil sind und im Gegenzug viel interessierter an Fremden sind. Jeder Tag ist ein Geschenk und steckt voller \u00dcberraschungen.<br \/>\nHeute schienen wir die Grenze zur l\u00e4ndlichen T\u00fcrkei \u00fcberschritten haben. Die D\u00f6rfer wurden immer kleiner und die Abst\u00e4nde zwischen den Ansiedlungen immer gr\u00f6\u00dfer. Meist bestehen die D\u00f6rfer nur noch aus etwa 50 H\u00e4usern. Viel Landschaft liegt dazwischen. Selbstbewusst wehen von Weitem sichtbar t\u00fcrkische Fahnen auf den H\u00fcgeln hinter den D\u00f6rfern. Nur noch wenige Autos teilen sich mit uns die zuvor so stark befahrene D 100. Beinahe schon jeder zweite LKW gr\u00fc\u00dft uns freundlich im Vorbeifahren.<br \/>\nZu unserer Linken stets die schneebedeckten Berge, ein beeindruckendes Bild. Immer wieder muss ich kurz anhalten um das Panorama zu genie\u00dfen. Auf knapp \u00fcber 1000m Seeh\u00f6he radeln wir gem\u00fctlich weiter in Richtung Osten.<br \/>\nSchrittweise geht die zuvor fast steppenartige Landschaft in eine dicht bewaldete H\u00fcgellandschaft \u00fcber. Die H\u00fcgel werden wieder etwas schroffer, farbiges Gestein tritt zum Vorschein. Gr\u00fcn, rot, violett, gelb, wei\u00df, braun spitzt es zwischen den B\u00e4umen hervor.<br \/>\nDie Stra\u00dfe f\u00fchrt entlang eines kleinen Flusses, in dessen N\u00e4he die Bauern beginnen, die Felder vorzubereiten. In den Obstg\u00e4rten ist der Baumschnitt im vollen Gange. Zweige liegen zur Veredelung bereit&#8230; es wird Fr\u00fchling.<br \/>\nWenige Kilometer vor unserem Etappenziel dann die ersten Anzeichen von Industrie, die auf der bisherigen Strecke nur selten zu finden war. \u00dcber viele hundert Meter stehen rohe Ziegel zum Trocknen auf Paletten. Interessant die gr\u00fcne F\u00e4rbung des Rohmaterials. Im gebrannten Zustand sind sie dann aber auch rot.<br \/>\nEinige Holzverarbeitende Betriebe mischen sich zwischen die Ziegeleien. Ein wohliger Geruch von frisch geschnittenem Holz liegt in der Luft.<br \/>\nNur noch ein letzter langer Anstieg trennt uns von unserem Tagesziel. Das Nachmittagsgebet ist gerade in vollem Gang. Die Rufe aus drei verschiedenen Moscheen \u00fcberschlagen sich zwischen den Fabrikhallen.<br \/>\nDie Wasserflasche bis auf den letzten Tropfen geleert erreiche ich schlie\u00dflich das Ortsschild von Tosya. Der Weg ins Zentrum f\u00fchrt dann aber noch einmal \u00fcber einen 10% Anstieg. Also nochmal die letzten Reserven mobilisieren und mit dem Rad auf den H\u00fcgel strampeln. Vor uns liegt ein malerisch in einen Bergr\u00fccken eingebettetes St\u00e4dtchen. Vereinzelt finden sich noch sehr alte traditionelle H\u00e4user. Handgeschlagene Balken, lehmverputzte W\u00e4nde, filigrane Holzverzierungen&#8230; Angeblich sollen im Osten der T\u00fcrkei diese traditionellen H\u00e4user noch \u00f6fter zu finden sein. Ich bin gespannt und halte die Augen offen.<\/p>\n<h2>Tag 30 &#8211; 02.M\u00e4rz<\/h2>\n<p>Tosya &#8211; G\u00fcm\u00fcshakik\u00f6y: 122km; 5:49h im Sattel; 14-19 Grad, sonnig \/ bew\u00f6lkt<br \/>\nHotel<\/p>\n<p>Pr\u00e4chtig erholt gings auf in die n\u00e4chste Runde. Strahlender Sonnenschein und sehr angenehme Temperaturen gestalteten den Start in den Tag sehr angenehm. Gleich hinter dem ersten H\u00fcgel tat sich erneut eine v\u00f6llig neue Landschaft auf. Stellenweise erinnerte die Szenerie stark an alte Wild-West-Filme. Nur die breite Asphaltstra\u00dfe st\u00f6rte die Idylle ein wenig. Der Verkehr hatte aber sehr deutlich nachgelassen. Kann sein, dass es am heutigen Sonntag lag, aber nachdem in der T\u00fcrkei auch Sonntags ganz normal gearbeitet wird, schlie\u00dfe ich diesen Grund eher aus.<br \/>\nIm immer breiter werdenden Flusstal wurde fleissig auf den Reisfeldern gearbeitet. In dieser Region wird offensichtlich sehr viel Reis angebaut. Der Geruch von kalter Asche lag \u00fcber viele Kilometer in der Luft, da ein Gro\u00dfteil der Felder im Fr\u00fchjahr abgebrannt wird. Man sah auch wieder viele Hirten mit ihren Herden am Stra\u00dfenrand. Besonders interessant fand ich die Erscheinung eines etwa 70 j\u00e4hrigen Mannes, der lautstark am Handy artikulierte und mit einem Gewehr auf den Knien seine 15 K\u00fche bewachte.<br \/>\nBei der ersten Rast am Vormittag lie\u00dfen wir uns die Fr\u00fchlingssonne f\u00fcr ein paar Minuten ins Gesicht scheinen. Auf dem R\u00fccken liegend, die V\u00f6gel im Ohr, den blauen Himmel im Blick konnte man den nahenden Fr\u00fchling schon genie\u00dfen.<br \/>\nIn Osmancik, unser Mittagsdestination angekommen hielten wir kurz im Zentrum an und versuchten ein Lokal ausfindig zu machen. Da dauerte es keine 10 Sekunden, bis 3 Leute um uns standen und uns in die nahegelegene Imbissbude f\u00fchrten. Nach einem k\u00f6stlichen D\u00f6ner-Sandwich wurden wir noch vom benachbarten Schuhh\u00e4ndler auf einen Tee eingeladen. Wir diskutierten mit den Anwesenden kurz die weitere geplante Route. Martin und ich hatten uns gestern dazu entschieden, noch etwas l\u00e4nger im Landesinneren zu bleiben und nicht sofort ans Meer zu fahren. Nach Ansicht der M\u00e4nner in Osmancik soll die im Landesinneren gelegene Strecke aber nicht so sch\u00f6n sein. Ich bin momentan noch nicht so sicher, ob ich so lange am Meer entlangfahren will, daher die Inland-Variante. Ausserdem liegt dort ein sch\u00f6ner Pass mit 2200m vor uns&#8230; Morgen Mittag m\u00fcssen wir uns entscheiden.<br \/>\nUnsere Weiterfahrt verz\u00f6gerte sich noch ein wenig, da uns kurz vor dem Ortsende ein sehr \u00fcberzeugungsstarker Junge dazu \u00fcberredete, mit ihm und seinen Br\u00fcdern einen Tee zu trinken. Ein bisschen von meinem T\u00fcrkisch kann ich jetzt schon anbringen. Zahlen, ein paar einzelne W\u00f6rter, wenige Phrasen, das klappt schon ganz gut. In Kombination mit einer Landkarte und etwas Zeichensprache kann man dann schon ins Gespr\u00e4ch kommen. Auch hier gab es wieder einen Onkel in Deutschland&#8230;<br \/>\nH\u00e4tten wir heute alle Einladungen zum Tee, die uns vom Stra\u00dfenrand zugerufen wurden angenommen, w\u00e4ren wir vermutlich nie in G\u00fcm\u00fcshakik\u00f6y angekommen. Mir kam vor, dass wir bisher noch nie so oft und intensiv gegr\u00fc\u00dft wurden.<br \/>\nDer \u00dcbergang war kaum sp\u00fcrbar, aber pl\u00f6tzlich waren die Reisfelder verschwunden. Am Stra\u00dfenrand reihte sich daf\u00fcr nun unz\u00e4hlige Gem\u00fcsest\u00e4nde auf. In gro\u00dfen S\u00e4cken wurden Zwiebel verkauft. In den Gew\u00e4chsh\u00e4usern am Stra\u00dfenrand sah man Salatk\u00f6pfe durch die l\u00f6chrige Plane blitzen. Viele \u00c4pfel und die noch verbliebenen K\u00fcrbisse vom Herbst warteten darauf, dass sie von Vorbeifahrenden gekauft wurden.<br \/>\n<span style=\"line-height: 1.5em;\">Die letzten 20km bis zum Etappenziel waren noch ein hartes St\u00fcck Arbeit. Ein ziemlich langer Anstieg musste bew\u00e4ltigt werden, ausserdem herrschte latenter Gegenwind. Geduldig kurbelten wir uns den H\u00fcgel empor, die letzten 2km ging es dann bergab. Im Ort angekommen erkannten wir schnell, dass die Hoteldichte sehr gering war. Auf meine Nachfrage fand sich dann aber doch eine Bleibe. Da das Hotel nicht sonderlich leicht zu finden war (weil es nicht als solches erkenntlich ist), wurden wir von einem Auto dorthin eskortiert. Das Geb\u00e4ude wirkte wie eine Schule, oder ein Verwaltungsgeb\u00e4ude, doch zu unserer \u00dcberraschung gab es dann doch eine Rezeption und einige Zimmer.<\/span><\/p>\n<p>Unter Zuhilfenahme des T\u00fcrkischw\u00f6rterbuches klappt es jetzt schon ganz gut, dass man ein paar Dinge erfragen kann. Egal wohin wir kommen sind die Leute aber sehr bem\u00fcht und reagieren \u00e4usserst zuvorkommend auf unsere nicht existenten Sprachkenntnisse. Man merkt aber, wie sehr sie sich freuen, wenn doch ein paar T\u00fcrkische W\u00f6rter zur\u00fcckkommen. Mit Englisch alleine w\u00e4re man hier wirklich aufgeschmissen. Auch Deutsch wird nur sehr sehr selten gesprochen.<br \/>\nIm Ort fallen sofort die vielen Bier-Reklame-Tafeln an den kleinen Superm\u00e4rkten auf. Es scheint, als ob die Religion hier keinen so gro\u00dfen Stellenwert mehr hat.<br \/>\nViel mehr Lust als auf ein Bier hatte ich am Abend aber auf ein Eis. Es war wunderbar, bei Temperaturen um15 Grad nach dem Essen das erste Eis des Jahres zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 28 Bolu &#8211; Cerkes: 122km; 5:48h im Sattel; 6-8 Grad, bew\u00f6lkt \/ heiter Hotel Heute Fr\u00fch etwas m\u00fchsam aus den Federn gekommen&#8230; ist vielleicht die H\u00f6henluft. Die H\u00f6henmeter sp\u00fcrt man auf alle F\u00e4lle in den Beinen. F\u00fcr heute ist aber noch etwas mehr angesagt. 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